05.02.2020

Im März tritt „Höhle der Löwen“ gegen „2 Minuten 2 Millionen“ an

Ab 10. März werden jeden Dienstag neue Folgen der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" ausgestrahlt - also zeitgleich mit der Startup-Show "2 Minuten 2 Millionen" auf Puls4.
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Höhle der Löwen Investoren
Die Höhle der Löwen: Staffel 7 startet am 10. März 2020 © TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Eigentlich hatten Österreichs und Deutschlands Startups damit gerechnet, dass sie erst im Herbst wieder neue Folgen der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) sehen werden. Doch nun verkündet der TV-Sender, dass die siebte Staffel bereits ab dem 10. März 2020 on air gehen wird – und zwar immer um dienstags um 20:15 Uhr. Damit buhlt „Die Höhle der Löwen“ zumindest in Österreich im direkten Vergleich mit der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Millionen“ um die Zuschauerzahlen.

+++2 Minuten 2 Millionen: Alle Hingründe, Interviews und Porträts+++

Die siebte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ist auf sechs neue Folgen angelegt, in denen die Startups um die Gunst der Investoren buhlen werden. Die siebte Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ ist am 4. Februar auf Puls4 gestartet und beinhaltet laut Puls4 17 Ausgaben.

Vox ist Teil der Mediengruppe RTL, Puls4 ist Teil von ProSiebenSat1Puls4. Seitens Vox wird betont, dass DHDL die erfolgreichste Primetime-Eigenproduktion in der Geschichte des TV-Senders ist.

Die Höhle der Löwen-Investoren in Staffel 7

Als Investoren sind bei „Die Höhle der Löwen“ diesmal Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen, Georg Kofler, Ralf Dümmel und Nils Glagau mit an Bord.


Für Frank Thelen ist es die letzte DHDL-Staffel. Nach der siebten Staffel wird er aus der Sendung ausscheiden, anstatt ihm kommt Formel 1-Weltmeister Nico Rosberg an Bord. Moderiert wird auch die siebte Staffel wieder von  Amiaz Habtu. Er führt bereits seit 2014 bei VOX durch die Gründer-Show.

Erster Einblick in die DHDL-Startups

Der TV-Sender gibt außerdem einen ersten Einblick dazu, welche Startups in der Vox-Sendung vor den Investoren pitchen werden. Dazu gehört zum Beispiel das Startup „bruXane“ – eine moderne Zahnschiene, die die Zähne schützen und die Knirsch-Aktivität reduzieren soll. Somit könnten Folgesymptome wie Kopf-, Nacken-, Gesichts-, Rücken-, Schulterschmerzen und Tinnitus gelindert oder sogar ganz eliminiert werden, heißt es. Die Gründer erhoffen sich 1.000.000 Euro für 10 Prozent Unternehmensanteile.

+++Amabrush-Betrugsverfahren eingestellt  – das sagt der Gründer+++

Ebenso erwartet sich Hannes Mirow von „Panthergrip“ einen großen Deal bei „Die Höhle der Löwen“: Der Gründer entwickelte die ersten rutschfesten Schienbeinschoner mit zum Patent angemeldeter Außenfläche. Somit soll einschnürendes Klettband oder meterweise Tape überflüssig werden.

Die Berliner Gründer Zeevi Chaimovitch, Markus Treiber und Jörn Gutowski glauben wiederum daran, mit „KOFU“ ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt zu haben: KOFU ist eine vegane, glutenfreie und einfache Alternative zu sojabasiertem Tofu, heißt es seitens Vox: Es besteht ausschließlich aus Wasser, Kichererbsen, Salz und Gewürzen. Die Gründer bieten den Löwen 12 Prozent Unternehmensanteile für 150.000 Euro.

Wiederholungen und Online-Shop

Die jeweils aktuellen DHDL-Folgen werden auf VOXup freitags um 20:15 Uhr und auf ntv sonntags um 10:30 Uhr wiederholt. Die diversen Produkte aus der Sendung – von der „Brad Brat Bratwurst“ bis zur Schnullerspender-Box – können in einem eigenen Onlineshop erworben werden.

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Die Stadtwerke Klagenfurt versorgen die Region unter anderem mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und verantworten den öffentlichen Personennahverkehr. © Stadtwerke Klagenfurt

Ob E-Mails, vertrauliche Kunden-Dokumente oder interne Richtlinien: Viele österreichische Unternehmen haben verstanden, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz unausweichlich wird, stehen allerdings vor der Herausforderung, KI sicher in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Bei den Stadtwerken Klagenfurt entschied man sich bewusst gegen Standard-Lizenzen externer US-Hyperscaler und entwickelte stattdessen eine maßgeschneiderte Inhouse-Lösung: den „Stadtwerke GPT“, auch liebevoll „Susi-Sorglos“ genannt.

Die Vision: Ein DSGVO-konformer „Büro-Buddy“

Das Hauptziel war von Beginn an klar definiert: eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen Bedenken bezüglich des Datenschutzes komplett ausräumen können. „Wir wollten unseren Mitarbeitern einen souveränen, DSGVO-konformen Chatbot anbieten, den sie komplett bedenkenlos nutzen können, wo sie personenbezogene Daten von Kunden reinkopieren und vertrauliche Dokumente hochladen können“, erklärt Peter Weratschnig, IT-Bereichsleiter der Stadtwerke Klagenfurt.

Neben der Chatbot-Funktion dient die KI als intelligenter „Büro-Buddy“. Über ein Retrieval-Augmented-Generation-System (RAG) wurden ca. 2.000 Seiten an internen Dokumenten, von Konzernrichtlinien bis hin zu IT-Anleitungen, eingebunden, um Fragen zu regulatorischen Vorgaben oder Systembedienungen direkt zu beantworten.

Der Gamechanger: Die Austria Wirtschaftsservice (aws)-Förderung

Das Projekt hat man nicht alleine umgesetzt, sondern entstand durch den Kontakt mit dem Wiener KI-Startup BReact, das 2022 von Raphael Fakhir und Nemanja Klincov gegründet wurde. Der entscheidende Impuls für die Realisierung lag in der Förderlandschaft. Denn das finanzielle Gesamtinvestment bewegte sich im fast sechsstelligen Bereich, erklärte Weratschnig im Interview.

Hier kam die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) als entscheidender Beschleuniger ins Spiel. „Ohne diese Förderung hätten wir es nicht gemacht“, betont Weratschnig rückblickend. Die Förderung reduzierte das finanzielle Risiko für die Stadtwerke entscheidend und machte den Weg frei für die gemeinsame Entwicklung mit dem Startup.

Das Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox richtet sich an öffentliche Beschaffer und hat den Zweck, die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges als innovativem Instrument der Markterkundung, juristische und/oder technische Expertise für die Erstellung von Unterlagen für eine geplante Ausschreibung (Modul Prepare), sowie die Durchführung von innovativen Beschaffungen (Modul Transfer) zu ermöglichen. Damit sollen Anreize für eine verstärkte Innovationsnachfrage durch den öffentlichen Sektor gesetzt werden, insbesondere für Vorhaben mit positiven Beiträgen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Europäische KI-Architektur On-Premise

Auch technisch setzten die Partner auf digitale Souveränität: Als Sprachmodell dient ein Modell des französischen KI-Unternehmens Mistral, das Mitte des Jahres auch das Linzer Startup EmmiAI kaufte. Die Datenhaltung erfolgt laut Weratschnig ausschließlich On-Premise in eigenen IT-Systemen. Lediglich die reine GPU-Rechenleistung wird bei einem italienischen Anbieter angemietet. „Sobald das Modell nachdenkt, tut es das in dieser Infrastruktur ohne persistente Datenspeicherung. Danach sind keine Datenspuren außerhalb unseres IT-Systems zu finden“, erklärt der IT-Bereichsleiter. Das Resultat ist der angestrebte „Susi Sorglos“-Bot für den internen Arbeitsalltag.

Große Begehrlichkeiten & wertvolle Erkenntnisse

Nach der schrittweisen Bereitstellung als internes Web-Service stieß das Tool auf enormes Interesse in den Fachbereichen. Neben Fachfragen zu Richtlinien entstehen bereits Ideen für eigene Teil-Wissensdatenbanken oder interaktive Schulungsassistenten.

Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für künftige KI-Initiativen. „Der Benefit aus unseren Lessons Learned ist fast ebenso hoch einzustufen wie das Tool an sich“, fasst Weratschnig zusammen. Seine zentralen Ratschläge an andere Unternehmen: Von Beginn an die eigene IT-Architektur und Lieferkette der Dienstleister genau prüfen sowie die Qualität der zugrundeliegenden Analog-Dokumente gründlich analysieren.


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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