29.08.2025
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N26 bestätigt bisherigen Aufsichtsratschef als neuen Co-CEO

Die von den beiden Wienern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründete Berliner Neobank N26 hat einen neuen Co-CEO: Der bisherige Aufsichtsratschef Marcus W. Mosen folgt auf Mitgründer Stalf, dessen Abgang in der Vorwoche bekannt geworden ist. Für Mosens Nachfolge an der Spitze des Aufsichtsrats ist ein prominenter ehemaliger Notenbanker vorgesehen.
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Marcus W. Mosen wird der neue Co-CEO der Berliner Neobank © N26.

Medial ist es bereits vermutet worden – nun ist es offiziell: Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende von N26, Marcus W. Mosen, wird Co-CEO der Berliner Neobank. Erst in der Vorwoche hatte das Fintech-Unternehmen den Rückzug von Mitgründer Valentin Stalf von der Unternehmensspitze kommuniziert (brutkasten berichtete). Stalf soll nach einer „Übergangsphase“ in den Aufsichtsrat wechseln. Dass Mosen ihm nachfolgen würde, hatte Stalf auf brutkasten-Rückfrage in der Vorwoche explizit nicht bestätigen wollen.

Nun teilte N26 per Pressemitteilung mit, dass der Aufsichtsrat Mosen mit 1. September als Co-CEO der N26 SE bestellt hat. Er führt das Unternehmen nun gemeinsam mit Maximilian Tayenthal, der die Neobank gemeinsam mit Valentin Stalf gegründet hat. Neben Tayenthal und Mosen ist noch Arnd Schwierholz Teil des Vorstands. Ab Dezember 2025 kommt noch Jochen Klöpper dazu, der die Rolle des Chief Risk Officers übernehmen wird, wie bereits im Juni bekannt geworden war.

Ehemaliger Bundesbanker soll neuer Aufsichtsratschef werden

Langfristig soll der Vorstand noch um zusätzliche Mitglieder erweitert werden. Auch der Aufsichtsrat soll anwachsen, wie N26 in der Vorwoche anlässlich des angekündigten Wechsels von Mitgründer Stalf in das Kontrollorgan, mitgeteilt hatte. Dazu hatte die Neobank am Freitagnachmittag nun ebenfalls ein Update: Der frühere Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret soll in den Aufsichtsrat einziehen und als Nachfolger Mosens den Vorsitz übernehmen.

Der Berufung muss noch die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin zustimmen. Dann soll Dombret auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang Oktober in das Gremium gewählt werden. Bis dahin wird das bestehende Aufsichtsratsmitglied Peter Kleinschmidt den Vorsitz übernehmen.

Neuer Co-CEO: „Langjährige Verbundenheit zu N26“

„Ich übernehme aus langjähriger Verbundenheit zu N26 sowie zu allen Mitarbeitenden, Investoren und Kunden gemeinsam mit Max die operative Führung“, wird der neue Co-CEO Mosen in einer Aussendung zitiert. N26 sei auf dem Weg, „die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen“. Mosen habe „großen Respekt vor der unternehmerischen Leistung der Gründer“.

Sein nunmehriger Partner an der Unternehmensspitze, Maximilian Tayenthal, verwies anlässlich der Ernennung auf ein „erfolgreiches Jahr“ der Neobank und darauf, dass die Neobank „mit mehreren neuen Produkten in der Pipeline“ ihre Geschäftsdynamik beschleunigen wolle. Für diese nächste Phase freue er sich „auf die weitere enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Marcus in seiner neuen Rolle“.

Andreas Dombret wiederum attestierte in der Aussendung N26, „seit seiner Gründung in den vergangenen Jahren mit einem starken Team und viel Engagement neue Maßstäbe im europäischen Bankensektor gesetzt“ zu haben. Sein Ziel sei es, „dazu beizutragen, N26 nicht nur als Vorreiter in der Digitalisierung weiterzuentwickeln, sondern auch den vertrauensvollen Dialog mit der Aufsicht weiter zu professionalisieren.“

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(c) BKA / Valentin Brauneis

Rund 60 kostenlose Bildungsangebote, mehr als 145 Kurse und über 1.200 Stunden digitale Lerninhalte: Das ist der Umfang des ersten Maßnahmenpakets der DKO-Wirtschaftsplattform, das Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll am Dienstag im Bundeskanzleramt präsentiert hat. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft unterzeichnete er den DKO-Pakt für digitale Kompetenzen.

Die Angebote sind für die gesamte österreichische Bevölkerung kostenlos und laut Staatssekretariat zu mehr als 70 Prozent orts- und zeitunabhängig online absolvierbar. Inhaltlich stehen Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Programmieren, digitale Grundkompetenzen und Datenkompetenz im Mittelpunkt, ergänzt um Themen wie digitale Barrierefreiheit, Finanzbildung und Nachhaltigkeit. Gebündelt werden die Angebote zentral auf der Plattform digitalaustria.gv.at. 15 Partner haben bereits konkrete Angebote in das erste Paket eingebracht.

„Digitale Kompetenz entscheidet über gesellschaftliche Teilhabe, berufliche Chancen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, so Pröll. Durch den Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft übernehme man „gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Standorts“.

Konzerne als Content-Lieferanten

Auffällig ist die Zusammensetzung der 30 Partner: Neben Ministerien, Sozialpartnern und heimischen Playern wie A1, ÖBB oder Dynatrace prägen vor allem US-Techkonzerne das Angebot, darunter Google, Microsoft, Amazon, Apple, IBM, Oracle, Cisco und Samsung. Viele der eingebrachten Programme wie IBM SkillsBuild oder die Google Zukunftswerkstatt bestanden bereits und werden nun unter dem staatlichen Dach zusammengeführt. Als konkret neues Commitment kündigte Google 2.000 zusätzliche Stipendien für Google Career Certificates über die Plattform The Female Factor an.

Der Pakt selbst verfolgt drei Ziele: die digitalen Basiskompetenzen der Bevölkerung zu heben, mehr Menschen für IT-Berufe zu gewinnen und digitale Kompetenzen anhand gemeinsamer Standards vergleichbar zu machen. Als Orientierung dienen der Nationale Referenzrahmen Digitale Kompetenzen, der europäische Rahmen DigComp und das österreichische KI-Basiscurriculum.

Das Bildungsangebot ist der erste von drei Umsetzungsschritten. Im September soll ein zentraler Infopoint zu IT-Berufswegen folgen, der Informationen zu Ausbildungen mit Praxisangeboten wie Praktika und Schulbesuchen bündelt. Für November sind österreichweite Aktionstage zu KI-Kompetenzen mit Workshops und Open Company Days geplant, bei denen die Bevölkerung Künstliche Intelligenz unmittelbar ausprobieren kann.

„Die DKO-Wirtschaftsplattform ist damit nicht nur ein Bekenntnis, sondern eine gemeinsame Arbeits- und Umsetzungsplattform“, so Pröll abschließend.

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