22.08.2019

N26 startet offiziell in den USA – Betaphase beendet

Die mobile Bank N26 startet heute, Donnerstag, ihren Service für potentielle Nutzer aller 50 US-Bundesstaaten. Die App kann ab sofort im Apple App Store und Google Play Store von US-amerikanischen Nutzern heruntergeladen werden.
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N26
(c) N26

Zwei Monate nach dem Start der Beta-Version mit rund 100.000 vorangemeldeten Usern, startet die mobile Bank N26, heute Donnerstag, ihren Regelbetrieb in den USA. Die mobile Banking-App steht somit potentiellen Nutzern aus allen 50 US-Bundesstaaten zur Verfügung und kann ab sofort im Apple App Store und Google Play Store heruntergeladen werden.

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N26 bringt neue Funktionen

In einer Aussendung von N26 heißt es, dass mit dem Markteintritt in den USA weitere Funktionen und Produkte entwickelt werden, die speziell auf die „Wünsche und Bedürfnisse der Kunden in den USA“ zugeschnitten und vorerst nur in den USA verfügbar sind.

Zu diesen Funktionen zählt beispielsweise das Bonusprogramm „Perks“, das ab heute mit dem offiziellen Rollout am US-Markt genutzt werden kann. Mit dem Programm sollen Kunden bis zu 10 Prozent Rabatt auf digitale Abonnements erhalten, sofern diese mit einer N26 Karte bezahlt werden.

Aktuell sind laut N26 Abonnements von Aaptiv, Blinkist, Luminary und Tidal inkludiert. Weitere Partner sollen folgen. Das Cash-Back-Programm wird sowohl für Standard- als auch Premiumkunden verfügbar sein.

In Europa arbeitet N26 laut eigenen Angaben aktuell an einer Erweiterung des bestehenden Partnerschaft-Programms und wird „Perks“ später auch hier zur Verfügung stellen. Ein genauer Erscheinungstermin wurde allerdings noch nicht genannt.

Vorab auf Gehalt zugreifen

Des weiteren können Kunden in den USA mit einer neuen Funktion bereits zwei Tage vor Erhalt ihres Gehalts auf das Geld zugreifen, solange das N26-Konto als Gehaltskonto hinterlegt ist. Jedes Konto in den USA enthält auch die Funktion „Spaces“. Dabei handelt es sich um Unterkonten mit denen Nutzer ihr Geld verwalten und Sparziele definieren können.

brutkasten Nachlese zu N26:


=> zur Page der mobilen Bank

Videoarchiv: N26 launcht in den USA – CEO Valentin Stalf im Interview

N26 launcht in den USA | CEO Valentin Stalf im Interview

Seit gestern wird die Beta-Version der N26-US-App bei rund 100.000 vorangemeldeten Usern ausgerollt. Im Spätsommer soll der vollständige US-Launch folgen. Wir sprachen dazu exklusiv mit CEO Valentin Stalf im Berliner Headquarter der Challenger-Bank.

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 12. Juli 2019

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Mistral.
© LinkedIn/Canva - Arthur Mensch, Co-Founder und CEO Mistral AI.

Drei Milliarden Euro. Das ist die Summe, die der französische Anthropic- und OpenAI-Herausforderer Mistral in seiner heute verkündeten Series-D-Finanzierungsrunde aufnahm. Es ist die größte VC-Runde für ein Tech-Unternehmen in der europäischen Geschichte – und das für ein gerade einmal drei Jahre altes Unternehmen.

Den Lead in der Runde übernahm mit Samsung – wenig überraschend – ein außereuropäischer Player. Dazu kommen große US-Investoren wie PSG Equity als Co-Lead, a16z und Nvidia, aber auch eine ganze Reihe europäischer Kapitalgeber, darunter der Scaleup Europe Fund der schwedischen EQT als weiterer Co-Lead.

Keine normalen Umstände

Drei Milliarden Euro. Eine Bewertung von 21 Milliarden Euro. Das sollte unter normalen Umständen ein Garant für den großen Durchbruch sein. Zum Vergleich: Meta (damals Facebook) genügten vor seinem Börsengang insgesamt 2,27 Milliarden US-Dollar VC-Kapital, um sich im Social-Media-Wettlauf klar an die Spitze zu setzen und zum Tech-Giganten zu werden.

Doch die Umstände sind nicht normal. Der KI-Wettlauf hat die Volumina an VC-Kapital vor allem in den USA auf ein nie dagewesenes Level gehievt. Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, hat allein in seiner Series-H-Runde im Mai dieses Jahres 65 Milliarden US-Dollar aufgenommen und steht bei einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar. OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, hat diesen März in seiner Finanzierungsrunde sogar 122 Milliarden US-Dollar eingesammelt und steht bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar.

Beim insgesamt aufgenommenen Kapital steht Mistral (ca. 6 Mrd. Euro inklusive Kredite) in einem Verhältnis von etwa 1:19 zu Anthropic (mindestens 130 Mrd. US-Dollar) und 1:26 zu OpenAI (mindestens 180 Mrd. US-Dollar). Das wird im beinharten internationalen Tech-Wettlauf vermutlich nicht ausreichen.

Digitale Souveränität als Verkaufsargument

Und das weiß man auch beim französischen Scaleup. Der größte Trumpf, den es in der Hand hat, ist, dass es aus Europa kommt. Punkten kann das Unternehmen vor allem bei den Themen Digitale Souveränität und Datensicherheit. Und das wiederum sind Fragen, die im B2B- und vor allem im öffentlichen Bereich deutlich schwerer wiegen als im B2C-Bereich, den aktuell Anthropic, OpenAI und Google dominieren.

„Während der ersten Welle der generativen KI lautete die zentrale Frage: Wer kann das leistungsstärkste Modell entwickeln? Unternehmen und Regierungen stellen sich nun eine andere Frage: „Wie können sie die Leistungsfähigkeit der KI für ihre geschäftskritischen Anforderungen nutzen, ohne die Kontrolle über die Infrastruktur und den Informationskreislauf abzugeben?“, heißt es von Mistral in der Presseaussendung zur aktuellen Kapitalrunde.

Die Frage will man freilich mit dem eigenen Produkt beantworten. „Die Nachfrage nach dieser Kombination aus Leistung, Kontrolle, Auswahlmöglichkeiten und Unabhängigkeit nimmt weltweit zu“, ist man sich sicher. Und Mistral sei das weltweit einzige KI-Unternehmen, das den gesamten Stack entwickle, der dafür erforderlich ist: „Open-Weight-Modelle, die Infrastruktur und die Rechenkapazität, auf der sie laufen, und die Produkte, mit denen sie in den Unternehmen wirksam werden“.

Ausstehender Beweis

Dass diese Argumente angesichts des europäischen Diskurses durchaus valide sind, liegt auf der Hand. Ob die Rechnung am Ende auch betriebswirtschaftlich aufgeht, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Mistral bekommt durch die Mega-Runde genug Luft, um sich innerhalb Europas weiterhin im öffentlichen und im Unternehmenssegment zu etablieren. Doch dass das ausreicht, um das eingesetzte Kapital (mehrfach) zurückzuspielen, muss erst bewiesen werden.

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