Coaching ist heutzutage für viele Führungskräfte unverzichtbar. Als Coaching-Anbieter mit entsprechendem Renommee kann man daran gut verdienen. Wirklich skalierbar ist das Coaching-Business aber bislang nicht. Das ursprünglich von Florian Gschwandtner mitgegründete oberösterreichische Unternehmen Leaders21 will diesen Umstand nun mit seiner neuen KI-gestützten Plattform „Milla“ ändern.
„Persönlicher Coach, der jederzeit und überall zur Verfügung steht“
Die „KI-Mentorin“, die wahlweise über Chat- oder Voice-Interface läuft, soll natürlich auch für die Kund:innen Vorteile im Gegensatz zum klassischen Coaching durch Menschen bieten. „Mit Milla schaffen wir eine neue Form von Personalentwicklung: Unterstützung genau dann, wenn Fragen auftauchen. Stellen Sie es sich so vor: Sie haben einen persönlichen Coach, der Ihnen jederzeit und überall zur Verfügung steht“, erklärt Thomas Kleindessner, CEO und Co-Founder von Leaders21.
Milla: Angebot für Führungskräfte und andere Mitarbeiter:innen
Angesprochen sollen damit sowohl Führungskräfte als auch andere Mitarbeiter:innen werden. Milla deckt Themen wie Leadership, Collaboration, Selbstführung und Change Management ab. Dabei sei die langjährige Erfahrung von Leaders21 eingeflossen. Die „KI-Mentorin“ nutze bewährte Coaching-Methodik – darunter praxisnahe Reflexionsfragen, Fallbeispiele und erprobte Tools.
Leaders21 betont Datenschutz
Dabei erfülle Milla alle Anforderungen der DSGVO und setze auf höchste Sicherheitsstandards, wird von Leaders21 betont. Gespräche und Daten werden laut Unternehmen verschlüsselt verarbeitet und nicht für Werbezwecke genutzt. Persönliche Inhalte werden ausschließlich anonymisiert weiterverarbeitet. „Datenschutz und Vertraulichkeit sind die Grundlage jeder Weiterentwicklung. Mit Milla können Unternehmen und Nutzer sicher sein, dass persönliche Informationen geschützt bleiben – genauso wie im individuellen Coaching, nur digital und jederzeit verfügbar“, so Kleindessner.
Der European Venture Sentiment Index von Venionaire für das 2. Quartal 2026 zeigt wieder einmal: Es ist anders gekommen, als erwartet. Dabei passen die harten Zahlen aktuell nicht unbedingt mit der Stimmung zusammen.
Der European Venture Sentiment Index von Venionaire für das 2. Quartal 2026 zeigt wieder einmal: Es ist anders gekommen, als erwartet. Dabei passen die harten Zahlen aktuell nicht unbedingt mit der Stimmung zusammen.
„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.
Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.
Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.
(c) Venionaire Capital
Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.
DeepTech im Vorteil
Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.
Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.
Größte Runden und stärkste Länder
Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).
(c) Venionaire Capital
Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“
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