23.05.2025
PERSONALIE

MyWarm: Klaus Hense übernimmt Geschäftsführung von GreenTech-Unternehmen

Seit dem 1. Mai ist Klaus Hense Geschäftsführer von MyWarm. Damit hat das 2010 gegründete Unternehmen einen promovierten Physiker und Experten für Mess‑ und Regeltechnik an der Spitze.
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Dr. techn. Klaus Hense wird neuer Geschäftsführer von mywarm.
Dr. techn. Klaus Hense wird neuer Geschäftsführer von mywarm. (c) Katarina Schiffl

MyWarm ist ein B2B-Green-Tech-Unternehmen mit Sitz in Wien und Berlin und hat sich auf temperaturbasierte Verfahren zur Optimierung von Heizungsanlagen in großen Bestandsgebäuden spezialisiert. Mit dem patentierten hydraulischen Abgleich von MyWarm verspricht das Unternehmen, den Energieverbrauch und damit die Energiekosten um bis zu 35 Prozent zu senken. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter de Brunata-Metrona GmbH & Co.KG. Brutkasten hat bereits berichtet.

Mit 1. Mai wurde jetzt eben Klaus Hense zum neuen Geschäftsführer bestellt. Hense bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung komplexer Systeme mit – sein Fokus liegt hierbei auf technischer Exzellenz mit praxisnaher Umsetzbarkeit, wie es in der Presseaussendung von MyWarm steht.

„Minimalinvasive Maßnahme für Effizienz“

Mit der neuen Geschäftsführung will MyWarm sich noch klarer positionieren. Nachhaltige, digitale Heizungsoptimierung auf Basis realer Temperaturdaten. „Unsere Vision ist es, Komfort und Nachhaltigkeit miteinander zu vereinen, durch intelligente Services und patentierte Technologien. So leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Wärmewende, sondern stärken auch unseren Beitrag zur Innovationskraft innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe“, so der neue Geschäftsführer Hense.

Hense spricht sich außerdem mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen dafür aus, verlässliche und langfristige Regularien zu schaffen. Politische Stabilität bei gesetzlichen Vorgaben und Förderstrukturen sei entscheidend. Der hydraulische Abgleich sei hierbei zwar eine minimalinvasive, aber hochwirksame Maßnahme, um Effizienz und Gebäudesektor zu steigern. Diese sollte daher klar in politischen Strategien verankert sein.

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Deepentix
© tecnet equity - (v.l.) Investor Kambis Kohansal Vajargah, Endri Deliu, Morteza Amini und Altan Nar (alle Deepentix) sowie Peter Buchinger (tecnet equity).

Das NÖ-Startup Deepentix hat eine Enterprise-KI-Plattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützen soll, aus Dokumenten wie Studien, Patenten oder internen Berichten einen sogenannten Wissensgraphen aufzubauen – ein Netzwerk aus Fakten und ihren Beziehungen. Dadurch lassen sich Antworten einer Künstlichen Intelligenz bis zum exakten Satz im Ursprungsdokument zurückverfolgen. Gerade in stark regulierten Branchen sei dies entscheidend, weil Aussagen jederzeit belegt und geprüft werden müssen.

Deepentix: Unternehmensdaten in Graphen überführen

Zielgruppe sind etwa Unternehmen in Branchen wie Pharma, Medizintechnik, Versicherungen oder Banken, die täglich mit großen Mengen an Studien, Patenten, Normen und internen Berichten arbeiten. Klassische generative KI liefere dazu zwar schnelle Antworten, könne deren Herkunft jedoch oft nicht lückenlos belegen. Genau hier möchte Deepentix ansetzen und unstrukturierte Unternehmensdaten in einen Wissensgraphen überführen – im Sinn einer nachvollziehbaren Wissensbasis für KI-Anwendungen.

„Wenn Mitarbeitende einer KI blind vertrauen müssen, weil sie deren Antworten nicht überprüfen können, ist das gerade in sensiblen Bereichen ein echtes Risiko. Genau dieses Vertrauensproblem lösen wir, indem wir jede Antwort bis zu ihrem Ursprung im Dokument sichtbar machen“, erklärt Morteza Amini, Mitgründer und CEO von Deepentix.

Mehrere Sprachmodelle

Der Aufbau von Wissensgraphen erfolge Deepentix nach häufig im Rahmen aufwendiger Beratungsprojekte oder über standardisierte Lösungen, die sich nur begrenzt auf einzelne Fachbereiche zuschneiden lassen. Bei Unternehmen, die ihre sensiblen Daten selbst kontrollieren und gleichzeitig präzise Ergebnisse benötigen, stoße dieser Ansatz oft an seine Grenzen. Aus diesem Grund entwickelte das Startup kein Beratungsprojekt für einzelne Kunden, sondern ein Werkzeug, mit dem Unternehmen Wissensgraphen selbst erstellen, betreiben und an ihre Anforderungen anpassen können.

Dabei setzt die Plattform nicht auf ein einziges großes KI-Modell aus der Cloud, sondern auf mehrere kleine, spezialisierte Sprachmodelle, die gezielt auf einzelne Fachbereiche wie Pharma oder Banken trainiert werden. Dadurch sollen die Ergebnisse präziser werden, während die Modelle bei Bedarf direkt auf den eigenen Servern der Unternehmen betrieben werden können.

Dafür gab es nun eine Pre-Seed-Finanzierung in sechsstelliger Höhe, an der sich tecnet equity, der internationale Frühphaseninvestor Rockstart sowie der Business Angel Kambis Kohansal Vajargah beteiligt haben. Das frische Kapital soll vor allem in Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau erster Pilotprojekte in regulierten Branchen fließen.

Deepentix baut Wissensnetz

„Wir verstehen uns nicht als Berater, die für einzelne Kunden ein Wissensnetz bauen, sondern als Technologieanbieter, der Unternehmen die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten und Modelle gibt“, so Amini weiter. „Mit tecnet equity, Rockstart und Business Angel Kambis Kohansal Vajargah haben wir Partner an Bord, die den Weg von Deep-Tech-Startups aus erster Hand kennen. Das gibt uns nicht nur Kapital, sondern auch Zugang zu Netzwerk und Erfahrung, um in dieser Phase die richtigen Schritte zu setzen.“

Peter Buchinger, Investment Associate bei tecnet equity, ergänzt: „Uns hat neben der Technologie vor allem das stark aufgestellte Gründerteam von Deepentix überzeugt. Die Kombination aus wissenschaftlichem Hintergrund und Erfahrung in internationalen Unternehmen war ausschlaggebend, in dieser frühen Phase zu investieren.“

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