05.06.2025
INVESTMENT

Muse Electronics (Backbone) aus Wien sichert sich Series A in Millionenhöhe

Das Wiener Unternehmen Muse Electronics hat nach zehn Jahren Entwicklungsarbeit 2022 das Backbone-Tablet auf den Markt gebracht. Nun vermeldet es seine Series A.
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Muse Electronics, Backbone, sicheres Tablet, Militär
© zVg - (v.l.) CTO Gerald Zach, Founder Philipp Lechner und Michael Steiner Kontakt 2. Grades2. Founder & CEO Sparring Capital Partners.

Muse Electronics, das Wiener Unternehmen hinter Backbone, dem tragbaren Tablet, hat eine siebenstellige Investition von Sparring Capital Partners erhalten. Die Finanzierung soll Muse Electronics ermöglichen, seine Präsenz auf den europäischen Märkten auszubauen und seine Mission zu unterstützen, Cybersicherheit in die Bereiche Verteidigung und kritische Infrastruktur zu bringen.

Muse Electronics: Backbone für streng geheime militärische Operationen

Muse Electronics wurde von CEO Philipp Lechner gegründet und hat über ein Jahrzehnt lang mit europäischen Militär- und Infrastrukturpartnern zusammengearbeitet, um ein sicheres, tragbares Datenendgerät zu entwickeln. Backbone wird in Europa gebaut und ist für Umgebungen konzipiert, in denen ein technischer Ausfall keine Option ist. Konkret wurde es entwickelt, um streng geheime militärische Operationen zu unterstützen.

Die firmeneigene, hardwarebasierte Cybersicherheits-Architektur trennt Sicherheitsbereiche physisch voneinander und soll so gewährleisten, dass sensible militärische Kommunikation und persönliche Verbindungen sicher nebeneinander bestehen können.

Multidisziplinäre Plattform

„Backbone ist in der Lage, eine zentrale Rolle bei der digitalen Modernisierung der europäischen Verteidigung zu spielen“, sagt Michael Steiner, CEO von Sparring Capital. „Seine Technologie hebt die Cybersicherheitsstandards auf ein neues Niveau, und wir sind stolz darauf, Philipp Lechner, Gerald Zach (Anm.: CTO und Partner) und das gesamte Backbone-Team auf diesem spannenden Weg zu unterstützen.“

Backbone ist, dem Eigenverständnis des Teams nach, eine multidisziplinäre Plattform, die sich in Echtzeit an neue Missionen und Benutzerrollen anpassen kann – und dabei den „härtesten Umweltbedingungen“ standhält.

Zu den Merkmalen gehören u.a.:

  • Physikalische Datentrennung klassifizierter Daten
  • Rollen- und missionsbasierte Hardware-Konfiguration über externe Bootmedien
  • Überwachung der Systemintegrität in Echtzeit und automatische Reaktion auf Bedrohungen
  • Vorausschauende Wartung durch intelligente Systemverfolgung

„Nach mehr als zehn Jahren intensiver Entwicklung, Erprobung und erfolgreichen Einsatzversuchen sind wir bereit, unsere Lösung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen“ sagt Lechner. „Sparring Capital bringt nicht nur Kapital, sondern auch tiefe Überzeugung und strategische Ausrichtung mit – und ist damit der ideale Partner für die Umsetzung unserer Vision.“

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zone14
© zone14 - (v.l.) Philip Obermüller, Teammanager des Wiener Sport-Club, Simon Schmiderer, Co-Founder zone14 und David Krapf-Günther, Sektionsleiter Wiener Sport-Club.

Ein 7:0 im Jahre 1958 gegen den damaligen italienischen Spitzenreiter Juventus Turin. Dreimal die österreichische Meisterschaft (1922, 1958 und 1959) und zweimal Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister (damaliges Pendant zur heutigen Champions League) – 1959 und 1960. Das sind die Erfolgsgeschichten des Hernalser Fußballvereins Wiener Sport-Club. Heute ist man nach drei Spieltagen ohne Punkteverlust Spitzenreiter der Regionalliga Ost, verfügt über ein modernisiertes Stadion im Westen von Wien und setzt nun im Sinne der Weiterentwicklung auf die Technologie von zone14 rund um Lukas Grömer, Simon Schmiderer und Tobias Gahleitner. Und intensiviert damit die seit Jahren bestehende Kooperation.

zone14-Technologie durch alle Teams

Damit sollen künftig alle Teams des WSC – Kampfmannschaft, Frauenmannschaft und Nachwuchs – von professionellen Insights durch Videoanalyse und Leistungsdaten profitieren.

„Der Wiener Sport-Club ist weit mehr als ein Fußballverein und gehört fest zur Wiener Sportkultur. Wir wollen nicht nur Weltklasse-Technologie bereitstellen, sondern gemeinsam jeden Tag daran arbeiten, mit Videos und Daten Trainer:innen und Spieler:innen im sportlichen Alltag bestmöglich zu unterstützen – von der Kampfmannschaft bis zum Nachwuchs“, sagt Schmiderer, Mitgründer und Co-CEO von zone14.

Über die Technologie hinaus verbindet beide Partner ein ähnliches Verständnis davon, wie sich Fußball weiterentwickeln soll. Während der Wiener Sport-Club seit Jahrzehnten für Weltoffenheit, Toleranz und soziale Verantwortung steht, verfolgt zone14 das Ziel, professionelle Fußball-Technologie auch außerhalb des Profifußballs zugänglich zu machen.

Langfristige Kooperation

Für den Wiener Verein ist die Zusammenarbeit bewusst langfristig angelegt. Videoanalyse und Leistungsdaten sollen künftig noch stärker Teil der sportlichen Arbeit werden und Trainer:innen sowie Spieler:innen bei der Spielvorbereitung, der Nachbereitung und individueller Entwicklung unterstützen.

Dabei erhält der Wiener Sport-Club Zugang zu automatisierter Videoanalyse, Laufdaten, Heatmaps und Insights über das Spiel. Trainer:innen sollen künftig konkrete Spielsituationen aufarbeiten, taktische Abläufe analysieren und relevante Szenen für die Vorbereitung nutzen können. Spieler:innen erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre eigene Leistung objektiver zu beurteilen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen, so der Plan.

„Mit zone14 haben wir einen langfristigen und zukunftsorientierten Partner gefunden, der es uns ermöglicht, auf höchster Ebene zu agieren“, sagt Philip Obermüller, Teammanager des Wiener Sport-Club. „Zone14 bietet uns die Möglichkeit, Leistung objektiv zu bewerten und sich tagtäglich zu verbessern. Gleichzeitig ist auch die Betreuung rundherum auf höchstem Niveau und der persönliche Einsatz des gesamten zone14-Teams hervorragend. Dass wir dabei mit einem Wiener Unternehmen zusammenarbeiten, das von der Wirtschaftsagentur Wien gefördert wird, macht dies zu einer perfekten Partnerschaft für uns.“

Die Partnerschaft mit dem Wiener Sport-Club, die das Startup nun eingeht, ist nicht die erste dieser Art: 2024 konnte man etwa Rapid als Kunden gewinnen, 2021 die Austria bzw. 2025 die „Austria Wien“-Akademie.

Frauenmannschaft und Nachwuchs im zone14-Fokus

Wie erwähnt, werden auch die Frauenmannschaft und der Nachwuchs des Wiener Sport-Club im Rahmen der Partnerschaft mit der Technologie von zone14 arbeiten. Damit sollen Videoanalyse und Leistungsdaten auch in der Ausbildung junger Spieler:innen und in der sportlichen Weiterentwicklung aller Mannschaften eingesetzt werden.

Die Zusammenarbeit knüpft zugleich an das Engagement von zone14 für mehr Sichtbarkeit und Professionalisierung im Frauenfußball an. Mit der Initiative „Fokus: Frauen im Fußball“ und dem Event „Frauen im Fußball – The Talk“ setzt sich das Unternehmen aktiv für die Weiterentwicklung des Frauenfußballs ein.

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