19.09.2022

Nagos: Proteinreiche Linsenchips für Mensch und Vierbeiner

Hundebesitzer:innen und ihre Vierbeiner können von nun an aus einer Tüte knabbern: Das Startup NAGOS hat einen veganen, glutenfreien BIO-Linsen-Snack entwickelt, der sowohl Hund als auch Herrchen oder Frauchen schmeckt.
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Naturalgoodies
Moritz Röschl, Founder von Nagos, produziert vegane Linsenchips für Mensch und Vierbeiner. (c) Naturalgoodies Facebook

Nagos steht für “Natural Goodies”, einem gesunden Snack für zwischendurch. Die Business-Idee hatte Moritz Röschl als er gemeinsam mit seinem Hund Benni Käsewürfel werfen und fangen übte. Das Ziel der Snack-Innovation: Ein gesundes Leckerli herzustellen, das sowohl Vierbeinern als auch Herrchen und Frauchen schmeckt. 

Geprüft, gesund und glutenfrei

Zur Entwicklung der Rezeptur benötigte Röschl zwei Jahre: Die Zutaten sind biologisch hergestellt, die Chips sind vegan, glutenfrei und bestehen hauptsächlich aus Linsen. Getestet hat der Gründer das Produkt und dessen Inhaltsstoffe mit Expert:innen der Bio- und Lebensmitteltechnologie sowie mit Tierärzt:innen und Tierheilpraktiker:innen.

Qualität für Vierbeiner

Röschl zufolge sind handelsübliche Qualitätsansprüche für Hundesnacks deutlich niedriger als jene von Lebensmitteln für Menschen. Deshalb war es dem Hundebesitzer ein Anliegen, bei der Produktion seiner Linsenchips die Lebensmittelstandards des Einzelhandels einzuhalten.

Qualität macht sich auch in Hinblick auf die Nährwerte des Linsensnacks bemerkbar: Nach dem Nutri-Score weisen Nagos-Chips den höchsten gesundheitlichen Wert auf. Dank der Hauptzutat Bio-Linsenmehl sind die Linsenchips reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Mineralstoffen wie Zink, Eisen, Magnesium und Folsäure. Linsenmehl besteht zudem vorwiegend aus langkettigen Kohlenhydraten, die den Insulinspiegel graduell steigen lassen. Dies kann Heißhungerattacken vorbeugen und die Fettverbrennung unterstützen.

Knabbern für den guten Zweck

Hundebesitzer:innen können Nagos bereits in den deutschen Super- und Tierfachmärkten Edeka, Rewe, Nahkauf, Budni und Zoo & Co erwerben. Mit jedem Kauf spendet das Startup einen Teil der Einnahmen an therapiegestützte Tierprojekte. In der nächsten Folge der Höhle der Löwen will Nagos-Gründer Moritz Röschl einen Deal über 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile abschließen.

Süße Produktvariationen in Planung

Nagos gibt es seit Mai dieses Jahres in mittlerweile knapp 30 Supermärkten in der Region um Stuttgart. Am Plan steht außerdem ein baldiger Launch neuer Nagos-Produkte. “Wir arbeiten an weiteren Varianten, zum Beispiel auch an etwas Süßem”, so Röschl.

Mehr zu Nagos gibt es heute um 20.15 Uhr in der Höhle der Löwen auf VOX. Weiters dabei sind das Grazer Startup Flasher, Guru, Hyrise Academy und EasyMirror.

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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