10.08.2020

Diskussion um bezahlte „Masken-Pausen“ für Angestellte

Forderungen für eine Viertelstunde "Masken-Pause" nach zwei Stunden Arbeit werden im Handel laut. Der Handelsverband stellt sich dagegen.
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Masken-Pausen für den Handel? (c) Adobe Stock / Pormezz
Masken-Pausen für den Handel? (c) Adobe Stock / Pormezz

Es wurde mehrfach für sie applaudiert, während des Lockdown galten sie als „Helden der Coronakrise„: Die Angestellten im Handel. „Jetzt geht es ganz konkret darum, ihnen ihren Arbeitsalltag zu erleichtern“, sagt Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp. Gefordert wird daher eine bezahlte „Masken-Pause“ für Angestellte im Handel.

Denn die Angestellten im Handel müssen oft körperlich anstrengende Tätigkeiten wie das Einschlichten von Regalen verrichten oder hinter einer heißen Theke stehen – dabei müssen sie auch weiterhin eine Coronamaske tragen. Konkret fordert die Gewerkschaft daher eine Viertelstunde bezahlter Maskenpause nach zwei Stunden Arbeit mit Maske.

SPÖ unterstützt „Masken-Pause“

Auf politischer Ebene wird diese Forderung von der SPÖ unterstützt. SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher und SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch fordern am Montag, dass die Maskenpause von 15 Minuten nach zwei Stunden Arbeit überall dort gelten soll, wo Kundenkontakt besteht.

Die Pause soll voll verpflichtend und voll bezahlt sein, fordert die SPÖ. Eine entsprechende parlamentarische Initiative sei in Arbeit, heißt es weiter. Wichtig sei dies vor allem für Teilzeitbeschäftigte, da diese bei nur sechs Stunden Arbeit keinen Anspruch auf die gesetzlich vorgeschriebene bezahlte Mittagspause haben.

Handelsverband sieht bezahlte Maskenpausen als „Super-GAU“

Der Handelsverband zeigt sich diesen Vorstellungen gegenüber weniger offen. Zwar sei es ein großes Anliegen, ein bestmögliches Betriebsklima zu schaffen und die Beschäftigungsverhältnisse in der Coronakrise so gut wie möglich abzusichern, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme: „Gesetzliche oder kollektivvertragliche Regelungen über bezahlte Maskenpausen wären allerdings aus Sicht des Handels ein administrativer Supergau für die krisengebeutelten Händler.“

Österreich sei mit dem bestehenden Regelwerk bereits „Komplexitätskaiser“ innerhalb der Europäischen Union, heißt es weiter: „Eine gewisse Eigenverantwortung muss einfach zumutbar sein. Dafür braucht es aber alle Beteiligten: die Arbeitnehmer, die Arbeitgeber und auch die Kunden, die den österreichischen Handel auch weiterhin für ihre Einkäufe nutzen und dabei sämtliche Sicherheitsvorgaben einhalten.“

Schon jetzt gebe es vielerorts Betriebsvereinbarungen, in denen das Tragen der Masken nach individuellem Erfordernis geregelt ist: Zahlreiche mitarbeiterfreundliche Sicherheitsvorkehrungen mildern überdies die Belastung durch MNS-Masken. Plexiglas-Schutzwände sind vielerorts in neuralgischen Bereichen wie im Kassenbereich vorhanden, wodurch die Beschäftigten dort gar keine Masken brauchen. Weitere Vorkehrungen wie Plexiglas-Visiere oder Kinnschutz kommen ebenfalls zum Einsatz. Darüber hinaus ist die individuelle Belastung je nach Warengruppe und Tätigkeit im Handel sehr unterschiedlich ausgeprägt,“ heißt es abschlißend: „Daher braucht es keine weitere Regelung mit der Gießkanne.“

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

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Diskussion um bezahlte „Masken-Pausen“ für Angestellte

  • Es wurde mehrfach für sie applaudiert, während des Lockdown galten sie als „Helden der Coronakrise“: Die Angestellten im Handel.
  • „Jetzt geht es ganz konkret darum, ihnen ihren Arbeitsalltag zu erleichtern“, sagt Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp.
  • Denn die Angestellten im Handel müssen oft körperlich anstrengende Tätigkeiten wie das Einschlichten von Regalen verrichten oder hinter einer heißen Theke stehen – dabei müssen sie auch weiterhin eine Coronamaske tragen.
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  • Auf politischer Ebene wird diese Forderung von der SPÖ unterstützt.
  • Die Pause soll voll verpflichtend und voll bezahlt sein, fordert die SPÖ. Eine entsprechende parlamentarische Initiative sei in Arbeit, heißt es weiter.

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  • Es wurde mehrfach für sie applaudiert, während des Lockdown galten sie als „Helden der Coronakrise“: Die Angestellten im Handel.
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  • Es wurde mehrfach für sie applaudiert, während des Lockdown galten sie als „Helden der Coronakrise“: Die Angestellten im Handel.
  • „Jetzt geht es ganz konkret darum, ihnen ihren Arbeitsalltag zu erleichtern“, sagt Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp.
  • Denn die Angestellten im Handel müssen oft körperlich anstrengende Tätigkeiten wie das Einschlichten von Regalen verrichten oder hinter einer heißen Theke stehen – dabei müssen sie auch weiterhin eine Coronamaske tragen.
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  • Es wurde mehrfach für sie applaudiert, während des Lockdown galten sie als „Helden der Coronakrise“: Die Angestellten im Handel.
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