29.01.2019

Der Sieger der Nagarro „Agile Challenge 2019“ steht fest

Im Rahmen der "Agile Challenge 2019", die Nagarro Ende letzter Woche im Impact Hub Vienna veranstaltete, wurden die agilsten Teams Österreichs gekürt. Bei dem Wettbewerb war unter anderem Jürgen Appelo anwesend, der weltweit zu den führenden Experten agilen Managements gehört.
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Agile Challenge
(c) Nagarro
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Wer heutzutage zur Spitze in der IT-Branche gehören will, kommt um das Thema „Agilität“ nicht herum. Mittlerweile wird „Agilität“ auch in Österreich immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt – unter anderem mit Veranstaltungen wie der „Agile Challenge 2019“, die das internationale IT-Unternehmen Nagarro vergangenen Freitag bereits zum zweiten Mal in Wien veranstaltete.

Live aus dem Impact Hub Vienna von der Nagarro Austria Agile Challenge über Agilität und Wurmlöcher zum Mars.

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 25. Januar 2019

Im Vorfeld der Challenge hatten sich über 20 Teams für den Wettbewerb beworben. In der Bewerbungsphase suchte Nagarro auch nach innovativen Ideen für eine agile Welt in 20 Jahren. Schlussendlich haben es die besten acht Teams ins Finale geschafft und traten im Vienna Impact Hub gegeneinander an.

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Teams mussten 20 User-Stories evaluieren

Zu den Finalisten zählten acht Teams aus den Unternehmen Admiral Sportwetten, Runtastic, Netural, sowie der Österreichischen Post, der Wiener Zeitung, der Zürich Versicherung sowie dem Bundesministerium für Finanzen Österreich. Die Österreichische Post konnte sich gleich mit zwei Teams für den Wettbewerb qualifizieren.

Nagarro
(c) Nagarro

Bei der Challenge matchten sich die Teams in insgesamt drei Sprint-Meetings, die auch ein Sprint-Planning und eine Retrospektive beinhaltete. Im Wettkampf mussten 20 User-Stories evaluiert und die richtigen Tasks mit dem höchsten Businessvalue erfolgreich gelöst werden.

Führender Experte für Agilität hielt Keynote

Nagarro stellte den einzelnen Teams erfahrene Experten aus seinem Unternehmen als Product Owner zur Seite. Das IT-Unternehmen führte den Contest auf Grundlage von Scrum durch. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes „Vorgehensmodell“, das insbesondere bei der agilen Softwareentwicklung zum Einsatz kommt. Vor dem Contest gab Jurgen Appelo den Teams in einer Keynote Input zum Thema Agilität – er gilt als ein führender Experte auf diesem Gebiet.

Nagarro
(c) Nagarro

In einem exklusiven Video-Interview erläuterte er dem brutkasten (siehe Video), warum „Agilität“ für Unternehmen überlebenswichtig ist. „Der Lebenszyklus von Business-Modellen wird aufgrund der schnellen technologischen Veränderungen immer kürzer. Unternehmen und ihre Teams müssen agil handeln, um Bedürfnisse der Kunden erfüllen zu können,“ so Appelo.

Netural ging als Sieger der Agile Challenge hervor

Im Rahmen der Challenge konnte sich schlussendlich das Team der Linzer Digitalagentur Netural als Sieger durchsetzen – knapp gefolgt von einem Team der Österreichischen Post AG sowie der Wiener Zeitung. Hannes Färberböck, Managing Director bei Nagarro Austria, betonte, dass es 2020 wieder eine Challenge geben wird, um den bereits vorhandenen Spirit der österreichischen Agile-Szene noch weiter zu fördern. „Agile ist eine international anerkannte, professionelle Methode, nach der wir bereits seit vielen Jahren unsere Projekte abwickeln, aber welche immer noch unterschätzt wird.“ Mit der Agile Challenge möchte Nagarro dies ändern, so Färberböck.


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Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Von der Innovation zur Skalierung und von der Skalierung zu einem stärkeren Europa“ mit diesem einen Satz könne man das große Ziel für den europäischen Energiesektor zusammenfassen, sagt VERBUND-X-Geschäftsführer Franz Zöchbauer in seinen einführenden Worten zum VERBUND Venture Day 2026, der erstmals beim neuen Energy-Launchpad-Partner WU Wien stattfand. „Wir haben die Lösungen, aber es dauert zu lange, bis sie am Markt sind. Wir müssen skalieren, aber kein Player kann das alleine. Es braucht ein Ökosystem und hier zählen die Menschen“, so Zöchbauer.

Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Die Zusammenarbeit im Ökosystem als Motto beim VERBUND Venture Day ist nicht neu, der Diskurs, in den das Motto dieses Jahr eingebettet ist, durchaus: Auch hier dominiert das große Thema europäische Souveränität. Der Titel des diesjährigen Events lautet „Scaling Beyond Borders“.

10,25 Billionen Euro für die Energiewende

Zöchbauer drückt die Ambition hinter der eingeforderten Skalierung in Zahlen aus: Es brauche Schätzungen zufolge 10,25 Billionen Euro, um das Energiesystem Europas bis 2040 zu transformieren. „Das ist 70 mal das Volumen des Marshallplans oder das Volumen von 25 Jahren globale VC-Investments“, so der VERBUND-X-Geschäftsführer. Es handle sich also um eine epochale Investment-Chance. Doch er erinnert: „Zahlen ändern die Welt nicht. Menschen tun es.“

Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Dabei sei die Energiewende keineswegs nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, betont VERBUND-COO Achim Kaspar in einer Panel-Diskussion unter dem Titel „Owning the Future“: „Wir sind an einem Wendepunkt. Man liest jeden Tag von Problemen beim Transport fossiler Energieträger. Wir müssen auf erneuerbare umsteigen.“ Für VERBUND sei dabei schon lange klar: „Wir wollen nicht das nächste Kodak werden.“

„Es laufen mehrere Energiewenden parallel“

Diese europäische Sicht auf die Energiewende setzt Angela Wilkinson, CEO des World Energy Council, im Panel und bei ihrer Keynote in die globale Perspektive: „Es laufen mehrere Energiewenden parallel. In Europa geht es um den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Im nahen Osten etwa geht es um Technologien, um den CO2-Ausstoß auch mit fossilen Energieträgern auf Null zu bringen.“

Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Bei der Souveränität gehe es letztlich um die Möglichkeit, sich seine Abhängigkeiten auszusuchen, „nicht um teuren Isolationismus“, meint Wilkinson. Was ihr insgesamt fehle, sei eine kollektive Vision für eine bessere Zukunft. „Wir haben klare Ziele bei der CO2-Reduktion, aber keine gemeinsame positive Perspektive. Wir haben die Energiewende zwar an die Wall Street gebracht, aber nicht auf die Hauptstraße, wo die Menschen sind.“

Konsequenter Fokus auf die Kund:innen

Darum, wie die Transformation direkt zu den Menschen gebracht werden kann, ging es in einem Talk von VERBUND-CEO Michael Strugl und Greg Jackson, Gründer von Octopus Energy. Strugl sieht das britischen Unternehmen dabei als Vorbild: „Octopus ist ein echter Champion, wenn es um Kundenservice geht.“ Als er Jackson zum ersten Mal nach dessen Geschäftsmodell gefragt habe, sei die Antwort denkbar simpel gewesen: „Ich will den Kunden weniger verrechnen.“ Dieser konsequente Fokus auf die Kund:innen sei der Schlüssel, sagt Strugl.

Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Viele Energieunternehmen würden Kund:innen bisher nur als reine Abnehmer verstehen, meint Jackson. Octopus setze stattdessen auf radikale Vereinfachung und digitale Flexibilität: „Statt schwer lesbarer, regulierter PDFs nutzen wir einfache E-Mails, auf die man direkt antworten kann.“ Diese Kundennähe gepaart mit intelligenter Steuerung – etwa beim Laden von Elektrofahrzeugen – sei der Treiber für das rasante Wachstum des Unternehmens. Für Strugl ist das eine klare Orientierung für die gesamte Branche: „Innovatoren und Disruptoren helfen uns dabei, das gesamte System in ein erneuerbares, dezentrales und digitalisiertes Energiesystem zu verwandeln.“

Tragende Rolle für Gründer:innen – Unis entscheidend

Es sind also nicht nur Politiker:innen und Verantwortliche in Energiekonzernen, sondern auch Gründer:innen, die bei der Energiewende eine tragende Rollen spielen. Hier wiederum sind die Universitäten entscheidende Akteure, wie Franz Zöchbauer am Panel gemeinsam mit WU-Wien-Rektor Rupert Sausgruber und TU-Wien-Rektor Jens Schneider erläutert. „Es gibt im Energiesektor so viel Potenzial, aber man braucht nicht nur viel Geld sondern auch die Ideen“, bringt es Schneider auf den Punkt.

Jens Schneider (l.) und Rubert Sausgruber (r.) | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“

Dass natürlich auch die Politik ihren Beitrag leisten muss, um die Skalierung über die Grenzen hinaus zu ermöglichen, erörtert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner in ihrer Keynote. Man müsse die Herausforderung angehen, Startups in Europa zu halten. „Wir haben starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“, sagt Zehetner und spricht nicht nur das bekannte Thema Wachstumskapital, sondern unter anderem auch die Ausgründungsbedingungen für universitäre Spinoffs an.

Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Als konkrete Maßnahmen – teils auf europäischer, teils auf nationaler Ebene – nennt die Staatssekretärin etwa den European Scaleup Fund und den heimischen Dachfonds und die Notwendigkeiten, die europäische Kapitalmarktunion zu stärken und die Mitarbeiter:innenbeteiligung auch durch steuerliche Anreize weiter zu verbessern. Denn letztlich sei das Ziel – ganz getreu dem Motto des Venture Days – klar: „Erfinde dein Produkt hier, bau dein Unternehmen hier und skaliere hier, aber verkaufe dein Produkt in die ganze Welt.“

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