26.06.2020

Mond-Klo-Challenge: NASA bietet 35.000 Dollar Preisgeld für neue Lösung

2024 sollen im Programm Artemis nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf dem Mond landen. Davor will man noch eine bessere Lösung für ein Mond-Klo finden und bittet die Crowd in der "Lunar Loo Challenge" um Hilfe.
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NASA: Lunar Loo Challenge - auf der Suche nach dem neuen Mond-Klo
(c) NASA: Lunar Loo Challenge - auf der Suche nach dem neuen Mond-Klo

Es geht um die Wurst im ab 2024 geplanten NASA-Mond-Programm Artemis. Mehr als 50 Jahre nach Ende der Apollo-Missionen sollen wieder Menschen auf dem Mond landen und dort auch längere Zeit verweilen, um eine Mars-Mission vorzubereiten. Bevor es soweit ist, will man unter anderem noch eine Herausforderung meistern: Es soll eine neue Lösung für ein Mond-Klo gefunden werden.

Mond-Klo soll in Schwerelosigkeit und am Mond funktionieren

„Es gibt zwar bereits Weltraumtoiletten und diese werden auch benutzt (z.B. auf der Internationalen Raumstation), doch diese sind nur auf Mikrogravitation ausgelegt. Die NASA ist auf der Suche nach einem Gerät der nächsten Generation, das kleiner und effizienter ist und sowohl in der Mikrogravitation [Anm. „Schwerelosigkeit“] als auch in der Mondgravitation [Anm. ca. ein Sechstel der Erdgravitation] funktioniert“, heißt es von der NASA. Denn die Rückkehr zum Mond bis 2024 sei ein ehrgeiziges Ziel, und man arbeite daher an Ansätzen zur Miniaturisierung und Rationalisierung der bestehenden Toiletten.

Lunar Loo Challenge: „radikal neue Ansätze“ mit festgelegter Urin- und Kot-Menge

Die US-Weltraumbehörde hat daher die „Lunar Loo Challenge“ auf der Crowdsourcing-Plattform HeroX ins Leben gerufen. „Wir laden auch die Weltgemeinschaft zu Ideen ein, da wir wissen, dass sie das Problem mit einer anderen Denkweise als jener der traditionellen Luft- und Raumfahrttechnik angehen wird. Diese Challenge soll radikal neue und andere Ansätze für das Problem der Sammlung und Lagerung menschlicher Ausscheidungen bringen“, heißt es von der NASA.

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Auf einer Unter-Seite der Challenge-Page gibt es allerdings sehr genaue Spezifikationen, die das Mond-Klo erfüllen muss. So darf es etwa auf der Erde höchstens 15 Kilogramm wiegen, muss aber pro Nutzung bis zu einem Liter Urin und bis zu 500 Gramm Kot bzw. Erbrochenes aufnehmen können.

Kleines Preisgeld für Erwachsene – Merchandise-Produkte für Kinder

Zu gewinnen gibt es 35.000 US-Dollar Preisgeld, die auf die drei Teilnehmer mit den besten Mond-Klo-Vorschlägen aufgeteilt werden (20.000/10.000/5.000). Dazu gibt es eine „Junior-Kategorie“ für Teilnehmer unter 18 Jahren, die zwar kein Preisgeld, aber mediale Aufmerksamkeit und NASA-Merchandise-Produkte erhalten sollen.

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Impeto Impact Gründer Jim Lefébre © Jim Lefébre

Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.

Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.

Modellrechnungen statt Live-Einsatz

„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“

BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.

BESS Invest Dashboard © Impeto Impact

Verzicht auf KI

Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.

Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.

Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.

Co-Location und Expansionspläne

Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.

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Mond-Klo-Challenge: NASA bietet 35.000 Dollar Preisgeld für neue Lösung

  • Mehr als 50 Jahre nach Ende der Apollo-Missionen sollen im Programm Artemis ab 2024 wieder Menschen auf dem Mond landen und dort auch längere Zeit verweilen, um eine Mars-Mission vorzubereiten.
  • Bevor es soweit ist, will man unter anderem noch eine Herausforderung meistern: Es soll eine neue Lösung für ein Mond-Klo gefunden werden.
  • „Die NASA ist auf der Suche nach einem Gerät der nächsten Generation, das kleiner und effizienter ist und sowohl in der Mikrogravitation [Anm. „Schwerelosigkeit“] als auch in der Mondgravitation [Anm. ca. ein Sechstel der Erdgravitation] funktioniert“, heißt es von der NASA.
  • Denn die Rückkehr zum Mond bis 2024 sei ein ehrgeiziges Ziel, und man arbeite daher an Ansätzen zur Miniaturisierung und Rationalisierung der bestehenden Toiletten.
  • Die US-Weltraumbehörde hat daher die „Lunar Loo Challenge“ auf der Crowdsourcing-Plattform HeroX ins Leben gerufen.
  • Zu gewinnen gibt es 35.000 US-Dollar Preisgeld, die auf die drei Teilnehmer mit den besten Mond-Klo-Vorschlägen aufgeteilt werden.

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