09.09.2025
"KI-MENTORIN"

Milla: Leaders21 coacht jetzt auch mit KI-Anwendung

Leaders21 aus Oberösterreich will seine Coaching-Expertise mit der KI-gestützten Plattform "Milla" skalierbar machen.
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Leaders21 Gründer
Florian Gschwandtner und Thomas Kleindessner | (c) Leaders21

Coaching ist heutzutage für viele Führungskräfte unverzichtbar. Als Coaching-Anbieter mit entsprechendem Renommee kann man daran gut verdienen. Wirklich skalierbar ist das Coaching-Business aber bislang nicht. Das ursprünglich von Florian Gschwandtner mitgegründete oberösterreichische Unternehmen Leaders21 will diesen Umstand nun mit seiner neuen KI-gestützten Plattform „Milla“ ändern.

„Persönlicher Coach, der jederzeit und überall zur Verfügung steht“

Die „KI-Mentorin“, die wahlweise über Chat- oder Voice-Interface läuft, soll natürlich auch für die Kund:innen Vorteile im Gegensatz zum klassischen Coaching durch Menschen bieten. „Mit Milla schaffen wir eine neue Form von Personalentwicklung: Unterstützung genau dann, wenn Fragen auftauchen. Stellen Sie es sich so vor: Sie haben einen persönlichen Coach, der Ihnen jederzeit und überall zur Verfügung steht“, erklärt Thomas Kleindessner, CEO und Co-Founder von Leaders21.

Milla: Angebot für Führungskräfte und andere Mitarbeiter:innen

Angesprochen sollen damit sowohl Führungskräfte als auch andere Mitarbeiter:innen werden. Milla deckt Themen wie Leadership, Collaboration, Selbstführung und Change Management ab. Dabei sei die langjährige Erfahrung von Leaders21 eingeflossen. Die „KI-Mentorin“ nutze bewährte Coaching-Methodik – darunter praxisnahe Reflexionsfragen, Fallbeispiele und erprobte Tools.

Leaders21 betont Datenschutz

Dabei erfülle Milla alle Anforderungen der DSGVO und setze auf höchste Sicherheitsstandards, wird von Leaders21 betont. Gespräche und Daten werden laut Unternehmen verschlüsselt verarbeitet und nicht für Werbezwecke genutzt. Persönliche Inhalte werden ausschließlich anonymisiert weiterverarbeitet. „Datenschutz und Vertraulichkeit sind die Grundlage jeder Weiterentwicklung. Mit Milla können Unternehmen und Nutzer sicher sein, dass persönliche Informationen geschützt bleiben – genauso wie im individuellen Coaching, nur digital und jederzeit verfügbar“, so Kleindessner.

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SuperCycle Gründerinnen Rhana Loudon und Olivia "Lilli" Hromatka © SuperCycle / Sigrid Mayer

Discokugel an der Decke, Spiegel an den Wänden und ein neonpinker Schriftzug, auf dem „SuperCycle“ zu lesen ist. Im Takt treten bis zu 40 Beinpaare auf den Bikes und lassen Herzfrequenzen in die Höhe schnellen.

Dieses Gefühl, das SuperCycle seit 2016 in seinen fünf Wiener Studios aufgebaut hat, soll jetzt über die Stadtgrenzen hinausfinden. Seit dem ersten Jahr erreichen Mitgründerin Olivia „Lilli“ Hromatka und ihre Co-Founderin Rhana Loudon laufend E-Mails aus anderen Städten, vor allem aus Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Jetzt reagiert das Unternehmen darauf: Mit einem Franchisemodell soll das Boutique-Cycling-Konzept österreichweit wachsen.

Was hinter dem Konzept steckt

© SuperCycle / Sigrid Mayer

SuperCycle ist ein Indoorcycling-Studio: Auf stationären Rädern fahren die Teilnehmenden im Gruppenkurs zur Musik, angeleitet von Instructor:innen, die Tempo, Widerstand und Choreografie vorgeben. Dabei setzen die Trainer:innen auf durchchoreografierte, HIIT(High-Intensity-Intervall-Training)-basierte Einheiten im abgedunkelten Raum, mit Lichtshow und Playlist als festem Bestandteil der Stunde.

Über 165 solcher Kurse laufen aktuell pro Woche in den Wiener Studios, aufgeteilt auf Formate wie Soft-, Sculpt- und Music-Rides. Die Gründerinnen Loudon und Hromatka haben SuperCycle über das letzte Jahrzehnt ohne Investor:innen aufgebaut.

Zehn Prozent Abgaben und 32.000 Euro Einstiegsgebühr

Konkrete Zahlen zum neuen Franchisemodell nennt Hromatka im brutkasten-Interview: Die monatlichen Gesamtgebühren sollen sollen bei rund zehn Prozent des Nettoumsatzes liegen, dazu kommt die Einstiegsgebühr von 32.000 Euro. Auf weitere Kosten bzw. genauere Zahlen wird im näheren Kennenlernen der Franchise PartnerInnen eingegangen, erklärt Hromatka. Denn wer ein Studio eröffnet, muss auch investieren: SuperCycle-Studios brauchen etwa eine eigene Lüftung sowie einen Raum-in-Raum, um die Musik in voller Lautstärke spielen zu können, ohne die Nachbarschaft zu stören.

Auch die Bikes schaffen sich Franchisenehmer:innen selbst an. Wie hoch die Gesamtinvestition ausfällt, hängt von Studiogröße und Standort ab. Wichtig seien in jedem „Fall Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, die Liebe zu SuperCycle, und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein, um eine Community aufzubauen“, ergänzt die Co-Founderin.

Vier Landeshauptstädte zuerst

Die Expansion soll schrittweise erfolgen. „Ziel wäre Graz, ein bis zwei Studios, Linz, Salzburg, Innsbruck“, so Hromatka. Erst wenn die Partnerschaften in Österreich funktionieren, ist internationale Expansion geplant. „Ich bin ein großer Fan davon, sich realistische Ziele zu setzen“, erklärt die Co-Founderin weiter. Für jeden Standort gibt es laut eigenen Angaben bereits eine Gebietsanalyse, auf deren Basis ein Gebietsschutz vergeben wird, je nach Nachfrage auch mehrere Gebiete pro Stadt.

Rund 30 Interessent:innen, gezielte Auswahl

Bislang haben sich laut Hromatka rund 30 Interessent:innen gemeldet. Gesucht wird nicht in erster Linie Fitnessbranchen-Erfahrung, sondern Haltung: „Es geht nicht darum, dass jemand das aufbauen will, um einfach nur Geld zu machen“, sagt Hromatka. Wichtiger seien Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, ein finanzielles Backup und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein.

Der Anspruch bleibt laut Hromatka derselbe wie beim Wiener Start: „Wir wollten weg von diesem langweiligen Sport.“ Wer einmal eine Sportart gefunden hat, die Freude macht, bleibt langfristig dabei. Genau dieses Gefühl soll das Franchisemodell nun nach ganz Österreich bringen.

© SuperCycle / Sigrid Mayer
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