30.05.2022

LUNA 2.0: Terra-Neustart mit herben Kursverlusten

Terraform Labs hat nach dem Crash mit Terra 2.0 eine neue Blockchain gestartet. Der neue LUNA Coin startete aber mit herben Verlusten.
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Der Terra-Gründer meldet sich auf Twitter zu Wort © Foto: Andreas Prott - stock.adobe.com
Der Terra-Gründer meldet sich auf Twitter zu Wort © Foto: Andreas Prott - stock.adobe.com

Drei Wochen nach dem spektakulären Crash des Kryptoprojekts Terra versuchen die Macher einen Neustart. Zur Erinnerung: Der mit dem LUNA Coin verbundene Stablecoin UST hatte seine Bindung an den Dollar verloren, was die Kryptowährung um fast 100 Prozent in den Keller rasseln ließ. 40 Milliarden Dollar sollen Investor:innen dabei verloren haben. Experten gingen davon aus, dass das das Ende der Terra-Blockchain sei, wie der brutkasten berichtete. Die Macher hinter Terra versuchten am Wochenende dennoch eine Rettung.

LUNA 2.0 unabhängig von LUNA Classic

Die Entwicklerfirma Terraform Labs hat am Samstag mit Terra 2.0 eine neue Blockchain gestartet, auf die zahlreiche Applikationen wechselten: unter anderem Astroport, Prism, RandomEarth, Spectrum, Nebula, Terraswap und Edge Protocol. Terra 2.0 kommt ohne algorithmischen Stablecoin aus und bietet eine maximale Anzahl an LUNA 2.0 Tokens von einer Milliarde. LUNA 2.0 werden komplett unabhängig von dem ursprünglichen Coin gehandelt, der auf LUNA Classic (LUNC, Terra Classic) umbenannt wurde.

Auf den Start folgte unmittelbar ein herber Kursverlust. Kurz nach dem Start am Samstag folgte ein Sprung auf bis zu 19,54 Dollar, dann folgte noch am selben Tag ein Absturz auf teilweise unter 4 Dollar. Mittlerweile hat sich der Kurs auf rund 6 Dollar eingependelt.

Die Entwicklung des neuen LUNA Coins nach dem Airdrop in Dollar © Coinmarketcap
Die Entwicklung des neuen LUNA Coins nach dem Airdrop in Dollar © Coinmarketcap

Airdrop: Tokens kommen schrittweise

In dem Airdrop am Samstag wurden rund 210 Millionen LUNA Token verteilt. Die restlichen Token sollen schrittweise in den nächsten 4 Jahren an die Terra-Holder ausgeschüttet werden – ein großer Teil der Airdrop-Token wurden zur Gewährleistung der Netzwerksicherheit direkt bei den Validators der Blockchain hinterlegt und werden erst in zwei Jahren verfügbar sein. Den genauen Ablauf der Token-Verteilung erklärt Terralabs in der Ankündigung.

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Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

„Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen“

Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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