21.12.2023

Markus Jandrinitsch wird neuer Geschäftsführer von aws Gründerfonds

Markus Jandrinitsch ist seit gestern, Mittwoch, der neue Geschäftsführer der aws Fondsmanagement GmbH, des aws Mittelstandsfonds und des aws Gründerfonds. Er folgt somit auf Christoph Haimberger, der gemeinsam mit Nina Dohrau seit Oktober 2021 die Co-Geschäftsführung inne hatte.
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Markus Jandrinitsch | (c) aws Gründerfonds

Erst im Oktober 2021 hat Christoph Haimberger die Co-Geschäftsführung der aws Fondsmanagement GmbH übernommen. Damit wurde der Investor gemeinsam mit Nina Dohrau auch zum Co-Geschäftsführer für den aws Gründerfonds und den aws Mittelstandsfonds bestellt und folgte Ralf Kunzmann nach (brutkasten berichtete).

Zuvor war Haimberger langjähriger Investment Director bei der international tätigen 3TS Capital Partners und Venture Partner bei der von der Raiffeisen Bank International gegründeten Elevator Ventures. Mit seiner Erfahrungen im Bereich Venture Capital und Private Equity war Haimberger beim aws Gründerfonds vorrangig für die Bereiche Investments, Portfoliostrategie und Exits zuständig.

Markus Jandrinitsch folgt auf Christoph Haimberger nach

Nach nur rund zwei Jahren als Co-Geschäftsführer folgt nun Markus Jandrinitsch auf Haimberger nach. Dazu heißt es auf der Website des aws Gründerfonds: Markus Jandrinitsch ist „seit 20.12.2023 Geschäftsführer der aws Fondsmanagement GmbH, des aws Mittelstandsfonds und des aws Gründerfonds“.

Zu den Gründen des Ausscheidens Haimbergers aus der Geschäftsführung liegen derzeit keine offiziellen Informationen vor. Sein Profil auf der Website des aws Gründerfonds ist nicht mehr aufrufbar. Weiteren Informationen der Website zufolge bleibt Nina Dohrau Co-Geschäftsführerin der aws Fondsmanagement GmbH, des aws Gründungsfonds und des aws Mittelstandsfonds.

Jandrinitsch ist seit 2017 beim aws Gründungsfonds tätig. Davor war er zwei Jahre als Consultant im Deals Advisory bei PwC in Wien beschäftigt. Markus Jandrinitsch studierte Finanzwirtschaft und Rechnungswesen an der WU Wien und sammelte neben seinem Studium Erfahrungen in der Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung.

Gründungsfonds II ging im Frühjahr 2023 an den Start

Erst Ende März 2023 präsentierte Wirtschaftsminister Martin Kocher mit „Gründungsfonds II“ den Nachfolger des bis 2022 gelaufenen aws-Gründerfonds. Der neue Gründungsfonds wird wieder vom Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt und ist mit 72 Millionen Euro ausgestattet. Mittels privaten Co-Investitionen soll er laut Kocher auf rund eine halbe Milliarde „gehebelt“ werden. Der neue Fonds investiert pro Beteiligung mindestens 100.000 Euro und maximal fünf Millionen Euro (brutkasten berichtete).

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Die Pimcore-Geschäftsführer Dietmar Rietsch und Matthias Blauth (v.l.) © Pimcore

Der britische Private-Equity-Investor Tenzing steigt bei Pimcore ein: Wie Tenzing in einer Mitteilung bekannt gab, übernimmt das Unternehmen die Mehrheitsanteile, die bisher der Münchner Wachstumsfonds Nordwind Growth hielt. Laut Firmenbuchdaten hält der zu Nordwind gehörende NC Growth Fund I GmbH & Co. KG aktuell 73,25 Prozent an der Pimcore GmbH. Die Transaktion steht laut beiden Unternehmen noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden.

Salzburger Unternehmen für Datenverwaltung

Pimcore wurde 2009 in Salzburg gegründet und bietet eine Plattform für die Verwaltung von Produkt-, Kunden- und Asset-Daten. Laut Tenzing laufen mehr als 120.000 Installationen und über 400 Unternehmenskund:innen auf der Software. Der Deal ist der nächste Schritt in der Finanzierungsgeschichte, über die brutkasten mehrfach berichtet hat.

2018 investierte die Münchner Auctus Capital 3,5 Mio. US-Dollar in das Open-Source-Tool. 2022 sicherte sich Pimcore eine Series-B-Runde über zwölf Mio. US-Dollar, die Nordwind Growth anführte und sich damit die seither bestehende Mehrheitsbeteiligung sicherte, mit dem Ziel, die globale Expansion des Salzburger Unternehmens voranzutreiben. Rund zehn Monate später folgte die Eröffnung eines deutschen Standorts in Langenfeld sowie die Erweiterung des Management-Teams durch Matthias Blauth.

Zweites DACH Investment für Tenzing

Tenzing begründet den Einstieg mit dem wachsenden Bedarf an kontrollierten Unternehmensdaten für KI-Anwendungen. Milan Kellner, Investment Lead bei Tenzing, wird in der Mitteilung zitiert: Pimcore habe „etwas Seltenes geschaffen – eine einzige Plattform, die Unternehmen eine verlässliche Version ihrer Produkt-, Kunden- und Asset-Daten liefert, während die meisten Mitbewerber nur einen Teilbereich abdecken.“

Finanziert wird die Übernahme aus Tenzings 900 Millionen Pfund schwerem Fund III, aus dem der Investor seit 2023 investiert. Pimcore ist Tenzings zweite Investition im DACH-Raum nach dem IT-Dienstleister Mahr EDV.

Persönliches Schreiben der Pimcore-Geschäftsführer

In einem Blogbeitrag ordnen die Co-CEOs Dietmar Rietsch und Matthias Blauth die Übernahme ein: Unverändert blieben der offene Plattform-Kern („Open-Core“), das freie Deployment (Cloud, On-Premise, PaaS), die Führung durch die beiden Co-CEOs sowie die Produkt-Roadmap rund um die „Data Spine“-Strategie und die KI-native Weiterentwicklung.

Mehr Ressourcen für internationales Wachstum

Was sich laut den Geschäftsführern ändert, sind vor allem die Ressourcen für internationales Wachstum: Tenzing bringe mit rund 1,7 Milliarden Pfund verwaltetem Vermögen, 20 Portfoliounternehmen und Standorten in London, Stockholm und München zusätzliche Reichweite, um die Skalierung, auch über Zukäufe, voranzutreiben. Zudem kündigt man mehr Investitionen in Partner-Enablement, Zertifizierungen und gemeinsame Vermarktung mit dem bestehenden Ökosystem an.

Den bisherigen Investor Nordwind Growth würdigen Rietsch und Blauth für den Umbau vom Open-Source-Projekt zum Enterprise-Softwareunternehmen: In den knapp vier Jahren seit dem Einstieg sei der jährlich wiederkehrende Umsatz um mehr als das Fünffache gewachsen, das Unternehmen operativ profitabel geworden und ein Standort in Nordamerika aufgebaut worden.

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