07.04.2020

Margaret and Hermione: Wiener Bademode aus alten Fischernetzen

Das Wiener Bademode-Label Margaret and Hermione tritt diese Woche bei Die Höhle der Löwen an. Gründerin Barbara Gölles setzt auf Nachhaltigkeit.
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Margaret and Hermione: Gründerin Barbara Gölles
(c) Margaret and Hermione: Gründerin Barbara Gölles

Momentan hat das Wiener Bademode-Label Margaret and Hermione es sicher nicht allzu leicht. Laut einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht sind Männer- und Damen-Bademode unter den Top 10 der 100 am stärksten Schrumpfenden Artikel-Kategorien im E-Commerce in der Coronakrise. Gerade deswegen dürfte die Ausstrahlung ihres „Die Höhle der Löwen“-Auftritts der Gründerin Barbara Gölles nun gerade zurecht kommen. Sie bietet den Investoren 20 Prozent Firmenanteile für 120.000 Euro. Vor allem aber dürfte die Publicity durch die Sendung ihr zugute kommen.

+++ Alle News und Hintergründe zu Die Höhle der Löwen +++

Margaret and Hermione: abgefischte alte Fischernetze als Rohstoff

Bei ihren Bademode-Kollektionen setzt Gölles prinzipiell ganz auf Nachhaltigkeit. „Mein Anspruch ist es Swim- und Sportswear zu machen, in der wir uns wohlfühlen und gleichzeitig wissen, dass wir nachhaltige Stoffe bester Qualität tragen“, sagt die Gründerin. Das Ausgangsmaterial seien nicht mehr verwendete Fischernetze heißt es auf der Page. „Sie treiben im Meer herum und verursachen verheerende Umweltauswirkungen: Jährlich sterben tausende Meeresbewohner in den Netzen und die Müllberge in den Meeren nehmen eine katastrophale Dimension an. Diese Netze werden abgefischt und in weiterer Folge zu Garn und schließlich zu Bademodestoffen verarbeitet“, heißt es weiter.

Noch mehr Nachhaltigkeit…

Der Nachhaltigkeitsgedanke ziehe sich durch die vollständige Herstellungskette des Labels. Angefangen vom Verpackungsmaterial bis hin zu den Hangtags, sei alles aus recycelten und Eco-zertifizierten Materialien gefertigt. Zumindest ein klein wenig Marketing-Schmäh ist hier trotzdem dabei. Die Stoffe werden laut Page aus Italien nach Deutschland geliefert, um dort bedruckt zu werden. Dann werden die Stücke in Kroatien genäht, bevor sie zu Shops in Österreich, Deutschland und der Schweiz und zu Online-Kunden in aller Welt geliefert werden. Da könnte wohl noch etwas Transportweg reduziert werden.

⇒ Zur Page des Bademode-Labels

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Die Stadtwerke Klagenfurt versorgen die Region unter anderem mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und verantworten den öffentlichen Personennahverkehr. © Stadtwerke Klagenfurt

Ob E-Mails, vertrauliche Kunden-Dokumente oder interne Richtlinien: Viele österreichische Unternehmen haben verstanden, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz unausweichlich wird, stehen allerdings vor der Herausforderung, KI sicher in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Bei den Stadtwerken Klagenfurt entschied man sich bewusst gegen Standard-Lizenzen externer US-Hyperscaler und entwickelte stattdessen eine maßgeschneiderte Inhouse-Lösung: den „Stadtwerke GPT“, auch liebevoll „Susi-Sorglos“ genannt.

Die Vision: Ein DSGVO-konformer „Büro-Buddy“

Das Hauptziel war von Beginn an klar definiert: eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen Bedenken bezüglich des Datenschutzes komplett ausräumen können. „Wir wollten unseren Mitarbeitern einen souveränen, DSGVO-konformen Chatbot anbieten, den sie komplett bedenkenlos nutzen können, wo sie personenbezogene Daten von Kunden reinkopieren und vertrauliche Dokumente hochladen können“, erklärt Peter Weratschnig, IT-Bereichsleiter der Stadtwerke Klagenfurt.

Neben der Chatbot-Funktion dient die KI als intelligenter „Büro-Buddy“. Über ein Retrieval-Augmented-Generation-System (RAG) wurden ca. 2.000 Seiten an internen Dokumenten, von Konzernrichtlinien bis hin zu IT-Anleitungen, eingebunden, um Fragen zu regulatorischen Vorgaben oder Systembedienungen direkt zu beantworten.

Der Gamechanger: Die Austria Wirtschaftsservice (aws)-Förderung

Das Projekt hat man nicht alleine umgesetzt, sondern entstand durch den Kontakt mit dem Wiener KI-Startup BReact, das 2022 von Raphael Fakhir und Nemanja Klincov gegründet wurde. Der entscheidende Impuls für die Realisierung lag in der Förderlandschaft. Denn das finanzielle Gesamtinvestment bewegte sich im fast sechsstelligen Bereich, erklärte Weratschnig im Interview.

Hier kam die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) als entscheidender Beschleuniger ins Spiel. „Ohne diese Förderung hätten wir es nicht gemacht“, betont Weratschnig rückblickend. Die Förderung reduzierte das finanzielle Risiko für die Stadtwerke entscheidend und machte den Weg frei für die gemeinsame Entwicklung mit dem Startup.

Das Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox richtet sich an öffentliche Beschaffer und hat den Zweck, die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges als innovativem Instrument der Markterkundung, juristische und/oder technische Expertise für die Erstellung von Unterlagen für eine geplante Ausschreibung (Modul Prepare), sowie die Durchführung von innovativen Beschaffungen (Modul Transfer) zu ermöglichen. Damit sollen Anreize für eine verstärkte Innovationsnachfrage durch den öffentlichen Sektor gesetzt werden, insbesondere für Vorhaben mit positiven Beiträgen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Europäische KI-Architektur On-Premise

Auch technisch setzten die Partner auf digitale Souveränität: Als Sprachmodell dient ein Modell des französischen KI-Unternehmens Mistral, das Mitte des Jahres auch das Linzer Startup EmmiAI kaufte. Die Datenhaltung erfolgt laut Weratschnig ausschließlich On-Premise in eigenen IT-Systemen. Lediglich die reine GPU-Rechenleistung wird bei einem italienischen Anbieter angemietet. „Sobald das Modell nachdenkt, tut es das in dieser Infrastruktur ohne persistente Datenspeicherung. Danach sind keine Datenspuren außerhalb unseres IT-Systems zu finden“, erklärt der IT-Bereichsleiter. Das Resultat ist der angestrebte „Susi Sorglos“-Bot für den internen Arbeitsalltag.

Große Begehrlichkeiten & wertvolle Erkenntnisse

Nach der schrittweisen Bereitstellung als internes Web-Service stieß das Tool auf enormes Interesse in den Fachbereichen. Neben Fachfragen zu Richtlinien entstehen bereits Ideen für eigene Teil-Wissensdatenbanken oder interaktive Schulungsassistenten.

Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für künftige KI-Initiativen. „Der Benefit aus unseren Lessons Learned ist fast ebenso hoch einzustufen wie das Tool an sich“, fasst Weratschnig zusammen. Seine zentralen Ratschläge an andere Unternehmen: Von Beginn an die eigene IT-Architektur und Lieferkette der Dienstleister genau prüfen sowie die Qualität der zugrundeliegenden Analog-Dokumente gründlich analysieren.


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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AI Summaries

Margaret and Hermione: Wiener Bademode aus alten Fischernetzen

  • Laut einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht sind Männer- und Damen-Bademode unter den Top 10 der 100 am stärksten Schrumpfenden Artikel-Kategorien im E-Commerce in der Coronakrise.
  • Gerade deswegen dürfte die Ausstrahlung ihres „Die Höhle der Löwen“-Auftritts der Gründerin Barbara Gölles nun gerade zurecht kommen.
  • Bei ihren Bademode-Kollektionen setzt Gölles prinzipiell ganz auf Nachhaltigkeit.
  • „Mein Anspruch ist es Swim- und Sportswear zu machen, in der wir uns wohlfühlen und gleichzeitig wissen, dass wir nachhaltige Stoffe bester Qualität tragen“, sagt die Gründerin.
  • Das Ausgangsmaterial seien nicht mehr verwendete Fischernetze heißt es auf der Page.

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  • Laut einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht sind Männer- und Damen-Bademode unter den Top 10 der 100 am stärksten Schrumpfenden Artikel-Kategorien im E-Commerce in der Coronakrise.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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