02.12.2019

Wiener App für die NASA: Satelliten-Spotting für Kinder

Die NASA Space Apps Challenge ist mit rund 29.000 Teilnehmern der weltweit größte Hackathon. Unter den 230 Locations in 80 Ländern war auch dieses Jahr Wien. Ins globale Finale zieht das Team "The Phoenix Foundation", das eine Satelliten-Spotting-App für Kinder entwickelt hat.
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NASA Space Apps Challenge
(c) NASA Space Apps Challenge: Das Sieger-Team "The Phoenix Foundation" - Andreas Poehlmann, Ümit Seren, Erich Birngruber, Falko Hofmann, Patrick Hüther und Erol Galip Serbest

Die jährlich stattfindende NASA Space Apps Challenge ist ein Mammut-Projekt. In mehr als 230 Locations in 80 Ländern fand mit dem Hackathon auch dieses Jahr die weltgrößte „Massenkooperation“ statt. Mit dabei war wieder Wien – diesmal gehostet vom Factory Hub Vienna von Tele Haase. Generell steht das Prinzip der Zusammenarbeit bei der Challenge im Zentrum. „Obwohl fast alle Probleme aus einem Mangel an Kommunikation und Kooperation resultieren, beschäftigen wir uns so wenig mit der Kultur der Kooperation“, meint Urska Starc-Peceny, Expertin für Kooperationsdesign und Koordinatorin der NASA Space Apps Challenge in Wien.

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Mondstaub, inspirierende Kunst und Plastikmüll

Zusammengearbeitet wurde zu konkreten von der NASA definierten Aufgabenstellungen, etwa auf dem Mond Staub von Maschinen zu beseitigen, ein Kunstwerk zu kreieren, das zur nächsten Mondmission inspirieren soll oder das Problem von Plastikmüll in den Weltmeeren zu lösen. Dazu stellt die Weltraumagentur Experten und Daten, die sonst nicht zugänglich sind, zur Verfügung. Diesmal war etwa Michael Matonti dabei, ein NASA-Ingenieur, der für die Hardware bei den Apollo-Missionen auf dem Mond verantwortlich war.

Das war die NASA Space Apps Challenge Vienna 2019

Mehr Bewegung für Kinder

Daneben fand wieder die Junior Challenge statt, die in den vergangenen Jahren von Wien aus international ihren Ausgang nahm. Diesmal bauten die Kinder im Rahmen eines Workshops sogenannte „flashing rockets“. Ein weiterer Fokus der Junior Challenge lag in Wien dieses Jahr am Problem mangelnder Bewegung. Dazu sprach Experte Lucas Pawlik über die Auswirkung von zu wenig körperlicher Aktivität auf das Gehirn.

Satelliten-Spotting App im globalen Finale

Den Sieg bei der NASA Space Apps Challenge Vienna und damit den Einzug ins globale Finale holte sich das Team „The Phoenix Foundation“, das eine Satelliten-Spotting-App – nicht nur – für Kinder entwickelt hat. „Wir haben uns damit befasst, es jedem einfacher zu machen, Informationen über die wissenschaftlichen Messdaten zu erhalten, die gerade von Satelliten aufgezeichnet werden. Unsere App erlaubt es, auf spielerische Weise zu lernen, welche Satelliten sich im Orbit befinden und wie diese funktionieren“, heißt es vom Team. Satelliten, die sich aktuell über der derzeitigen Position befinden, werden dabei in Echtzeit angezeigt und können auf spielerische Weise „eingefangen“ und „gesammelt“ werden. „Die Nutzer können damit natürlich gleichzeitig mehr darüber lernen, welche von der Menschheit gebauten Objekte sich über uns im Weltraum befinden und für welche wissenschaftlichen Projekte diese verwendet werden“. Daneben zieht auch das zweitplatzierte Team #decarbnow ins globale Finale ein.

Das Sieger-Projekt:

Als weiteres Goodie vor dem globalen Finale bekommt das Sieger-Team diese Woche eine „VIP-Experience“ am Flughafen Wien inklusive Zeit in Flugsimulatoren für den Airbus A320 und den Helikopter Bell 206. Auch die Sieger der Junior Challenge nehmen daran Teil.

⇒ Zur Challenge-Page

⇒ Das Sieger-Projekt

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Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten heute die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten
Reploid-CEO Philip Pauer (r.) und -CBO Jonas Finck läuteten im Juli 2025 die Börsenglocke | (c) Wiener Börse AG / Alexander Felten

Im Juli 2025 ging das Welser Insektenzucht-Scaleup Reploid in einem durchaus ungewöhnlichen Schritt nur vier Jahre nach der Gründung am Direct Market Plus an die Wiener Börse. Ein Run auf die Aktie blieb damals aus – es gab keinen Trade am ersten Tag, wie brutkasten berichtete.

Große Meilensteine, aber noch immer wenig Handelsvolumen

Seitdem hat sich bei Reploid viel getan: Millionenfinanzierungen, geografische Expansion, neue große Kunden, zahlreiche Personalien und eine Steigerung auf rund neun Millionen Euro Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr (brutkasten berichtete). Einzig: Die Liquidität der Aktie, die aktuell bei 1.700 Euro pro Stück steht, hält sich nach wie vor in Grenzen, wie ein Blick auf Daten der Wiener Börse verrät. Oft gibt es mehrere Tage lang keine Trades, nur an wenigen Handelstagen werden zweistellige Stückzahlen erreicht.

Aktiensplit geht mit Erhöhung des Grundkapitals einher

Doch das soll sich jetzt ändern. Denn wie Reploid per Aussendung bekanntgibt, plant man einen Aktiensplit im Verhältnis 1:15 – der Preis einer Aktie reduziert sich damit also auf ein Fünfzehntel des aktuellen Werts. Damit erhöht sich die Anzahl der Aktien von 110.881 auf 1.663.215, wobei auf jede Stückaktie weiterhin ein anteiliger Betrag am Grundkapital von einem Euro entfällt.

Das bedeutet auch: Das Grundkapital muss dafür von derzeit 110.881 Euro auf 1.663.215 Euro erhöht werden. Das soll ohne die Ausgabe neuer Aktien, sondern „durch Umwandlung eines Teilbetrags der nicht gebundenen Kapitalrücklagen, die sich aus dem im Geschäftsjahr 2025 gesteigerten Eigenkapital speisen“, erfolgen. Der Beschlussvorschlag dafür werde der ordentlichen Hauptversammlung am 14. September 2026 vorgelegt, heißt es von Reploid.

„Wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“

„Die Reploid-Aktie notierte zuletzt bei 1.700 Euro. Würden wir heute splitten, läge der Kurs bei etwa 113 Euro. Genau das ist unser Ziel: Wir wollen die Reploid-Aktie speziell für Retail-Investoren leichter handelbar und attraktiver machen“, kommentiert Gründer und CEO Philip Pauer.

Ob die gewünschte Wirkung erzielt wird, bleibt freilich abzuwarten. Die Liquidität im Direct Market Plus der Wiener Börse ist generell niedrig. Wohl aber zeigt ein Blick auf die Daten: Titel mit geringeren Stückkosten kommen tendenziell auf mehr Trades.

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Wiener App für die NASA: Satelliten-Spotting für Kinder

Die jährlich stattfindende NASA Space Apps Challenge ist ein Mammut-Projekt. In mehr als 230 Locations in 80 Ländern fand mit dem Hackathon auch dieses Jahr die weltgrößte „Massenkooperation“ statt. Mit dabei war wieder Wien – diesmal gehostet vom Factory Hub Vienna von Tele Haase. Generell steht das Prinzip der Zusammenarbeit bei der Challenge im Zentrum. Diesmal bauten die Kinder im Rahmen eines Workshops sogenannte „flashing rockets“. Den Sieg bei der NASA Space Apps Challenge Vienna und damit den Einzug ins globale Finale holte sich das Team „The Phoenix Foundation“, das eine Satelliten-Spotting-App – nicht nur – für Kinder entwickelt hat.

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