31.10.2023

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

Mit myrobin will der Unternehmer Hannes Jagerhofer Pakettransporte durch Privatpersonen salonfähig machen. In November geht nun ein Projekt mit den ÖBB in den Testbetrieb.
/artikel/myrobin-oebb-kooperation
myrobin-Gründer Hannes Jagerhofer
myrobin-Gründer Hannes Jagerhofer (Archivfoto) | Foto: Wikimedia/Bms2018 (CC-Lizenz)

Die Idee hinter myrobin ist einfach: Wenn Pakete von A nach B müssen und Menschen ebenfalls, können doch diese Menschen die Pakete mitnehmen – und damit auch noch Geld verdienen. Der Unternehmer Hannes Jagerhofer – bekannt unter anderem als Veranstalter von Beachvolleyball-Turnieren und als Mitgründer des Flug-Vergleichsportals checkfelix – machte sich bereits 2012 an die Umsetzung dieser Idee.

2013 stellte myrobin nach eigenen Angaben innerhalb eines halben Jahres auf diese Art bereits 60.000 Pakete zu. Nach einer Anzeige sah sich die Plattform allerdings gezwungen, den Betrieb einzustellen. Hintergrund: Es war zunächst unklar, ob Menschen, die sich auf myrobin registrieren, einen Gewerbeschein benötigen, um Pakete zustellen zu dürfen. Der Rechtsstreit zog sich über mehrere Jahre, bis sich herausstellte: Das Modell ist rechtlich unbedenklich.

Jagerhofer arbeitete in dieser Zeit unter anderem an checkrobin, einer B2C-Versandplattform, mit der er 2018 in Deutschland und 2021 dann auch in Österreich startete.

Testbetrieb für „myrobin auf Schiene“ startet im November

Nun geht Jagerhofer aber auch den Neustart von myrobin an – und will im ersten Halbjahr 2024 mit einer neuen Plattform offiziell loslegen. Im Sommer 2023 steckten dazu 466 Investor:innen im Zuge einer Crowdinvestment-Kampagne 900.000 Euro in das Unternehmen. Nun kündigte myrobin auch eine Kooperation mit den ÖBB an.

Ab 1. November startet der für zunächst sechs Wochen angelegte Testbetrieb des Projekts „myrobin auf Schiene“. ÖBB-Passagiere können dabei auf der Strecke zwischen Wien Hauptbahnhof und Graz Hauptbahnhof Pakete auf ihren Reisen mitnehmen. Im Gegenzug können sie damit verdienen, indem sie einen – wie es das Unternehmen nennt – Fahrtkostenzuschuss erhalten.

Konkret funktioniert das so: Reisende holen die Pakete an einer Station am Ausgangsbahnhof ab und geben sie an einer anderen Station am Zielbahnhof wieder. Dort erhalten sie dann auch den Fahrtkostenzuschuss. Die transportierten Pakete sind standardmäßig bis zu 500 Euro versichert, höhere Versicherungssummen können im System ebenfalls eingestellt werden.

„Die Zusammenarbeit mit einem Branchenführer wie den ÖBB unterstreicht die Stärke und Relevanz der Initiative von myrobin“, kommentiert Jagerhofer die Zusammenarbeit.

Deine ungelesenen Artikel:
06.08.2026

Mauerroboter „Walter“: Porr lässt Wände von einer Maschine setzen

Beim Wohnbauprojekt Kladno Living errichtet der Roboter WLTR tragende Wände und Wohnungstrennwände. Nach eigenen Angaben kommt Porr damit auf die Leistung eines erfahrenen Maurers.
/artikel/mauerroboter-walter-porr-laesst-waende-von-einer-maschine-setzen
06.08.2026

Mauerroboter „Walter“: Porr lässt Wände von einer Maschine setzen

Beim Wohnbauprojekt Kladno Living errichtet der Roboter WLTR tragende Wände und Wohnungstrennwände. Nach eigenen Angaben kommt Porr damit auf die Leistung eines erfahrenen Maurers.
/artikel/mauerroboter-walter-porr-laesst-waende-von-einer-maschine-setzen
„Walter“ kann Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 kg heben © PORR/Jan Hrdý

Der Bauriese Porr testet auf einer Baustelle in Tschechien, wie weit sich das Mauern automatisieren lässt. Beim Wohnbauprojekt Kladno Living, rund 25 Kilometer westlich von Prag, setzt ein Roboter mit der Bezeichnung WLTR, intern „Walter“ genannt, tragende Wände und Wohnungstrennwände aus plangeschliffenen Akustikziegeln. Das Projekt umfasst fünf Gebäude mit 371 Wohnungen samt Garagenplätzen.

Im Testbetrieb hat das Unternehmen die Maschine bereits seit 2025. Sie hebt Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 Kilogramm und positioniert sie laut Aussendung millimetergenau auf Basis des digitalen Projektmodells. Zwei Personen bedienen den 2,5 Tonnen schweren Roboter, der auf eine Reichweite von 3,5 Metern kommt und mit 1,5 kW auskommt. Die angegebene Produktivität liegt bei 7,5 Quadratmetern pro Stunde, maximal sind zehn möglich.

Planung ab Tag eins

Entscheidend war aus Sicht des Konzerns, dass „Walter“ schon zu Projektstart eingeplant wurde. Robotik auf der Baustelle verlange eine enge Abstimmung zwischen Planung, Statik, Auftraggeber und Baustellenteam, dazu eine eigene Logistik und ausreichend Bewegungsfläche. Die aktuelle Gerätegeneration schafft nach Angaben des Unternehmens nicht nur lange gerade Wände, sondern auch Ecken und Wandöffnungen.

Der Roboter mauert auf der Baustelle des Projekts Kladno Living in Tschechien © PORR/Jan Hrdý

„Bauen ist und bleibt ein People Business. Unser Ziel ist es nicht, Menschen zu ersetzen, sondern unseren Mitarbeitenden Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen die besonders schweren Arbeiten erleichtern“, sagt Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Der Roboter arbeite unter Aufsicht geschulter Fachkräfte, der größte Nutzen liege im Übernehmen der körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten.

Zentrale Robotik-Einheit

Koordiniert werden Automatisierungsprojekte gruppenweit über das Team Construction Automation & Robotics (CAR), das robotergestütztes Mauern neben BIM, digitalem Baumanagement und datenbasierten Lösungen verantwortet. Jeder Anwendungsfall entstehe aus einem konkreten Bedarf der Baustelle. Die Erfahrungen aus Kladno sollen in weitere Projekte einfließen, kündigt Dušan Čížek, Geschäftsführer von Porr Tschechien & Slowakei, an. Neu ist die Stoßrichtung nicht: Im brutkasten-Interview „Irgendwann wird der Kranfahrer eine IT-Fachkraft sein“ argumentierte Strauss bereits, dass Robotik das Berufsbild am Bau verschiebt, statt es abzuschaffen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Jagerhofer-Startup myrobin kooperiert mit ÖBB