29.04.2021

Meme Lord/Lady: Bitpanda schreibt eigenen Job für Memes aus

Das Wiener Krypto-Fintech greift einen Trend aus den USA auf und sucht einen "Meme Lord/Lady".
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Paul Klanschek, Eric Demuth und Christian Trummer haben ein Unicorn geschaffen
Paul Klanschek, Eric Demuth und Christian Trummer haben ein Unicorn geschaffen | © Bitpanda

Der österreichische Krypto-Neobroker Bitpanda hat einen ungewöhnlichen Job ausgeschrieben. Unter dem Titel „Meme Lord/Lady“ wird jemand gesucht, der oder die „Internet-Kultur atmet“. „You know the ins and outs of what ? Instagram content that not only educates but also entertains people“, heißt es in dem Inserat.

Unter Meme versteht man in der Regel Bilder, oft aus bekannten Filmen oder Serien, die mit einem Spruch in einen neuen Kontext gesetzt werden. Sehr oft werden Memes als Synonym für viralen Content gesehen und in diesem Sinne dürfte auch die Rolle bei Bitpanda zu verstehen sein. Memes sind da nur ein Teil. Der oder die „Meme Lord/Lady“ soll ganze Medien-Kampagnen für Plattformen wie Twitter, Instagram, YouTube, LinkedIn, Facebook, TikTok entwickeln und neueste Trends in diesem Bereich am Radar haben.

„Chief Meme Officer“ als neuer Trend

Bitpanda setzt damit auf einen Trend, der in den USA vergangenes Jahr aufkam. Die Biermarke Bud Light sorgte beispielsweise mit einem Jobinserat für einen „Chief Meme Officer“ für Aufsehen. In diesem Fall ging es tatsächlich nur um die Produktion von Meme-Bildern und zwar zehn Stück pro Woche. Die Position war allerdings auf drei Monate befristet.

Das Wiener Krypto-Fintech Bitpanda hat im März mit einer Finanzierungsrunde über 170 Millionen Dollar als erstes Tech-Startup Österreichs Unicorn-Status erreicht, also eine Firmenbewertung von mehr als einer Milliarde Dollar. Seither konnte die Krypto- und Edelmetall-Handels-App zu einem umfangreichen Neobroker ausgebaut werden, über den auch in Teile von Aktien oder ETFs investiert werden kann.

DisclaimerDie Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Die xchannels.ai-Gründerinnen Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili. © xchannels.ai

Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.

Acht Länder, 50 Kund:innen

Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.

Ein Großkunde als Ausgangspunkt

Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.

Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.

Wachstum über Partnerschaften

Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.

Standorte in London und New York geplant

Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.

Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.

Beispielhafter Content-Distributions-Screen von xchannels.ai © xchannels.ai

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