01.03.2022

N26 Co-Founder: „Bis Ende des Jahres wird N26 für Börsengang bereit sein“

Im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona äußerte sich N26-Mitgründer Maximilian Tayenthal zu einem bevorstehenden IPO der Smartphone-Bank.
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Maximilian Tayenthal, Co-Founder von N26
Maximilian Tayenthal, Co-Founder von N26. (c) N26

Die Börsenpläne der Neobank N26 sind schon länger kein Geheimnis mehr. Bereits im April 2021 äußerte N26 Co-Founder Maximilian Tayenthal, dass sich N26 für einen bevorstehenden IPO in Stellung bringt.

Im Rahmen des Mobile World Congress (MWC), der aktuell in Barcelona über die Bühne geht, konkretisierte der gebürtige Wiener nun den Zeitplan erneut – zumindest was die internen Vorbereitungen dafür betrifft. „Bis Ende des Jahres wird N26 strukturell für einen Börsengang bereit sein“, so Tayenthal in einem Interview mit CNBC am Rande der Technologiekonferenz.

N26 könnte erst 2024 an die Börse gehen

Obgleich die Bank intern bis Ende 2022 die Vorbereitungen für einen IPO getroffen haben möchte, könnte dieser laut Thayenthal erst Ende 2024 erfolgen. Er fügte nämlich hinzu: „Wir stehen nicht unter dem Druck, in nächster Zeit an die Börse zu gehen. Die privaten Märkte haben sich als unglaublich liquide erwiesen“.

Erst im Oktober letzten Jahres holte sich N26 ein 700 Millionen Euro Investment zu einer Bewertung von rund acht Milliarden Euro. Das frische Kapital wurde damals aufgenommen, um in neue Bereiche wie Krypto und Aktienhandel vorzustoßen.

Pläne für Krypto- und EFT-Trading

Dass die von zwei Österreichern in Berlin gegründete Neobank N26 in diesem Frühjahr auch ein Krypto- und ETF-Trading-Angebot launchen will, ist bereits bekannt. Offen ist noch, wie das FinTech diesen Plan umsetzen möchte.

Für Aufsehen sorgten jüngst Gerüchte um eine Partnerschaft zwischen N26 und Bitpanda, die sich erst Mitte Feber verdichteten. N26 könnte hier auf die „White-Label-Lösung“ von Bitpanda zurückgreifen, die bereits im B2B-Bereich von zahlreichen Banken zur Anwendung kommt.


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Hivesense
© Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer - Alexander Moosmann (l.) und Florian Entleitner von Hivesense.

Die beiden FH-Absolventen Florian Entleitner und Alexander Moosmann teilen eine Leidenschaft namens IT-Security. Daraus ist ein Startup geworden: Mit Hivesense entwickelten beide eine sogenannte Deception-Plattform, die Cyberangriffe frühzeitig erkennt, indem sie Angreifende mit gezielt platzierten digitalen Fallen aufdeckt und dadurch wichtige Informationen für Cyberdefense liefert. Dabei setzen sie bewusst auf europäische Infrastruktur und digitale Souveränität. Die Idee entstand im Studium an der FH Salzburg.

Hivesense mit „Deception Technology“

Konkret haben sich Entleitner und Moosmann im Studium Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg kennengelernt. Die Idee für das Startup entstand schließlich im Rahmen von Entleitners Abschlussarbeit. „Ich habe mich in meiner Masterarbeit intensiv mit sogenannten ‚Honeypots‘ beschäftigt, einem Teilbereich der Täuschungstechnologie. Dabei wurde mir klar, wie viel Potenzial in diesem Ansatz steckt“, erklärt er.

Die Founder pitchten ihre Idee beim FHStartup Center und wurden im Herbst 2025 in die Startup Factory des Netzwerks Startup Salzburg aufgenommen. Im März 2026 gründeten sie schlussendlich ihr Unternehmen.

Hivesense entwickelt – wie erwähnt – eine „Deception Technology“, eine – eigenen Angaben nach – noch wenig verbreitete Form der Cyberabwehr. Das Prinzip: Im Netzwerk eines Unternehmens werden gezielt „Stolperdrähte“ platziert. Angreifer, die sich im System bewegen, sollen dann darauf stoßen und erkannt werden, so der Claim.

„Wir bauen keine klassische Schutzmauer“, sagt Entleitner. „Wir legen bewusst falsche Spuren und warten, bis jemand darüber stolpert – vergleichbar mit einem Stolperdraht, an dem ein Glöckchen platziert wurde.“ Moosmann ergänzt: „Viele Sicherheitslösungen erkennen nur bekannte Bedrohungen. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir erkennen Verhalten und interagieren direkt mit Angreifern.“ Dabei setzt Hivesense im Inneren des Netzwerks an, einem der, wie beide Gründer sagen, kritischsten Bereiche.

Erste Pilotkunden

Die Decoy-Plattform von Hivesense befindet sich im Einsatz bei ersten Pilotkunden. Das Team treibt den Markteintritt im DACH-Raum aktiv voran und sucht weiterhin nach Unternehmen, die die Plattform in ihrer Infrastruktur einsetzen und gemeinsam mit Hivesense weiterentwickeln möchten.

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