15.12.2025
CEO-WECHSEL

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

N26 hat heute bekanntgegeben, dass der Aufsichtsrat des Unternehmens Mike Dargan zum neuen Chief Executive Officer der N26 Bank SE sowie der N26 SE ernannt hat. Er folgt damit dem bisherigen CEOs Maximilian Tayenthal und Marcus W. Mosen.
/artikel/n26-maximilian-tayenthal-nicht-mehr-ceo-der-deutschen-neobank
Maximilian Tayenthal, Co-Founder von N26
Maximilian Tayenthal, Co-Founder von N26. (c) N26

Nach dem heutigen Maßnahmenpaket der deutschen Finanzbehörde BaFin – brutkasten berichtete – folgt nun der nächste Paukenschlag bei der deutschen Neobank, die von zwei Österreichern gegründet wurde. Zur Erinnerung: Mitgründer Valentin Stalf hatte das Unternehmen im August des heurigen Jahres verlassen. Nun folgt ihm Co-Founder Maximilian Tayenthal und tritt als CEO zurück.

N26-Founder mit Statement auf LinkedIn

„Als Valentin Stalf und ich 2013 die N26 Group gegründet haben, war es unser Ziel, das Banking nachhaltig zu verbessern. In den vergangenen zehn Jahren ist uns genau das gelungen: Gemeinsam mit einem außergewöhnlichen Team haben wir eine der führenden digitalen Banken Europas aufgebaut“, schreibt Tayenthal auf LinkedIn. „Wir haben ein Produkt geschaffen, das von Millionen Kund:innen geliebt wird, das Unternehmen europaweit skaliert und N26 zur nachhaltigen Profitabilität geführt – und dabei die Erwartungen daran, wie modernes Banking aussehen kann, neu definiert.

Und weiter: „Mit Blick auf das kommende Jahrzehnt freue ich mich sehr und bin zugleich überzeugt, bekannt geben zu können, dass Mike Dargan ab April 2026 als neuer Chief Executive Officer der N26 Bank SE und der N26 SE zu N26 stoßen wird.“

Mike Dargan folgt als CEO

Mike Dargan, derzeit Vorstandsmitglied der UBS Group AG, wird als neuer Chief Executive Officer seine neue Rolle Anfang April 2026 antreten. Seine Ernennung steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die BaFin.

Er folgt damit auf Tayenthal sowie auf Marcus W. Mosen, der erst seit heurigem September ebenso Co-CEO und zuvor seit 2022 N26-Aufsichtsratschef war.

25 Jahre Erfahrung

Dargan gilt als erfahrener internationaler Bankmanager mit mehr als 25 Jahren Führungserfahrung in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Technologie und Transformation. Als „Group Chief Operations“ und „Technology Officer“ bei UBS leitete er globale Digitalisierungsinitiativen, die auf Kundenzufriedenheit abzielten.

Bevor er 2016 zu UBS stieß, war Dargan als Chief Information Officer für die Geschäftsbereiche Corporate und Institutional Banking bei der Standard Chartered Bank in Singapur sowie als Managing Director und Head of Corporate Strategy bei Merrill Lynch in Asien und Europa tätig. Seine Karriere begann er bei Oliver Wyman, wo er als Head of Corporate and Institutional Banking for Asia Pacific fungierte.

„Ich freue mich sehr, dieses neue Kapitel in meiner beruflichen Laufbahn zu beginnen. Finanzdienstleistungen sind das Herzstück jeder Gesellschaft und ich setze mich mit Leidenschaft dafür ein, Vertrauen zu gewährleisten und exzellente Kundenergebnisse für eine vollständig digitale Bank zu gewährleisten“, sagt Dargan zu seiner neuen Rolle. „Für mich beginnt damit etwas Neues – eine spannende Chance, eine innovative Bank und ein frisches Geschäftsmodell. N26 ist Vorreiter im Bereich Digital Banking, mit einer soliden Grundlage und einer zukunftsorientierten Strategie, und ich freue mich darauf, mit dem Team zusammenzuarbeiten, um die nächste Phase seiner Entwicklung mitzugestalten.“

„Neue Phase für N26“

Andreas Dombret, Aufsichtsratsvorsitzender, kommentiert die Vorgänge bei N26 wie folgt: „In meinen ersten Monaten bei N26 habe ich bereits großen Respekt vor dem Engagement des N26-Teams entwickelt. Dazu gehören insbesondere die Vision und Ambition der beiden Gründer. Ich möchte Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf für das solide Fundament danken, das sie geschaffen haben, und Marcus Mosen für seine Unterstützung und sein Engagement als interimistischer Co-CEO. Wir alle sind nun hocherfreut, Mike Dargan als neuen CEO von N26 begrüßen zu dürfen, um auf diesem Fundament aufzubauen. Mike bringt umfassendes Branchenwissen, starke Führungskompetenzen und eine klare Vision für die zukünftige Entwicklung von N26 in diese neue Phase des Unternehmens ein.“

Deine ungelesenen Artikel:
03.11.2026

Polytender: Die weltweit größte Ausschreibungsplattform soll aus Wien kommen

Die Run-Labs-Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer, bekannt u. a. für den KI-Kindergeschichten-Generator Oscar Stories, bringen ein neues Produkt auf den Markt. Polytender soll Unternehmen die Suche nach staatlichen Ausschreibungen vereinfachen. Gelauncht wurde die Plattform im August.
/artikel/polytender-die-weltweit-groesste-ausschreibungsplattform-soll-aus-wien-kommen
03.11.2026

Polytender: Die weltweit größte Ausschreibungsplattform soll aus Wien kommen

Die Run-Labs-Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer, bekannt u. a. für den KI-Kindergeschichten-Generator Oscar Stories, bringen ein neues Produkt auf den Markt. Polytender soll Unternehmen die Suche nach staatlichen Ausschreibungen vereinfachen. Gelauncht wurde die Plattform im August.
/artikel/polytender-die-weltweit-groesste-ausschreibungsplattform-soll-aus-wien-kommen
Die beiden Polytender-Gründer Matthias Neumayer und Dima Rubanov | (c) Vlad Dobre

„Dream Big“ passt wohl auch zu Polytender. Die beiden Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer haben sich zum Ziel gesetzt, sie zur größten Ausschreibungsplattform der Welt zu machen. Die beiden Wiener sehen großes ungenutztes Potential in öffentlichen Ausschreibungen. „Behörden vergeben in der EU jedes Jahr Aufträge im Wert von zwei Billionen Euro“, sagt Co-Founder Dima Rubanov im brutkasten-Gespräch.

Diese seien auf Hunderte Portale verteilt. Viele Unternehmen wüssten schlicht nicht, welche Aufträge sie gewinnen können, wodurch viele Ausschreibungen oftmals nur ein einziges Angebot hätten. Dabei sei die staatliche Beschaffung eine große Möglichkeit für Unternehmen. „SpaceX würde ohne die öffentliche Hand nicht existieren. Man vergisst oft, wie wichtig dieses Thema eigentlich ist“, sagt Rubanov. Ihre neue Plattform Polytender soll das nun ändern und die Suche nach öffentlichen Ausschreibungen erleichtern – in der gesamten EU.

Startup-Studio „Run Labs“

Die Gründer sind in der Szene keine Unbekannten. Rubanov und Matthias Neumayer entwickelten in den letzten Jahren Produkte wie Oscar Stories, die kindgerechte KI Lora oder den Dokumente-Erklär-Chatbot FragDasPDF. Alles läuft unter dem Startup-Studio Run Labs zusammen.

SpaceX würde ohne die öffentliche Hand nicht existieren.

Dima Rubanov, Co-CEO von Run Labs

400 Unternehmen in zwei Monaten

Ihre neueste Plattform, Polytender, wurde im August gelauncht und soll seitdem über 400 registrierte Unternehmen auf der Plattform gewonnen haben. Einige davon sind laut den Geschäftsführern noch Pilotkunden, es gebe aber auch bereits um die dreißig reguläre Abnehmer wie Helferline oder AV-Professional.

„Polytender beschleunigt unseren Prozess in der Suche, Bewertung und Abwicklung von Ausschreibungen wesentlich. Die dadurch freigesetzten Ressourcen können optimal eingesetzt werden“, sagt David Knapp, CEO der AV-Professional GmbH.

Eine „signifikante Zeitersparnis“

Die erhöhte Geschwindigkeit sei einer der großen Benefits, die Polytender für Firmen aufweise. „Gerade bei der Suche bieten wir für Unternehmen eine signifikante Zeitersparnis. Das funktioniert schon über alle EU-Länder und ein paar weitere Länder hinweg“, erklärt Rubanov. Neben den 27 EU-Staaten operiert Polytender auch in den USA, der Schweiz, Norwegen und Großbritannien und bündle so über 300 Vergabeportale. Die Plattform vereinfacht es den Unternehmen, Ausschreibungen überhaupt zu finden und daran teilzunehmen. Alles mit KI-Unterstützung.

KI-nativ als Alleinstellungsmerkmal

Ein Matching-Algorithmus gleicht neue Ausschreibungen sprachübergreifend mit Suchprofilen ab. Noch im November soll es auch eine KI-Zusammenfassung und eine Bid-Einschätzung geben. „Wir werden dann KI-Agenten haben, die riesige Datenmengen durchforsten, zusammenfassen und für den User personalisiert aufbereiten. Dadurch muss man nicht 100 Seiten lesen, um zu wissen, ob man sich bewerben soll oder nicht“, erklärt Neumayer.

Das Besondere: Polytender funktioniert KI-nativ. Jede Ausschreibung lässt sich direkt aus KI-Assistenten wie Mistral, Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot durchsuchen. Unternehmen können dadurch eigene Ausschreibungs-Agenten bauen und so passende Aufträge finden und bewerten.

„Wir sind der Meinung, dass in einer AI-Agent-Zukunft weniger Interfaces notwendig sein werden. Deshalb haben wir alle App-Funktionen auch für Agents zugänglich gemacht“, erklärt Neumayer und ergänzt: „Wir haben auch Kunden, die ihre eigenen internen Agents haben, die wiederum mit ihren eigenen Daten angereichert sind. Diese Daten können sie dann mit unseren Daten aus öffentlichen Ausschreibungen, aus Dokumenten etc. verbinden und in ihre eigenen Abläufe einbauen.“

Die europäische Lösung, Datenschutz etc.

Wichtig sei den beiden Wienern, die sich bereits seit ihrer Schulzeit kennen, eine europäische Lösung anzubieten. „Wer unsere LinkedIn-Aktivitäten kennt, weiß, dass wir sehr pro-europäisch denken und uns auch europäische Souveränität wichtig ist. Wir sind auch der Meinung, dass diesbezüglich gerade die öffentliche Beschaffung ein großer Hebel wäre, der underused ist“, sagt Neumayer.

Auch bezüglich Datenschutz haben Rubanov und Neumayer klare Vorstellungen. „Wir hosten alles auf Hetzner, einem Server in Deutschland. Unsere KI-Modelle laufen auf europäischer Infrastruktur. Wir passen sehr auf, dass kein Abfluss von Daten entstehen kann. Wir sind auch DSGVO-konform“, sagt Rubanov.

Die All-in-Tender-Lösung

Rubanov und Neumayer denken die Plattform bereits weiter. Sie wollen nämlich nicht nur die Abläufe auf der Bieterseite vereinfachen, sondern auch auf der Vergabeseite. „Unsere große Vision ist es, eine All-in-one-Tender-Plattform zu haben. Sie soll auf der Bieterseite die Suche nach Aufträgen und Unterlagenerstellung und auf der Auftraggeberseite die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen abdecken“, sagt Neumayer. Sie können sich auch vorstellen, Ausschreibungen von Unternehmen auf Polytender zu veröffentlichen, wobei der Fokus auf staatlichen Ausschreibungen liege. Diese „Vision“ wolle man noch im ersten Quartal 2027 umsetzen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

N26: Maximilian Tayenthal nicht mehr CEO der deutschen Neobank