24.08.2021

MPreis: Tiroler Familienbetrieb wächst mit neuem digitalen Supermarkt

Der Tiroler Lebensmittelhändler MPreis treibt die Digitalisierung voran. Wichtiger Eckpfeiler dabei ist der neue Onlineshop mpreis.at, der im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben besser performt hat, als der Gesamtmarkt in diesem Bereich.
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MPreis Webshop
© MPreis

Bei MPreis ist man im Umgang mit der Presse eher verschwiegen, es sei denn, es gibt wirklich erfolgreiches zu verkünden. Und das ist aktuell der Fall, denn der neue Webshop mpreis.at entwickelt sich seit seinem Start im Mai 2021 sehr erfolgreich. Lebensmittel zuzustellen ist für das Tiroler Familienunternehmen aber keine neue Sache. Schon die Gründerin Therese Mölk bat eine solche an und auch in den vergangenen Jahren konnte online bestellt werden. Gearbeitet hat man jedoch jetzt an der Usability des Angebots, wie sich deutlich anhand der verbesserten Suchfunktion, eigenen Filtern wie bio, aus Tirol, glutenfrei, laktosefrei, vegan oder aus fairem Handel sowie einer Verfügbarkeitsanzeige zeigt. Und: Der Webshop ist nun in den Webauftritt des Unternehmens eingebunden und kann somit direkt über die Startseite angesteuert werden.

Neuer Webshop mpreis.at mit steigender Nachfrage

Einfacher und bequemer gestalten wollte der mit über 6.100 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in Tirol zählende Familienbetrieb seinen Shop auch deshalb, weil die Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie deutlich angestiegen ist. Und viele jener Kund*innen, die den digitalen Supermarkt bereits getestet haben, wollen das Angebot auch weiterhin nutzen, wie das Unternehmen in einer Aussendung bekannt gibt. Geliefert wird neben Tirol auch nach Salzburg und Oberösterreich.

MPreis Webshop
© MPreis

mpreis.at: Für Privat- und Businesskund*innen

Mit seinem Online-Angebot rund um zahlreiche regionale Produkte, exklusive Bio-Erzeugnisse der Marke Bio vom Berg und der Preiseinstiegsbrand Jeden Tag will der Lebensmittelhändler, dessen Filialnetz 277 Märkte zählt, aber nicht nur Privatkund*innen, sondern auch Betriebe in der näheren Umgebung ansprechen. Für Business-Kund*innen würden sich Bestellungen auch deswegen gut eignen, da ab 100 Euro Mindestbestellwert keine Liefergebühr verrechnet wird. Und: Die ersten drei Bestellungen werden auch unabhängig vom Warenwert kostenfrei zugestellt. Regelmäßig geordert wird bereits vom Montessori Kindergarten des Vereins Brückenpfeiler oder der Innsbrucker Klinik.

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Der Prototyp auf dem PROTEAS-Forschungsgelände des Cyprus-Instituts in Zypern © Waldstein

„Ich habe erstmal aus Meerwasser destilliertes Wasser getrunken. Es schmeckte sehr gut“, berichtet Carl Albrecht Waldstein, Geschäftsführer der Wiener Seawater BV GmbH im brutkasten-Gespräch über die gelungene Inbetriebnahme der ersten solaren Meerwasser-Entsalzungsanlage des Desertgreener-Projekts in Limassol, Zypern.

Mit einer Kombination aus Parabolspiegeln und energetischem Recycling will man dem weltweiten Wassermangel, der aktuell über 2 Milliarden Menschen betreffe, begegnen. Was vor zwei Jahrzehnten an einer verdorrenden spanischen Küste als kühnes Gedankenspiel begann, soll nun globale Wucht entfalten.

Die Vision: Wasser für eine wachsende Welt

„Wir saßen am Ufer des Meeres an der spanischen Mittelmeerküste. Vor uns unendlich viel Meer und hinter uns trocknete alles aus. Also haben wir gesagt, das kann nicht sein, dass das Wasser vor uns die Probleme hinter uns nicht löst“, erinnert sich der Geschäftsführer an die Anfänge der Lösung eines der herausforderndsten Probleme unserer Zeit.

Die Technologie soll Süßwasser so günstig verfügbar machen, dass nicht nur Trinkwasser gesichert wird, sondern auch die wasserintensivere Landwirtschaft, Industrie und der Bergbau versorgt werden können. Bereiche, die klassische Entsalzung aus Kostengründen kaum bedient. Das Potenzial reicht laut Waldstein von der Rettung versalzter Agrarflächen über die Begrünung von Wüstenregionen bis zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und Ammoniak als Dünger- und Treibstoffalternative.

Perspektivisch positioniert sich Desertgreener damit als Anbieter einer Basisinfrastruktur, die – wenn sie im großen Maßstab umsetzbar ist – wasserarmen Regionen weltweit neue wirtschaftliche und ökologische Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen könnte.

Wasserkreislauf der Natur als Vorbild

Statt auf energieintensive Umkehrosmose zu setzen, soll die Anlage im Kleinen kopieren, was die Natur im Wasserkreislauf im Großen macht: Sonne verdampft Meerwasser, der Dampf kondensiert wieder zu Süßwasser. Bewegliche, der Sonne nachgeführte Spiegel bündeln dafür die Sonnenstrahlen direkt auf einen mit Meerwasser gefüllten Behälter und bringen es zum Kochen. Laut Unternehmen werden so über 90 Prozent der Sonnenenergie direkt genutzt.

Der entstehende, salzfreie Dampf wird von einer Turbine abgesaugt und in ein Röhrensystem gepresst. Dabei kondensiert er sofort wieder zu Wasser und gibt seine Wärme an das noch kochende Meerwasser zurück. „Wir schicken 83 Prozent der Energie ständig im Kreis“, erklärt Waldstein. Dadurch lasse sich mit derselben Menge Sonnenenergie ein Vielfaches an Wasser verdampfen, statt sie nach einmaliger Nutzung zu verlieren.

Finanzierung über Utility-Token

Um die kapitalintensive Serienproduktion nun vorzubereiten, meidet die Seawater BV GmbH bewusst Banken und Venture Capital. Man wolle unabhängig bleiben: „Wir wissen, wir stören auch viele“, so Waldstein. Stattdessen gelangt man über den Verkauf des eigenen „DGRX“ Utility-Tokens bereits an über zehn Millionen Euro, wie der Gründer im Interview erwähnt.

Verkauft wird der Token über die DGRX Sales GmbH, welche daraus wiederum schrittweise Anteile an der Seawater BV GmbH erwirbt (bis zu 24%). Weitere sechs Millionen Euro sollen nun über die Token-Finanzierung folgen, um die Serienproduktion voranzutreiben.

1,8-Milliarden-Bewertung von „Big Four“-Prüfungsgesellschaft

Zu den anvisierten Kunden zählen Regierungen, Kommunen sowie große Agrar- und Bergbaukonzerne. „Um den Markt mache ich mir null Sorgen. Wo ich hintippe, schreien die Leute, wann könnt ihr liefern“, kommentiert Waldstein die Nachfrage. Laut ihm bewertete eine „Big Four“-Prüfungsgesellschaft die Firma Ende 2025 mit 1,8 Milliarden US-Dollar. Mit der aktiven Pilotanlage steige der Wert laut Waldstein kalkulatorisch auf 2,9 Milliarden Dollar.

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