26.02.2019

MoonVision: Millioneninvestment für Wiener AI-Startup

Das Wiener Startup MoonVision, das sich auf AI-Bilderkennung spezialisiert hat, holt sich unter dem Lead der Wiener Beteiligungsgesellschaft ARAX Capital Partners eine Million Euro Kapital.
/artikel/moonvision-arax-capital-partners
MoonVision GmbH: Das Team - Millioneninvestment durch ARAX Capital Partners
(c) MoonVision GmbH: Das Team

Begonnen hat das Wiener Startup MoonVision mit der visuellen Erfassung von Grillhendln. Die auf Machine Learning basierende Object Tracking-Technologie des Unternehmens ermöglichte in diesem ersten Usecase das Zählen und Kategorisieren von Speisen. Erst kürzlich wurde eine entsprechende Kooperation mit dem Wiener Hotel Sacher bekanntgegeben. Doch auch in der Industrie arbeitet das Wiener Startup an Anwendungsfällen – etwa in der Mängelbestimmung. Kunden sind etwa Audi, Miba, Vodafone und Webasto.

+++ Wiener AI-Startup gewinnt Hotel Sacher als Kunden +++

Wiener ARAX übernimmt Lead bei Millioneninvestment

„MoonVision ist das heißeste Eisen in der österreichischen Artificial Intelligence Szene. Wir waren nach der Due Diligence Prüfung extrem beeindruckt“, sagt Thomas Cimbal, Geschäftsführer von ARAX Capital Partners. Seine in Wien ansässige Gesellschaft übernahm nun den Lead in einer eine Million Euro-Kapitalrunde für MoonVision. Das Kapital soll in die Internationalisierung, die Produktentwicklung und den Ausbau des Teams des Teams fließen, heißt es vom Startup.

„Gut gefüllte Auftragsbücher“ bei MoonVision

„Mit der aktuellen Kapitalausstattung durch Kundenprojekte, unseren Partner ARAX und bestehende Mittel verfügen wir über eine hervorragende Basis, um unsere hoch gesteckten Ziele erreichen zu können. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und nun können wir die nächsten Wachstumsschritte noch offensiver planen“, sagt Kamil Kula, COO des Startups. Das 15-köpfige Team arbeite mit vollem Einsatz an der MoonVision Toolbox, ergänzt CEO Florian Bauer. Schon bis 2020 wolle man es an die Weltspitze schaffen. „Wir entwickeln laufend neue Features und verbessern das Nutzer-Erlebnis. Damit geben wir Geschäftskunden das passende Werkzeug an die Hand, die fast grenzenlose Welt der Computer Vision und automatisierten Erkennung für sich zu erschließen“. 2019 stehe auch die ISO-Zertifizierung als fixer Bestandteil auf der Roadmap.

Archiv: MoonVision CEO Florian Bauer im Video-Talk

Florian Bauer, der CEO & Co-Founder von The MoonVision GmbH, einer der Lieblinge der heimischen AI Szene, Live von der Lauch Party ihrer neuen Self-Service Plattform für real time object tracking!

Gepostet von DerBrutkasten am Dienstag, 29. Mai 2018

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Österreichische Unternehmen setzten im bisherigen Jahresverlauf 2026 positive Impulse am Kapitalmarkt, auch wenn die Belebung noch nicht alle Marktsegmente erfasste. Wie das aktuelle IPO Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt, stehen vier Neuzugänge an der Wiener Börse, ein neuer ATX-Rekord sowie zwei Börsengänge österreichischer Unternehmen im Ausland zu Buche.

Die zwei Auslands-Listings waren das Unternehmen Asta Energy, das im Jänner in Frankfurt an die Börse ging, sowie Innio Jenbacher mit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq. Parallel dazu entwickelte sich der heimische Aktienmarkt stark: Der ATX inklusive Dividenden erreichte am 28. September mit 17.618,00 Punkten ein neues Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent im Plus.

Vier Neuzugänge an der Wiener Börse

Am österreichischen Kapitalmarkt verzeichnete die Wiener Börse im laufenden Jahr vier Neuzugänge. Mit dem Handelsstart der Biogena Good Vibes AG am 10. September im Segment direct market plus kam der vierte Neuzugang an die Börse – brutkasten berichtete. Dem Listing ging eine außerbörsliche Kapitalerhöhung mit öffentlichem Aktienangebot voraus. Laut Unternehmensangaben zeichneten mehr als 2.300 neue Aktionär:innen Aktien, wobei sich der Mittelzufluss auf fast 18 Mio. Euro belief. Zuvor gingen dieses Jahr die Emerald Horizon AG im standard market (brutkasten berichtete), die FIT Group AG im direct market plus und die K2G Holding AG im direct market an den Wiener Markt.

Ein klassischer IPO eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt wurde im dritten Quartal hingegen nicht verzeichnet. Seit Anfang Juli ist der direct market plus zudem als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert, was insbesondere Wachstumsunternehmen und KMU den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern soll.

„Für nachhaltige Belebung des IPO-Markts braucht es gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen“

„Das dritte Quartal zeigt ein differenziertes Bild: Ein klassischer IPO im geregelten Markt blieb zwar aus, zugleich belegen die Neuzugänge und insbesondere das zusätzliche Listing von Biogena, dass der Kapitalmarkt auch für österreichische Wachstumsunternehmen eine relevante Finanzierungsoption sein kann. Dass mehr als 2.300 neue Aktionärinnen und Aktionäre gewonnen und fast 18 Millionen Euro eingeworben wurden, ist ein positives Signal für die Mobilisierung privaten Kapitals“, analysiert Martina Geisler, Partnerin und Leiterin IPO bei EY Österreich.

„Für eine nachhaltige Belebung des heimischen IPO-Markts braucht es nun eine gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen. Entscheidend sind eine überzeugende Equity Story, transparente Governance, realistische Bewertungsvorstellungen und die Bereitschaft, den Kapitalmarkt frühzeitig in die Wachstumsstrategie einzubinden. Der EU-KMU-Wachstumsmarkt kann dabei helfen, die Einstiegshürden für kleinere und mittlere Unternehmen zu senken“, so Geisler weiter.

Wer den Kapitalmarkt in Betracht ziehe, müsse daher „frühzeitig Börsenreife herstellen und seine Equity Story klar auf die Bedürfnisse eines internationalen Investorenkreises ausrichten“, heißt es von EY.

Erweiterung im global market

Neben den Neuzugängen erweiterte die Wiener Börse am 9. September den global market – das Handelssegment für bereits an anderen Börsen notierte internationale Aktien – um 45 Titel aus dem Nasdaq 100 und dem S&P 500. Damit sind dort nun erstmals mehr als 1.000 internationale Wertpapiere in Euro, zu Inlandskonditionen und während der Wiener Börsenzeiten handelbar. Bei diesen Einbeziehungen handelt es sich nicht um österreichische IPOs.

Im weltweiten Vergleich blieben die IPO-Märkte im dritten Quartal 2026 mit 367 Börsengängen nahezu stabil (Vorjahresquartal: 374), während das Emissionsvolumen um 79 Prozent auf 93,3 Mrd. US-Dollar stieg. „Die hohen Emissionsvolumina dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung des IPO-Markts noch nicht in der Breite angekommen ist. Das dritte Quartal wurde stark von wenigen sehr großen Transaktionen geprägt“, erläutert Geisler.

Weltweit entfielen im dritten Quartal rund 75 Prozent des Platzierungsvolumens auf die Branchen Advanced Manufacturing und Technology. Getragen werde der Markt laut EY von Equity Stories, die auf kritische Infrastruktur und Energie, KI und Robotik sowie Verteidigung einzahlen.

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