29.04.2026
KRYPTO-PLATTFORM

Nach FMA-Sanktion: KuCoin baut Compliance-Strukturen am Standort Wien aus

Seit Anfang 2025 betreibt KuCoin seinen EU-Hauptsitz in Wien und holte sich dort im Herbst eine MiCAR-Lizenz. Nach Personal-Abgängen erteilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) im Februar 2026 jedoch ein Neugeschäftsverbot. Mehrere Neubesetzungen dürften das Problem nun lösen.
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Symbolbild: Krypto-Compliance
Bild: KI-generiert

Wien positionierte sich in den vergangenen Jahren bekanntlich als attraktiver Standort für die EU-Geschäfte internationaler Kryptobörsen. Als Grund dafür wird in der Szene immer wieder genannt, dass die für Krypto-Regulatorik zuständige heimische Finanzmarktaufsicht (FMA) wegen ihrer Strenge und Korrektheit europaweite Anerkennung genießt, zugleich aber in den Prozessen kooperativ ist.

Neugeschäftsverbot durch FMA nach Personalabgängen

Die ursprünglich in China gegründete Plattform KuCoin, die ihren Hauptsitz seit einiger Zeit auf den Seychellen hat, hat mittlerweile beide genannten Seiten der FMA kennengelernt. Im Februar 2025 eröffnete die Plattform ihren EU-Sitz in Wien (brutkasten berichtete). Bereits im November erhielt man durch die FMA die begehrte MiCAR-Lizenz, die Krypto-Geschäfte in der gesamten EU ermöglicht. Im Februar 2026 erteilte eben jene FMA dann aber ein Neugeschäftsverbot gegen KuCoin.

Der Grund: Die Wiener GmbH verfüge „nicht mehr über geeignete Schlüsselfunktionen im Bereich der Prävention von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie der Einhaltung von Finanzsanktionen (Geldwäschebeauftragter samt Stellvertretung, Sanktionenbeauftragter samt Stellvertretung)“. Die nachhaltige Besetzung der genannten Schlüsselfunktionen sei aber eine zentrale Voraussetzung für den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb. „Die FMA ordnet daher bescheidmäßig die unverzügliche Herstellung des rechtmäßigen Zustandes an“, hieß es damals. Das steht freilich im Zusammenhang mit mehreren Personalabgängen – auch im Managementbereich, wie brutkasten berichtete.

Drei Neuzugänge im Anti-Geldwäsche- und Compliance-Bereich

Doch nun verkündete KuCoin mehrere Neuzugänge, die das Problem lösen dürften. So übernimmt die Anti-Geldwäsche-Expertin Carmen Kleinhans die Position des „Anti-Money Laundering Officer“ (AMLO) und zeichnet sich künftig für die Bereiche Geldwäscheprävention (AML), Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung (CFT) sowie das unternehmensweite Risikomanagement verantwortlich. Kleinhans war zuvor in leitenden Compliance-Funktionen im internationalen Bankensektor tätig, unter anderem bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, bei der Banco do Brasil und bei der Österreich-Tochter der Industrial and Commercial Bank of China.

Zusätzlich verstärkt KuCoin EU das Team mit zwei Stellvertretern (DAMLOs) aus dem Expertennetzwerk „Compliance Networks“. Stephan Klinger und Bernd Träxler bringen beide berufliche Erfahrung aus Tätigkeiten bei der FMA sowie als Compliance-Chefs bei Banken mit.

KuCoin bezeichnet den Ausbau der Compliance-Führungsebene in einer Aussendung als „notwendigen Schritt zur Sicherstellung eines vollständig gesetzeskonformen Betriebs in Europa“. Sabina Liu, Managing Director von KuCoin EU, ordnet die Ernennungen in die Expansionspläne des Unternehmens ein: „Während wir unsere Präsenz unter dem MiCAR-Framework weiter ausbauen, bleibt es unser Fokus, starke regulatorische Standards mit großer, lokal relevanter Erfahrung für unsere europäischen Nutzer:innen zu verbinden.“

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Carina Roth ist ab sofort Partnerin bei Fund F. (c) brutkasten

Vor rund zwei Jahren ist Carina Roth als Investment Managerin bei Fund F eingestiegen (brutkasten berichtete). Nun folgt der nächste Schritt. Die ehemalige „Forbes 30 Under 30“-Unternehmerin ist ab sofort Partnerin beim Fonds. Bekannt als Co-Founderin des Startups WisR, bringt Roth auch Erfahrungen als Gründerin mit.

„Als Gründerin habe ich selbst erlebt, welchen Unterschied die richtigen Investor:innen in den ersten Jahren machen können. Dieser Perspektivwechsel – von der Gründerin zur Investorin – hat meinen Glauben daran nur noch verstärkt, wie wichtig es ist, ambitionierte Gründerinnen früh zu unterstützen. Ich freue mich sehr darauf, Fund F als Partnerin in der nächsten Wachstumsphase mitzugestalten und gemeinsam mit unserem Team die nächste Generation europäischer Technologieunternehmen aufzubauen“, sagt Carina Roth, Partnerin bei Fund F.

Erweiterung des Partner:innenkreises

Roth wird niemanden ersetzen, sondern Fund F erweitert laut eigenen Angaben den Partner:innenkreis. Das sechsköpfige Team verwaltet einen Fonds mit einem 28-Mio.-Euro-Volumen. Seit ihrem Einstieg bei Fund F verantwortet Carina Roth mehrere Investments, darunter The Blue Box, Uplift360, Heim Health und AI-BOB, und begleitet Gründer:innen bis über das Investment hinaus.

„Carina hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie außergewöhnliche Gründer:innen erkennt, starke Investmententscheidungen trifft und Unternehmen mit großer Überzeugung begleitet. Gleichzeitig bringt sie durch ihre eigene Gründungserfahrung ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen von Unternehmer:innen mit. Ihre Ernennung zur Partnerin ist deshalb ein logischer und wichtiger Schritt – sowohl für Carina als auch für die Weiterentwicklung von Fund F“, sagen Lisa-Marie Fassl und Nina Wöss, General Partners bei Fund F.

Gründerin von WisR

Roth ist in der Szene vor allem durch die Gründung ihres Startups WisR 2017 bekannt geworden. Die Jobplattform für Senior-Talente wurde vier Jahre später liquidiert. Über den Zusammenbruch von WisR sprach die Co-Founderin im brutkasten-Interview.

Nach ihrer Zeit als Startup-Founderin sammelte Roth Investment-Erfahrung bei Calm/Storm Ventures, wo sie in Frühphasenunternehmen in Europa und den USA investierte, bevor sie zu Fund F wechselte.

Female-led-Ansatz

Mit einem Volumen von 28 Millionen Euro investiert Fund F gezielt in europäische Pre-Seed- und Seed-Unternehmen, die mindestens eine Gründerin im Team aufweisen. Dabei unterstützt der Fonds derzeit 26 Startups finanziell und begleitet sie auch operativ und mit einem weitreichenden Netzwerk auf ihrem Wachstumskurs. Mit der Erweiterung des Partner:innenkreises unterstreicht Fund F nach eigenen Angaben seinen Anspruch, langfristig einen der führenden europäischen Frühphasenfonds für technologiegetriebene Startups mit diversen Gründungsteams aufzubauen.

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