06.02.2024

Lugners „Wildsau“ gründet Kräuterbitter-Startup

Lydia Kelovitz alias "Wildsau" hat ein Startup gegen Bauchbeschwerden gegründet. Die Idee kam ihr bereits vor Jahren, nachdem sie beinahe verstorben wäre.
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Wildsau, Lydia Kelovitz
(c) wildsau .info - Lydia Kelovitz (Mitte) entwickelte ein Kräuterbitter für Menschen mit Verdauungsbeschwerden.

Die Ballermann-Sängerin Lydia Kelovitz (Alpenlydia) wurde 2016 wegen eines mechanischen Darmverschlusses notoperiert. „Ich wäre fast gestorben“, sagt sie; ein Teil ihres Darms musste entfernt werden. Von da an ziert eine Narbe am Bauch ihren Körper, die sie daran erinnert. Seit diesem Eingriff ist auch der Magen-Darm-Trakt sehr empfindlich geworden und Kelovitz leidet unter Verdauungsproblemen. Deshalb hat sie „Wildsau-Kräuterbitter“ gegründet.

Wildsau soll bei Verdauungsbeschwerden helfen

Das Getränk soll vor allem gegen Verdauungsbeschwerden helfen und deftiges Essen auch bei einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt leichter genießbar machen. Produziert wird der Wildsau-Alpenkräuterbitter vom Traditionsunternehmen Riviera, das im Jahre 1923 gegründet wurde und sich noch immer in Familienbesitz befindet.

Wildsau, Lydia Kelovitz, Alpenlydia
(c) Wildsau/IG – Lydia Kelovitz kooperiert mit Riviera.

Die Basis ihres Produkts ist „Riviera Schwedenbitter“, ein traditionelles pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel mit Extrakten aus ausgewählten Kräutern, das ursprünglich zur Anwendung bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit gedacht war.

Von DSDS über den Dschungel zum Mörtel und dann zum Startup

Lydia Kelovitz trat als Kandidatin bei „Deutschland sucht den Superstar“ 2013 und 2020 auf. 2021 nahm die gebürtige Neunkirchnerin an „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ teil. 2021 datete sie Baumeister Richard Lugner und verpasste sich selbst den „Kosenamen“ Wildsau. Heute ist sie geschieden und hat den Weg ins Unternehmerinnentum gewagt.

Wildsau bei „2 Minuten 2 Millionen“

„Ich hab‘ keinen Mann, ich hab‘ keine Kinder, aber mein Baby ist die ‚Wildsau‘. Da steck‘ ich meine ganze Energie und Kraft rein“, sagt sie und hofft auf ein Investment in der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“, in der sie am Dienstagabend auftritt. Weiters dabei: Igelkind, Fidler.App, Virtuelles Staging und Pop Fender.

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Hivesense
© Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer - Alexander Moosmann (l.) und Florian Entleitner von Hivesense.

Die beiden FH-Absolventen Florian Entleitner und Alexander Moosmann teilen eine Leidenschaft namens IT-Security. Daraus ist ein Startup geworden: Mit Hivesense entwickelten beide eine sogenannte Deception-Plattform, die Cyberangriffe frühzeitig erkennt, indem sie Angreifende mit gezielt platzierten digitalen Fallen aufdeckt und dadurch wichtige Informationen für Cyberdefense liefert. Dabei setzen sie bewusst auf europäische Infrastruktur und digitale Souveränität. Die Idee entstand im Studium an der FH Salzburg.

Hivesense mit „Deception Technology“

Konkret haben sich Entleitner und Moosmann im Studium Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg kennengelernt. Die Idee für das Startup entstand schließlich im Rahmen von Entleitners Abschlussarbeit. „Ich habe mich in meiner Masterarbeit intensiv mit sogenannten ‚Honeypots‘ beschäftigt, einem Teilbereich der Täuschungstechnologie. Dabei wurde mir klar, wie viel Potenzial in diesem Ansatz steckt“, erklärt er.

Die Founder pitchten ihre Idee beim FHStartup Center und wurden im Herbst 2025 in die Startup Factory des Netzwerks Startup Salzburg aufgenommen. Im März 2026 gründeten sie schlussendlich ihr Unternehmen.

Hivesense entwickelt – wie erwähnt – eine „Deception Technology“, eine – eigenen Angaben nach – noch wenig verbreitete Form der Cyberabwehr. Das Prinzip: Im Netzwerk eines Unternehmens werden gezielt „Stolperdrähte“ platziert. Angreifer, die sich im System bewegen, sollen dann darauf stoßen und erkannt werden, so der Claim.

„Wir bauen keine klassische Schutzmauer“, sagt Entleitner. „Wir legen bewusst falsche Spuren und warten, bis jemand darüber stolpert – vergleichbar mit einem Stolperdraht, an dem ein Glöckchen platziert wurde.“ Moosmann ergänzt: „Viele Sicherheitslösungen erkennen nur bekannte Bedrohungen. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir erkennen Verhalten und interagieren direkt mit Angreifern.“ Dabei setzt Hivesense im Inneren des Netzwerks an, einem der, wie beide Gründer sagen, kritischsten Bereiche.

Erste Pilotkunden

Die Decoy-Plattform von Hivesense befindet sich im Einsatz bei ersten Pilotkunden. Das Team treibt den Markteintritt im DACH-Raum aktiv voran und sucht weiterhin nach Unternehmen, die die Plattform in ihrer Infrastruktur einsetzen und gemeinsam mit Hivesense weiterentwickeln möchten.

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