14.06.2015

Nach Studienabbruch Milliardärin: „Geld verstärkt nur, wer du eh schon bist“

Die Geschichte der weltweit jüngsten Selfmade-Milliardärin liest sich wie ein unglaubliches Märchen. Sara Blakely schmiss erst ihr Jus-Studium, dann scheiterte sie mit ihrer angestrebten Kabarett-Karriere. Die berufliche Laufbahn von Sara Blakely begann also wenig glamourös. Ein Stück Strumpfhose, eine Vision und ein Anruf von Oprah Winfrey veränderten schließlich ihr Leben.
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© Spanx Video: Sara Blakely hat spezielle, anschmiegbare Unterwäsche deisgnt und wurde damit zur Milliardärin.

Anfang 20 fiel sie zweimal durch die Uni-Prüfungen, sie versuchte sich als Stand-Up-Comedian, arbeitete anschliessend bei Disney World als Comic-Figur „Goofy“, um dann sieben Jahre lang Faxgeräte zu verkaufen. Danach erfand sie die figurformende Unterwäsche „Spanx“ und wurde zur jüngsten Selfmade-Milliardärin der Welt. Heute ist die Produktpalette der 43-Jährigen auf 200 Stück angewachsen und in 11.500 Läden in 40 Ländern erhältlich

„Faxgeräte zu verkaufen war der härteste Job meines Lebens. Die Leute haben meine Visitenkarte vor meinen Augen zerrissen, bevor sie mich vom Sicherheitsdienst aus ihren Büros werfen liessen“, sagte Sara Blakely in einem Interview mit dem Forbes-Magazin. Aber sie lernte die wichtigste Lektion für ihr späteres Leben als Unternehmerin: Sich nicht abwimmeln zu lassen.

+++ Mehr zum Thema: Aus diesen Fehlern haben junge Millionäre gelernt +++

Studium abgebrochen

Am Anfang hatte sie weder Geld für einen Anwalt, noch Geld um sich ihr Produkt, also die unsichtbaren, figurformenden Strumpf- und Unterhosen, patentieren zu lassen. Gearbeitet wurde im eigenen Badezimmer. Für Spanx benutzt sie das Material einer Feinstrumpfhose. „Es beult nicht und retuschiert die Cellulite weg“.

Sie verbrachte Nächte in der Bibliothek in Georgia, um sich Patentrecht selbst beizubringen. Sie klopfte persönlich an die Türen der Strumpffabrikanten, um sie davon zu überzeugen ihr Produkt herzustellen.

Als die US-Talkmasterin Oprah Winfrey „Spanx“ in ihrer Sendung vorstellen wollte, stand sie vor einem Problem. Ein Filmteam, wollte sie auf ihrem Arbeitsplatz filmen. Weil es so etwas, wie ihr eigenes Büro oder Mitarbeiter nicht gab, entschied sie sich dieses Umfeld für den TV-Auftritt einfach zu fälschen. Sie wollte keinesfalls unprofessionell wirken. Eine Location wurde gefunden, ihr Freundeskreis mimte ihr Team. Mit Erfolg. Heute ist Spanx das heißeste Geheimnis von Hollywood. Wenn sich Stars wie Sarah Jessica Parker, Gwyneth Paltrow, Sandra Bullock oder Eva Longoria auf dem roten Teppich zeigen.

„Geld verstärkt, wer du bist“

Gefragt, wie der plötzliche Erfolg ihr Leben verändert habe, sagt sie gegenüber US-Medien: „Geld ist großartig. Ich habe da nie Probleme gehabt. Es zu verdienen, es zu verbrauchen oder zu verschenken, ist wunderbar. Geld verstärkt, wer du eh schon bist. Wenn du ein Arschloch bist, macht es dich zu einem noch größeren Arschloch. Wenn du freundlich bist, macht es dich freundlicher.“ Sara Blakely ist die erste Milliardärin, die The Giving Pledge unterzeichnete und sich damit verpflichtet, den größten Teil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden.

Übrigens hat Sara Blakely inzwischen schon wieder eine neue Idee: Sie will bequeme High Heels erfinden.

Quelle

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Die Stadtwerke Klagenfurt versorgen die Region unter anderem mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und verantworten den öffentlichen Personennahverkehr. © Stadtwerke Klagenfurt

Ob E-Mails, vertrauliche Kunden-Dokumente oder interne Richtlinien: Viele österreichische Unternehmen haben verstanden, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz unausweichlich wird, stehen allerdings vor der Herausforderung, KI sicher in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Bei den Stadtwerken Klagenfurt entschied man sich bewusst gegen Standard-Lizenzen externer US-Hyperscaler und entwickelte stattdessen eine maßgeschneiderte Inhouse-Lösung: den „Stadtwerke GPT“, auch liebevoll „Susi-Sorglos“ genannt.

Die Vision: Ein DSGVO-konformer „Büro-Buddy“

Das Hauptziel war von Beginn an klar definiert: eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen Bedenken bezüglich des Datenschutzes komplett ausräumen können. „Wir wollten unseren Mitarbeitern einen souveränen, DSGVO-konformen Chatbot anbieten, den sie komplett bedenkenlos nutzen können, wo sie personenbezogene Daten von Kunden reinkopieren und vertrauliche Dokumente hochladen können“, erklärt Peter Weratschnig, IT-Bereichsleiter der Stadtwerke Klagenfurt.

Neben der Chatbot-Funktion dient die KI als intelligenter „Büro-Buddy“. Über ein Retrieval-Augmented-Generation-System (RAG) wurden ca. 2.000 Seiten an internen Dokumenten, von Konzernrichtlinien bis hin zu IT-Anleitungen, eingebunden, um Fragen zu regulatorischen Vorgaben oder Systembedienungen direkt zu beantworten.

Der Gamechanger: Die Austria Wirtschaftsservice (aws)-Förderung

Das Projekt hat man nicht alleine umgesetzt, sondern entstand durch den Kontakt mit dem Wiener KI-Startup BReact, das 2022 von Raphael Fakhir und Nemanja Klincov gegründet wurde. Der entscheidende Impuls für die Realisierung lag in der Förderlandschaft. Denn das finanzielle Gesamtinvestment bewegte sich im fast sechsstelligen Bereich, erklärte Weratschnig im Interview.

Hier kam die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) als entscheidender Beschleuniger ins Spiel. „Ohne diese Förderung hätten wir es nicht gemacht“, betont Weratschnig rückblickend. Die Förderung reduzierte das finanzielle Risiko für die Stadtwerke entscheidend und machte den Weg frei für die gemeinsame Entwicklung mit dem Startup.

Das Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox richtet sich an öffentliche Beschaffer und hat den Zweck, die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges als innovativem Instrument der Markterkundung, juristische und/oder technische Expertise für die Erstellung von Unterlagen für eine geplante Ausschreibung (Modul Prepare), sowie die Durchführung von innovativen Beschaffungen (Modul Transfer) zu ermöglichen. Damit sollen Anreize für eine verstärkte Innovationsnachfrage durch den öffentlichen Sektor gesetzt werden, insbesondere für Vorhaben mit positiven Beiträgen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Europäische KI-Architektur On-Premise

Auch technisch setzten die Partner auf digitale Souveränität: Als Sprachmodell dient ein Modell des französischen KI-Unternehmens Mistral, das Mitte des Jahres auch das Linzer Startup EmmiAI kaufte. Die Datenhaltung erfolgt laut Weratschnig ausschließlich On-Premise in eigenen IT-Systemen. Lediglich die reine GPU-Rechenleistung wird bei einem italienischen Anbieter angemietet. „Sobald das Modell nachdenkt, tut es das in dieser Infrastruktur ohne persistente Datenspeicherung. Danach sind keine Datenspuren außerhalb unseres IT-Systems zu finden“, erklärt der IT-Bereichsleiter. Das Resultat ist der angestrebte „Susi Sorglos“-Bot für den internen Arbeitsalltag.

Große Begehrlichkeiten & wertvolle Erkenntnisse

Nach der schrittweisen Bereitstellung als internes Web-Service stieß das Tool auf enormes Interesse in den Fachbereichen. Neben Fachfragen zu Richtlinien entstehen bereits Ideen für eigene Teil-Wissensdatenbanken oder interaktive Schulungsassistenten.

Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für künftige KI-Initiativen. „Der Benefit aus unseren Lessons Learned ist fast ebenso hoch einzustufen wie das Tool an sich“, fasst Weratschnig zusammen. Seine zentralen Ratschläge an andere Unternehmen: Von Beginn an die eigene IT-Architektur und Lieferkette der Dienstleister genau prüfen sowie die Qualität der zugrundeliegenden Analog-Dokumente gründlich analysieren.


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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