30.04.2022

Das waren Mark Zuckerbergs Vorfahren aus Österreich

Facebook- bzw. Meta-Gründer Mark Zuckerberg hat eine ganze Reihe österreichischer Vorfahren. Der heimische Unternehmer Florian Novak betrieb vor einigen Jahren ein wenig Ahnenforschung.
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Mark Zuckerberg hat Vorfahren aus Österreich
Mark Zuckerberg hat Vorfahren aus Österreich | (c) Anthony Quintano via Wikimedia Commons

Woher stammt der Name Zuckerberg? Das lässt sich geografisch wohl nicht mehr ganz nachvollziehen. Doch vor einigen Jahren, konkret 2017, gab Facebook- bzw. Meta-Gründer Mark Zuckerberg einen entscheidenden Hinweis. „Meine Urgroßeltern kamen aus Deutschland, Österreich und Polen“, schrieb er auf Twi…, pardon, natürlich auf Facebook. Auslöser waren neue Immigrations-Gesetze des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, die der Gründer mit deutlichen Worten kritisierte, dabei aber zugleich ziemlich diplomatisch blieb (siehe unten).

Das Posting wurde – unüblich für die heimische Medienlandschaft – damals hierzulande kaum rezipiert. Nur eine Tageszeitung berichtete. Die zu diesem Zeitpunkt bereits allgegenwärtige Kritik am größten Social Media-Konzern, etwa an seinem Umgang mit Daten, könnte hier eine Rolle gespielt haben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es in den großen Redaktionen niemandem aufgefallen ist, schließlich wurden schon ganz andere medial zum Österreicher erklärt.

Einem anderen fiel es damals jedoch auf: Dem heimischen Unternehmer Florian Novak, unter anderem Mitgründer von Radio Energy Wien im Jahr 1997, später von Lounge FM und dem Startup Tonio. Er betrieb nach Zuckerbergs Post etwas Ahnenforschung im Internet und veröffentlichte in seinem Blog einen (nicht ganz vollständigen) Stammbaum, zu dem er den nachweisbaren Österreich-Bezug darstellte. Auch er wunderte sich damals übrigens über die ausbleibenden Medienberichte: „Nada. Mark ‚Sackabörg‘ alias Zuckerberg und seine Omi aus Austria kümmerte niemanden. Außer mich“.

Mark Zuckerberg: Diese Vorfahren kamen aus Österreich – oder auch nicht

Und wer waren Mark Zuckerbergs österreichische Vorfahren? Anhand der in den USA gut archivierten und heute auch online abrufbaren Einreisepapiere sowie Auszügen aus Volkszählungs-Verzeichnissen identifizierte Novak Österreicher:innen unter den Ahnen des Unternehmers auf mütterlicher und väterlicher Seite. Zumindest gaben diese Österreich als Herkunftsland an. Nachdem sie alle Anfang des 20. Jahrhunderts noch vor dem ersten Weltkrieg in New York einwanderten, als Österreich-Ungarn noch nicht zerfallen war, können sie auch aus Teilen des Reichs gestammt haben, die heute nicht mehr Teil Österreichs sind.

Das konnte Novak etwa beim namensgebenden Ur-Urgroßvater Isaac Zuckerberg, von Beruf Nähmaschinen-Bediener, zeigen, der bei der Einwanderung Österreich als Herkunftsland angab, bei der Volkszählung 1920 dann aber Galizien – eine Region, die heute im südlichen Polen und der westlichen Ukraine liegt. Auch dessen Ehefrau Rose Tiesch gab Österreich als Herkunft an. Bei Morris Steinberg, einem Ur-Urgroßvater mütterlicherseits, und dessen Frau Dora, fand der Wiener Unternehmer eine Eintragung mit Österreich und später eine mit Ungarn als Herkunftsort. Nicht widersprüchlich dürfte Österreich als Herkunftsland bei Mark Zuckerbergs Urgroßeltern (den Eltern seiner Großmutter väterlicherseits) Rose Schoenfeld und Max Holländer, einem Schneider-Meister, sein. Auch Esther, die Mutter des letztgenannten, kam laut den gefundenen Dokumenten aus Österreich.

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(c) x-tention / syndena

In den Kliniken liegt medizinisches Wissen aus Jahrzehnten überwiegend als Freitext vor. Für systematische Auswertungen und Forschung ist es damit nur mit erheblichem manuellem Aufwand nutzbar. Genau hier setzt syndena an: Das Unternehmen wandelt gewachsene klinische Dokumentation über einen KI- und NLP-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente, interoperable Datenbasis um. Die so entstehenden Real World Data sollen laut Aussendung klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Möglich werden sollen dadurch ein besseres Verständnis der Wirksamkeit von Therapien in der Versorgung sowie eine breitere Patientenrepräsentation.

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Mit der nun verkündeten Mehrheitsübernahme erweitert x-tention sein Lösungsportfolio im Umfeld klinischer Daten. Die 2001 von Herbert Stöger gegründete Gruppe ist tief im Bereich Gesundheits-IT verankert: Sie deckt unter anderem Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Heute beschäftigt x-tention rund 850 Mitarbeiter:innen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie in einem Office im Silicon Valley. Erst im Mai berichtete brutkasten über das von x-tention mitgegründete Cybersecurity-Startup SecurITe, das eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich abschloss (brutkasten berichtete).

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Der Hauptsitz von syndena bleibt laut Aussendung in Innsbruck, auch Forschung und Entwicklung sollen weiterhin von Tirol aus vorangetrieben werden. Zugleich soll die Partnerschaft dem Unternehmen die überregionale und internationale Skalierung der Technologie ermöglichen. Zu Kaufpreis und genauer Beteiligungshöhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Vorbereitung auf den European Health Data Space

Hintergrund der Beteiligung ist der European Health Data Space (EHDS): Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. x-tention will österreichische Gesundheitseinrichtungen nach eigenen Angaben frühzeitig anschlussfähig an den Europäischen Gesundheitsdatenraum machen.

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„In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren“, sagt Roman Weger, CEO von syndena.

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