16.11.2020

Mozart Data: Vier Millionen Dollar Investment für US-Daten-Startup

Das US-Startup mit dem klingenden Austro-Namen Mozart Data betont die Wichtigkeit von Data Stacks und bietet Unterstützung bei der Daten-Kategorisierung.
/artikel/mozart-data
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(c) Mozart Data - Die Kombination mehrerer Daten bringe mehr Insights, so das US-Startup Mozart Data.

Daten sind schon lange das Herzstücks von Tech-Unternehmen. Die Sammlung und der Datenschutz stellen hierbei für Firmen mittlerweile weniger eine Hürde dar, als die Kategorisierung und Nutzung jener. Mozart Data, ein im August aus dem Y-Combinator entsprungenes Startup, bietet hierbei Abhilfe und konnte nun eine vier Millionen US-Dollar Seed-Runde verkünden. Angeführt von Craft Ventures und Array Ventures unter Beteiligung von Coelius Capital, Jigsaw VC, Signia VC, Taurus VC und verschiedenen Angel-Investoren.

Mozart Data-Gründer: 20 Jahre alte Freunde

Beide Mozart Data-Gründer, Peter Fishman und Dan Silberman, sind seit über 20 Jahren verbandelt, haben bei verschiedenen Startups gearbeitet und bereits ein Food-Startup für scharfe Soßen gegründet. Ihr neues Startup hingegen ist hoch-technisch.

Als geborene Technologen haben sie dann erkannt, wie Unternehmen immer wieder einen Daten-Stack aufbauten. Bei solch einem modernen Data Stack geht es um Technologien, mit denen Mitarbeiter, Analysten und Abteilungen Daten aus vielen verschiedenen Datenbanken und SaaS-Tools schnell nutzen und verstehen können. Dort erkannten die Freunde Potenzial und beschlossen, Mozart Data zu gründen.

Data Stack ist wie Kuchenbacken

Eine für das Thema Data Stack beliebte Metapher offenbart Vergleiche zum Kuchenbacken, wenn man sich dem Begriff nähern und verstehen möchte: Die einzelnen Zutaten fürs Backen enthalten nämlich wertvolle Nährstoffe, sind aber nicht essbar. Mit den richtigen Werkzeugen werden die einzelnen Ingredienzien jedoch zu einem genießbaren Kuchen.

Die Datenverwandlung

Und das ist der Punkt. Datenstückchen, die einsam und alleine irgendwo sitzen, bringen „Basics“. Werden die Daten durch einen Data Stack gejagt, so verwandeln sie sich in Datenbits mit Fakten- und Dimensionstabellen sowie klaren Feldnamen und -typen. Und können von verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens leicht „verdaut“ werden.

Etwa wenn Daten beispielsweise von der Verkaufsquelle mit der Produktionssystemaktivität kombiniert werden, sei es möglich herauszufinden, wie sich Kundenverhalten geändert hat, als sich die Vertriebsquote nach oben oder unten bewegte – so ein Beispiel von Mozart Data. Sieht man allerdings nur eines der beiden Daten-Teile für sich allein, so erhält man maximal ein Basis-Wissen. Konkret geht es also darum zu erkennen, was das probabilistische Ergebnis sein wird, bevor ein Kunde abwandert oder ein Verkauf nicht abgeschlossen wird.

Geschäftsabläufe ändern

Mit den Tools, die einen modernen Data Stack definieren, können User Daten schlussendlich aus mehreren Quellen kombinieren und diese so visualisieren, dass sich etwaig Geschäftsabläufe eines Unternehmens ändern.

„Die Explosion von SaaS-Tools bedeutet, dass mehr Daten an Orten wie Salesforce, Stripe, Shopify und Anwendungsdatenbanken gespeichert werden. Mozart sammelt, organisiert und orchestriert diese Daten“, erklärten die Gründer auf der Page des Y-Combinator.

Zielgruppe: Datenanalysten, Datenwissenschaftler und Marketingleute

Der Daten-Service von Mozart Data richtet sich hauptsächlich an Techniker, die sich mit SQL auskennen. Dazu gehören etwa Datenanalysten, Datenwissenschaftler sowie Mitarbeiter von Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Das Unternehmen, das mitten in der Pandemie entstanden ist, hat bisher etwa ein Dutzend Kunden gewinnen können und verfügt über sechs Mitarbeiter.

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Celum
© Christian Huber Fotografie - (l.) Michael Kräftner, Celum-Gründer, Chairman und Chief Vision Officer, Mark Kaslatter ist neuer Chief Executive Officer bei Celum.

Im Februar des Vorjahres übernahm Christian Jüngling die Position des Chief Financial Officer (CFO) bei Celum, um neue Impulse für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu setzen – brutkasten berichtete. Zudem bestellte das Management mit Bojan Bozic die neu geschaffene Position des Chief Services Officer (CSO). Nun gibt es auf höchster Ebene eine weitere Änderung.

Celum: Fokus auf Stärkung des Vertriebs

Mark Kaslatter übernimmt die Position des CEO und damit die Führung des Unternehmens. Sein Fokus soll auf der Stärkung des Vertriebs, des Partnerchannels und der weiteren nationalen und internationalen Expansion liegen. Celum-Gründer Michael J. Kräftner bleibt dem Unternehmen als „Chief Vision Officer“ erhalten und konzentriert sich künftig verstärkt auf die langfristige strategische Produktentwicklung.

Der gebürtige Tiroler Kaslatter verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Unternehmer und Führungskraft in der Technologiebranche. 2004 gründete er etwa das auf CRM-Lösungen spezialisierte Unternehmen k.section, baute es ohne externe Investoren auf und verkaufte es später an die an der Euronext notierten Emakina Group.

Von 2019 bis 2022 war Kaslatter Managing Director von Emakina Central & Eastern Europe und wechselte danach ins Advisory Board der Belgier. Anschließend war er gemeinsam mit Benjamin Ruschin Mitgründer und Managing Partner von Big Cheese Ventures, einem Beratungs- und M&A-Unternehmen für Tech-Startups. Er studierte Software-Engineering am Campus Hagenberg der Fachhochschule Oberösterreich und absolvierte einen MBA in General Management an der Universität für Weiterbildung Krems.

„Celum verfügt über eine starke technologische Basis, langjährige Kundenbeziehungen und großes Potenzial im internationalen Markt. Jetzt geht es darum, diese Stärken noch konsequenter in nachhaltiges und skalierbares Wachstum zu übersetzen“, sagt Kaslatter. „Der Wechsel zu Celum ist für mich mehr als eine neue Aufgabe – er ist zugleich die Rückkehr ans Steuer eines Softwareunternehmens. Die Beratung von Startups war eine spannende und bereichernde Zeit. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie sehr mir das unmittelbare Gestalten, das operative Doing und die umfassende unternehmerische Verantwortung gefehlt haben.“

Und weiter: „Besonders vermisst habe ich das hohe Innovationstempo und den intensiven Austausch mit Entwickler:innen. Sie schaffen mit ihren Ideen nicht nur neue Produkte, Unternehmen und Geschäftsmodelle, sondern gestalten zunehmend auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Genau dieses Umfeld, diese Denkweise und die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen, begeistern mich an meiner neuen Aufgabe bei Celum.“

„Everybody is in Sales“

Kaslatters Leitgedanke lautet: „Everybody is in Sales.“ Damit sei jedoch nicht gemeint, dass jede und jeder im klassischen Sinne im Vertrieb tätig sein muss. Vielmehr trage jede Funktion im Unternehmen dazu bei, Mehrwert für die Kundinnen und Kunden zu schaffen. Diese gemeinsame Verantwortung für den Kundenerfolg und eine konsequente Marktorientierung möchte er bei Celum weiter stärken. Deshalb sollen die Bereiche Vertrieb, Marketing, Customer Success, Produktentwicklung und Organisation künftig noch enger auf die gemeinsamen Wachstumsziele ausgerichtet werden.

„Mark Kaslatter verbindet tiefes Technologieverständnis mit ausgeprägter Vertriebskompetenz und echter unternehmerischer Erfahrung“, kommentiert Michael J. Kräftner, Gründer von Celum, die neue Personalie. „Mit Mark gewinnt Celum einen CEO, der die Verantwortung mit einem klaren Fokus auf Kunden und Markt übernimmt. Die neue Rollenverteilung ermöglicht es mir gleichzeitig, noch stärker in den Bereichen Produktstrategie und technologische Innovation aktiv zu werden. Es war für mich immer klar, dass Celum ab einer bestimmten Größe jemanden als CEO haben wird, der viel mehr auf Wachstum und Organisation wirken kann als ich. So holen wir also zusätzliche unternehmerische und vertriebliche Expertise in die Führung und verbinden Kontinuität mit frischem unternehmerischem Drive.“

Knapp 20 Mio.-Euro Umsatz

Als Chief Vision Officer soll Kräftner die langfristige Produktvision weiter vorantreiben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Weiterentwicklung des Produktportfolios vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen durch Künstliche Intelligenz, neue Formen der Content-Nutzung und zunehmend automatisierte Content-Prozesse.

Das seit seiner Gründung eigenfinanzierte und unabhängige Softwareunternehmen steigerte seinen Umsatz von 12,5 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 19,8 Millionen Euro im Jahr 2025. Heute beschäftigt Celum rund 130 Mitarbeitende aus 23 Nationen an den Standorten Linz, Wien und München.

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Mozart Data: Vier Millionen Dollar Investment für US-Daten-Startup

  • Mozart Data, ein im August aus dem Y-Combinator entsprungenes Startup bietet bei Daten-Einteilung Abhilfe und konnte nun eine vier Millionen US-Dollar Seed-Runde verkünden.
  • Als geborene Technologen haben die Gründer erkannt, wie Unternehmen immer wieder einen Datenstack aufbauten und beschlossen Mozart Data zu starten.
  • Bei einem modernen Datenstack geht es darum, Technologien zu verwenden, mit denen Mitarbeiter, Analysten und Abteilungen Daten aus vielen verschiedenen Datenbanken und SaaS-Tools schnell nutzen und verstehen können.
  • Werden die Daten durch einen Data Stack gejagt, so verwandeln sie sich in Datenbits mit Fakten- und Dimensionstabellen und klaren Feldnamen und -typen.

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