06.06.2025
SORTIMENTERWEITERUNG

Mietwäsche-Unternehmen Linen2GO erweitert Sortiment und plant Expansion

Das 2022 gegründete Startup Linen2GO ist ein Franchise-System für Wäscheverleih aus dem Mutterkonzern Salesianer. Nach einigen Standorteröffnungen in ganz Österreich erweitern sie jetzt ihr Sortiment in Wien und Maishofen. Außerdem will das Unternehmen ins Ausland expandieren.
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Thomas Krautschneider und Victor Ioane sind die Gründer von Linen2GO. (c) Salesianer
Thomas Krautschneider und Victor Ioane sind die Gründer von Linen2GO. (c) Salesianer

Mit Linen2GO hat das österreichische Familienunternehmen Salesianer ein Tochterunternehmen gegründet, das eine Lösung für Hotels, Airbnbs oder auch Privatkund:innen anbietet (brutkasten berichtete). Mit Linen2GO kann man per App selbstständig Wäsche aus Wäschecontainern entnehmen. Diese Wäschecontainer sind bereits mehreren Teilen Österreichs vertreten.

Linen2GO hat vier Standorte in Salzburg, zudem jeweils einen in Tirol und Wien – und deckt hier den Bedarf an frischer Bettwäsche und Handtüchern ab. Der Mutterkonzern Salesianer ist ein generationenaltes Familienunternehmen, das sich auf Textilservice für Großbetriebe wie beispielsweise Krankenhäuser spezialisiert hat. Mit Linen2GO richten sie die Gründer Thomas Krautschneider und Victor Ionae an eine andere Zielgruppe: Hotels, Airbnbs und Privatkunden.

Erweiterung des Sortiments an zwei Standorte

Neben Bettwäsche und Handtüchern bietet Linen2GO seit kurzem jetzt auch an zwei der Standorten Tischwäsche an. In Maishofen, Salzburg, sowie in Wien werden jetzt Tischtücher, Mundservietten und Deckservietten angeboten. Das erweiterte Sortiment sei eine Reaktion auf eine Kundenbefragung, so Natascha Schuster von Linen2GO: „Das Thema Tischwäsche ist an diesen beiden Standorten aufgekommen. Wir sehen hier auch ein großes Potential mit einer komplett neuen Zielgruppe von Restaurants und Catering Services, die wir mit Bett- und Frotteewäsche nicht beglücken können“.

Sollte sich das erweiterte Angebot bewähren, werde man überlegen, das Tischservice auch an den anderen Standorten anzubieten, so Schuster. Das Konzept ist altbewährt und funktioniert gleich wie bei den bisherigen Textilien. „Unsere Kund:innen sind von dem Konzept begeistert und schätzen vor allem die frischen Ideen hinter Linen2GO“, so Schuster.

Expansion über Österreich hinaus geplant

Zusätzlich ist jetzt eine Expansion auch über Österreich hinaus geplant: Demnächst wird in Rumänien ein Linen2GO-Store eröffnet – zudem werden weitere Anfragen aus europäischen Staaten und sogar darüber hinaus geprüft, so heißt es auf brutkasten-Anfrage.

„Unser Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad von Linen2GO im B2B-Bereich, aber auch für private Haushalte zu erhöhen“, so Schuster. Derzeit liegt das Verhältnis von B2B zu B2C bei etwa 90 zu 10. Wobei auch bei den B2B-Kund:innen viele kleinere Unternehmen sind. Große Hotels würden nicht zur Zielgruppe gehören, so Schuster.

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Impeto Impact Gründer Jim Lefébre © Jim Lefébre

Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.

Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.

Modellrechnungen statt Live-Einsatz

„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“

BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.

BESS Invest Dashboard © Impeto Impact

Verzicht auf KI

Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.

Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.

Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.

Co-Location und Expansionspläne

Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.

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