20.04.2020

Meine Wollke: Bio-Schutzmasken von Slipeinlagen-Startup bei Merkur, Billa und Bipa

Anfang April stieg das niederösterreichische Startup Meine Wollke in der Produktion von Bio-Baumwoll-Slipeinlagen auf Bio-Baumwoll-Mund-Nasen-Schutz um. Eine langjährige Vertriebspartnerschaft mit Rewe kommt dem Unternehmen im Verkauf zugute.
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Meine Wollke - Umstieg von Bio-Baumwoll-Slipeinlagen auf Bio-Schutzmasken
(c) Ludwig Fahrnberger: Meine Wollke-Gründerin Sabine Fallmann-Hauser (im Hintergrund)

Die Sexualpädagogin Sabine Fallmann-Hauser produziert mit ihrem Startup „Meine Wollke“ üblicherweise gleichnamige waschbare Bio-Baumwoll-Slipeinlagen. Spätestens seit einem Auftritt in der Startup-TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ im Jahr 2018 ist sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Dort überzeugte sie auch Rewe und holte sich das damals vergebene „Bipa-Startup-Ticket“. Die Vertriebspartnerschaft mit Rewe besteht nach wie vor und kommt dem niederösterreichischen Startup nun auch mit seinem angesichts der Coronavirus-Pandemie neu eingeführten Produkt zugute: Schutzmasken

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Meine Wollke-Bio-Schutzmasken: 15.000 Stück an Merkur, Billa und Bipa

„Rewe ist einer unserer treuesten und langjährigsten Partner. Wir freuen uns, etwas zurückgeben zu können und werden versuchen, so viele Filialen wie möglich sukzessive mit unserem Mund-Nasen-Schutz auszustatten“, sagt Fallmann-Hauser. Zunächst werden 15.000 Stück produziert, die erst an Merkur und dann an Billa und Bipa geliefert werden. Auch im Online-Shop sollen die Schutzmasken bald erhältlich sein. Die Slipeinlagen des Startups sind in Österreich in 220 Bipa-Filialen gelistet und in Deutschland in einigen Regionen bei Rewe erhältlich.

Schutz von Arbeitsplätzen arbeitspolitisch benachteiligter Frauen

Bereits Anfang April stellte Meine Wollke die Produktion um. „Wir sind stolz, mit unserem Unternehmen etwas Sinnvolles zur aktuellen Lage beitragen und die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und der Näherinnen in St. Pölten sichern zu können“, sagt die Gründerin. Das Startup kooperiert seit Beginn mit der GW St. Pölten und schützt damit die Arbeitsplätze von arbeitspolitisch benachteiligten Frauen. Die Sortimentserweiterung soll nun dafür sorgen, dass die Näherinnen ihre Arbeit weiter fortsetzen können. 2019 war Meine Wollke auch unter den Top 10 des Wettbewerbs Greenstart.

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb

Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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Meine Wollke: Bio-Schutzmasken von Slipeinlagen-Startup bei Merkur, Billa und Bipa

  • Die Sexualpädagogin Sabine Fallmann-Hauser produziert mit ihrem Startup „Meine Wollke“ üblicherweise gleichnamige waschbare Bio-Baumwoll-Slipeinlagen.
  • Spätestens seit einem Auftritt in der Startup-TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ im Jahr 2018 ist sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
  • Dort überzeugte sie auch Rewe und holte sich das damals vergebene „Bipa-Startup-Ticket“.
  • Die Vertriebspartnerschaft mit Rewe besteht nach wie vor und kommt dem niederösterreichischen Startup nun auch mit seinem angesichts der Coronavirus-Pandemie neu eingeführten Produkt zugute: Schutzmasken.
  • Auch im Online-Shop sollen die Schutzmasken bald erhältlich sein.
  • Das Startup kooperiert seit Beginn mit der GW St. Pölten und schützt damit die Arbeitsplätze von arbeitspolitisch benachteiligten Frauen.

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