Die NASA hat nach langer Wartezeit nun ihren 3D-gedruckten simulierten Mars-Lebensraum enthüllt. In einem Lagerhaus im NASA Johnson Space Center in Houston, Texas sollen die Lebensbedingungen simuliert werden, die auf dem Mars vorherrschen.
NASA will Mars-Mission simulieren
Die Forscher:innen der NASA wollen dadurch Erkenntnisse darüber gewinnen, wie sich der Aufenthalt auf einem fremden Planeten auf die Gesundheit von Astronaut:innen auswirkt. „Egal wie herausfordernd oder groß oder teuer so etwas ist, es ist einfacher als in der Raumfahrt“, sagte Projektleiter Scott Smith dem Guardian.
Das 1.700 Quadratmeter große Gebäude ist nun das neue Zuhause von vier Freiwilligen. Sie verbringen ein ganzes Jahr im Dune Alpha, wie das Bauwerk genannt wird. Ihnen stehen dabei vier Schlafzimmer, zwei Gemeinschaftsbäder sowie ein Gewächshaus zum Anbau von Lebensmitteln zur Verfügung.
PS3 und Siedler von Catan
Zudem gibt es auch eine Krankenstation und eine Erholungslounge. In Letzterer sollen Astronaut:innen entspannen können. Darin finden die Freiwilligen auch Brettspielklassiker, wie Monopoly oder das deutsche Spiel Die Siedler von Catan.
Wer mehr auf Videospiele steht, kann sich im Ambiente von simulierten Mars-Dämpfen die Zeit auch mit einer PS3 oder einer Super Nintendo-Konsole vertreiben. Doch neben dem üppigen Spieleangebot gibt es für die Bewohner:innen auch Aufgaben zu erledigen.
Die Siedler:innen müssen jeden Tag Nahrung anbauen, wissenschaftliche Experimente durchführen und auch den „Fake-Mars“ erkunden. Dabei müssen sie Marswalks simulieren – also langatmige Spaziergänge auf Laufbändern mit Blick auf Wände auf die die Marsoberfläche projiziert wird. Da braucht es zur Abwechslung wohl tatsächlich die eine oder andere Partie Siedler von Catan.
invest.austria conference: Powerhouse-Ambitionen in der Postkarten-Idylle
Bei der invest.austria conference 2026 ging es einmal mehr um die Frage, wie Österreich und Europa mehr erfolgreiche Tech-Unternehmen hervorbringen können. Die Ansätze dazu gingen durchaus auseinander.
invest.austria conference: Powerhouse-Ambitionen in der Postkarten-Idylle
Bei der invest.austria conference 2026 ging es einmal mehr um die Frage, wie Österreich und Europa mehr erfolgreiche Tech-Unternehmen hervorbringen können. Die Ansätze dazu gingen durchaus auseinander.
Die invest.austria conference fand im Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn statt | (c) invest.austria / Alexander Müller
In dieser Eventlocation war das diesjährige Motto der invest.austria conference – „Postcard or Powerhouse“ – fast schon provokant: Auch heuer fand die Konferenz im Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn statt, also inmitten der Wiener Postkarten-Idylle. Dass es nicht – wie das Motto nahelegt – ein Entweder-oder sein muss, machte invest.austria-Geschäftsführerin Daniela Haunstein aber dann schon in ihren Eröffnungsworten klar: „Wir waren bislang sehr gut darin, Postkarten-Motiv zu sein und damit ist auch nichts falsch. Aber der Tourismus alleine wird uns nicht weiterbringen.“
Was ist es also, das Österreich und Europa weiterbringen soll? Mit dieser Frage beschäftigten sich bei der invest.austria conference rund 450 Teilnehmer:innen aus 22 Ländern. In einem Punkt sind sich wohl alle einig – invest.austria-Präsident Niki Futter wechselte dazu auf der Bühne vom Englischen ins Österreichische: „Wir müssen uns auf die Hinterfüß‘ stell’n!“ Dafür, wie das konkret passieren soll, wurden im Laufe der Konferenz aber durchaus unterschiedliche Konzepte vorgebracht.
Kopetz: „Unser Bottleneck sind nicht Erfindungen“
Im Vordergrund standen dabei Kapital-Themen – wie sollte es auf der Jahreskonferenz der heimischen Risikokapital-Investor:innen-Szene anders sein. „Unser Bottleneck sind nicht Erfindungen – es ist die Überführung von technologischer Exzellenz zu globaler Marktführerschaft“, sagte TTTech-Gründer Georg Kopetz in seiner Keynote zum Start des Events und präzisierte: „Es braucht nicht nur Innovation, sondern Ökosysteme, Partnerschaften und Kapital – auch über Exits.“
TTTech-Gründer Georg Kopetz auf der Bühne | (c) invest.austria / Alexander Müller
Er sprach damit mehrere Themen an, die im Laufe des Tages noch intensiver behandelt werden sollten. Über ihre persönlichen Erfahrungen mit Exits an Tech-Riesen in Übersee sprachen etwa Ixopay-Gründer Rene Siegl und StreamUnlimited-Gründer Markus Rutz auf einem Panel mit i5invest-Gründer Markus Wagner. Der erzählte aus seiner langjährigen Erfahrung in der M&A-Beratung: „Niemand will ein Unternehmen kaufen, das zum Verkauf steht.“
Just: „Die Messlatte für unsere Startups höher legen“
Gelungen ist der Exit bekanntlich auch dem Linzer Startup Emmi AI – der Verkauf an den französischen KI-Riesen Mistral sorgte dieses Jahr für Aufsehen. Co-Founder Dennis Just, mittlerweile Vice President Manufacturing bei Mistral, brachte auf der Bühne eine These vor, die konträr zum allgemeinen Tenor der Speaker:innen steht: „Österreichs Problem ist nicht das Kapital, sondern die Entrepreneure.“ Sprich: Das Geld sei durchaus da, aber es brauche mehr investierbare Unternehmen. „Meine Meinung: Wir sollten nicht zu sehr auf Dinge wie den neuen Dachfonds fokussieren und lieber die Messlatte für unsere Startups höher legen, um mehr Leuchttürme hervorzubringen“, so Just.
Dennis Just auf der Bühne | (c) invest.austria / Alexander Müller
Das ist freilich eine provokante Ansage, war doch der erwähnte Dachfonds eines der (logischen) großen Themen auf der Konferenz. Er wurde nicht nur – wie zu erwarten – von den beiden auftretenden Staatssekretärinnen Barbara Eibinger-Miedl (Finanzen) und Elisabeth Zehetner (Startups) thematisiert, sondern auch auf einem Panel mit Erste-Bank-CEO Gerda Holzinger-Burgstaller, TTTech-Gründer Georg Kopetz, Marcel Müller-Marbach vom European Investment Fund und Rozalia Urbanek, die als Chefin von PFR Ventures für den polnischen Dachfonds Innovate Poland verantwortlich zeichnet.
Nötige Balance beim nationalen Dachfonds
Urbanek brachte die große Herausforderung beim Aufbau eines nationalen Dachfonds auf den Punkt: „Man muss die Balance schaffen, die Anforderungen des Ökosystems zu erfüllen, aber gleichzeitig marktorientiert und kommerziell getrieben zu sein – denn die Investoren müssen glücklich mit dem Return sein, sonst steigen sie wieder aus der Asset-Klasse aus.“
Rozalia Urbanek am Wort | (c) invest.austria / Alexander Müller
Es war freilich nicht die einzige Asset-Klasse, die bei der invest.austria conference diskutiert werden sollte. Private Equity für den Mittelstand – insbesondere im CEE-Raum – war ebenso Thema, wie klassische direkte Startup-Investments. Entsprechend kamen auch die Startups selbst auf der Konferenz nicht zu kurz – 26 davon konnten sich auf die eine oder andere Weise, unter anderem in einer Expo, präsentieren. Passend dazu durften auch die großen technologischen Themen, u.a. KI und Robotik, in den Keynotes und Panels nicht fehlen.
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