13.08.2025
MEDIENBERICHTE

N26-Investoren sollen Ablösung der Gründer fordern

Laut Medienberichten wollen mehrere Investoren der Berliner Neobank N26 die beiden österreichischen Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal nicht mehr an der Unternehmensspitze haben.
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N26
N26-Cofounder Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf | (c) N26

Wie zunächst das deutsche manager magazin und dann die WirtschaftsWoche sowie das Handelsblatt jeweils unter Berufung auf Insider berichteten, sind die beiden Wiener N26-Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal aktuell an der Führungsspitze in Bedrängnis. Die drei aus den USA stammenden Investoren Thirdpoint, Dragoneer und Coatue fordern demnach deren Ablösung.

Medienberichte divergieren

Darin, wie sicher ein möglicher Führungswechsel bei N26 ist, divergieren die Medienberichte. Im Beitrag der WirtschaftsWoche wird etwa betont, dass die drei genannten nicht die größten Investoren des FinTech-Unicorns seien und man unter den anderen Eignern noch ausreichend Verbündete brauche. Es gebe unter den anderen Investoren aber auch weiterhin „Sympathien für Stalf, Tayenthal und deren Aufbauarbeit“. Es sei daher auch die Rede davon, „dass den Gründern im Vorstand einfach nur mehr erfahrene Banker zur Seite gestellt werden müssten.“

Im Handelsblatt wird hingegen mit Bezug auf anonyme Quellen bereits ein konkretes Szenario für die Ablösung skizziert, das derzeit „diskutiert“ werde. Stalf könnte demnach in den Aufsichtsrat des Unternehmens einziehen, Tayenthal so lange CEO bleiben, bis ein Nachfolger gefunden wird.

Nur teilweises Dementi von N26

Von einer N26-Sprecherin heißt es auf brutkasten-Anfrage, man bitte um Verständnis, dass das Unternehmen sich nicht zu Spekulationen äußere. Aber: „Es ist falsch zu behaupten, dass die Gründer auf Druck von Investoren vor der Ablösung stehen.“ Ein tatsächlicher Wechsel an der Spitze wird somit klar dementiert, nicht aber, dass es entsprechende Diskussionen gibt.

Neue Probleme mit BaFin und Unzufriedenheit mit Performance

Grund für die Forderung der Investoren sollen vor allem zwei Faktoren sein: Erstens soll es erneut Probleme mit der deutschen Finanzmarktaufsicht BaFin geben. Diese habe bei einer Sonderprüfung im vierten Quartal 2024 erneut Schwachstellen unter anderem in den internen Kontrollsystemen festgestellt, berichtet das Handelsblatt. Laut WirtschaftsWoche beanstandet die Aufsicht konkret auch Mängel im Immobilienkreditgeschäft der niederländischen Tochter Neo. N26 hatte bereits in der Vergangenheit Probleme mit der BaFin, die unter anderem zu einer erzwungenen Wachstumsbeschränkung auf maximal 50.000 neue Kunden pro Monat führten, die erst 2024 aufgehoben wurde.

Zweitens sollen die Investoren laut manager magazin nicht mit der Performance der Neobank zufrieden sein – etwa im Vergleich zu Langzeit-Konkurrent Revolut aus dem Vereinigten Königreich. Sowohl bei den Kund:innen-Zahlen als auch bei den Umsätzen liegt N26 in diesem Rennen weit zurück. Während das Berliner FinTech im Herbst 2024 erstmals ein positives Quartal verkünden konnte (brutkasten berichtete), erzielt Revolut bereits Gewinne in Milliardenhöhe.

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Nemja Klincov und seine Frau stehen in einem Frühstücksraum, beide halten ein Kind auf dem Arm.
Familienvater Nemanja Klincov entwickelt Plappi aus familiären Gründen. (c) Nemanja Klincov

Die Idee für Plappi, die KI-gestützte Sprachhilfe für Kinder, kommt dem Wiener Nemanja Klincov im Alltag. „Ich habe zwei Kinder und möchte ihnen meine Muttersprache Serbisch beibringen, meine Frau spricht Deutsch mit ihnen. Als Vater, Ehemann und Unternehmer kommt die Zeit allerdings oft zu kurz und ich merke, wie die Sprachbildung bei den Kindern leidet. Plappi entstand aus genau dieser Frustration. Nicht um mich zu ersetzen, sondern um die Zeit dazwischen zu nutzen. Damit mein Kind auch dann meine Sprache hört und übt, wenn ich gerade nicht kann.“

Klincov ist in der Gründerszene nicht neu. Durch sein erstes Startup BReact (brutkasten berichtete) erhält der Founder die KI-Expertise, die er für Plappi benötigt: „Wir haben diese ganze Expertise, zur KI und auch zur Datensicherheit, in den letzten fünf Jahren aufgebaut. Alles, was wir über BReact lernen, ist ein Grundbaustein für Plappi.  Für uns ist es extrem wichtig, dass keine Daten abfließen können und kein KI-Training betrieben wird.“

Eltern legen die Themen selbst fest

Wenn man ein Plappi-Gerät bekommt, kann man als Elternteil über eine App Lehrpläne und Themen festlegen. „Man kann beispielsweise den Namen des Lieblingstiers angeben, den Namen der besten Freunde, was im Alltag passiert, und man kann Plappi auch auf Themen sensibilisieren oder Wörter eingeben, die gelernt werden sollen. Das Gerät orientiert sich dann an dem, was die Eltern vorgegeben haben, und fordert die Kinder auch aktiv auf, zu antworten. Wir haben kein anderes Spielzeug gefunden, das Kinder proaktiv auffordert zu kommunizieren“, so Klincov.

„100 Prozent Made in Europe“

Für den Vater steht vor allem eines im Vordergrund: Der Datenschutz der Kinder. „Unser oberstes Gebot ist, ausschließlich Offline-KI-Modelle zu benutzen. Was die Kinder sagen, wird nicht für Werbung oder KI-Training genutzt. Wir haben uns auch angesehen, welches Rechenzentrum in Europa keinen amerikanischen oder chinesischen Gesellschafter dabeihat, damit alles 100 Prozent Made in Europe ist. Ich will als Vater auch nicht, dass die Daten meiner Kinder an amerikanische Konzerne abfließen“, erklärt der Founder.

Welches KI-Modell am geeignetsten ist, will Klincov gemeinsam mit 100 Eltern noch testen. Warum der Founder sich sicher ist, dass Kinder überhaupt mit KI-Spielzeugen interagieren sollten, erzählt er im Interview: „An Silvester waren wir bei Freunden. Als ich gesehen habe, wie sechs kleine Kinder von zwei bis fünf Jahren mit einer Alexa gesprochen und interagiert haben, war für mich klar: Das wird funktionieren, auch ohne Display oder Screen.“

Plappi soll es in dieser Ausführung für Kinder und ein anderes Modell für Jugendliche geben. (c) Plappi

Bereits 120 Menschen auf der Warteliste

Wenn Plappi auf den Markt kommt, soll es 90 Euro kosten und auf einem Abomodell für 9,90 Euro pro Monat basieren. Die Lernenden bekommen dann jeden Monat neue Lehrpläne erstellt, „denn Plappi versteht ja, welche Vokabeln die Kinder schon können und welche Wörter gut gelernt worden sind. Und deshalb ist es notwendig, dass es ein Abomodell ist, weil diese Lehrpläne angepasst werden. Und je nach Alter und Kind wird es dann mitwachsen“.

Klincov wartet zurzeit auf Förderungsgenehmigungen, für 2027 sei der Markteintritt geplant. Auf der Warteliste stehen derzeit 120 Menschen. Eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter wird am 24. Juni gelauncht.

Zukunftspläne

„Mein Wunsch ist wirklich, dass meine Kinder fließend meine Sprache sprechen können. Ich hoffe, dass Plappi eines Tages ein Must-have in jedem Haushalt mit Kindern ist. Wir sehen einfach ein Riesenmarktpotenzial, wenn allein schon wegen des Unterrichtsfachs Englisch 95 Prozent der Kinder zur Zielgruppe werden“, blickt der Founder in die Zukunft. Das Ziel sei, dass auf lange Sicht nicht nur Kinder mit Migrationsbiografie Plappi nutzen. 

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