23.03.2022

Lohnbot: Startup verspricht geringere Kosten bei Lohnabrechnung

Lohnbot ist ein digitales Lohnverrechnungstool, mit dem Ziel, die monatliche Lohnabrechnung für Arbeitgeber komplett zu automatisieren.
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Lohnbot
(c) Iris Winkler Fotografie - Elias Rut (li.) und Thomas Hapala wollen die Lohnverrechnung entbürokratisieren.

Kurzarbeit, Urlaubstage, Sonderzahlungen- für Unternehmer:innen gilt es bei der Lohnverrechnung viel im Blick zu haben. Man weiß, dass sich in den letzten Jahren einiges beim Digitalangebot für österreichische Betriebe getan hat. Von der Handysignatur bis hin zu Finanzonline wurden viele Angebote modernisiert. Nur die Lohnverrechnung blieb weiterhin aufwändig, undurchsichtig und teuer. Das zumindest meinen die Gründer von Lohnbot, CEO Thomas Hapala und CTO Elias Rut.

Sie möchten deshalb mit einer intelligenten Software dieses Problem aus der Welt schaffen und monatliche Lohnverrechnungen komplett automatisieren.

Hohe monatliche Kosten

Die Founder wissen, dass Gründer:innen bisher nur zwei Optionen bei der Lohnverrechnung hatten: Entweder komplexe Software nutzen und viel Zeit verlieren oder das gesamte Thema an Steuerberater:innen abgeben. Doch auch die externe Lohnverrechnung birge einige Schwachstellen. Zu den hohen monatlichen Kosten kämen oft Zeitabrechnungen für jede Telefonrückfrage oder Sonderanforderung hinzu. Außerdem wüssten Unternehmer:innen nie, wie hoch die Lohnnebenkosten im nächsten Monat ausfallen werden, was die Planung deutlich erschwere.

Genau diese Problematik war die Motivation für die beiden Gründer Lohnbot zu entwickeln. Die, eigenen Angaben nach, erste digitale Lohnverrechnungs-Software für Klein- und mittelgroße Unternehmen (KMUs) und Startups erlaubt User:innen ihre Angestellten ins System einzutragen, ihre Firmendaten hinzuzufügen und danach ihre monatliche Personalverrechnung automatisch mit einem Klick durchzuführen.

So funktioniert die Ein-Klick Lohnverrechnung: Zuerst werden speziell designte Lohnzettel an alle Mitarbeiter:innen automatisch ausgesendet, dann die Meldungen ans Finanzamt und die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) digital über Lohnbot-Schnittstellen übermittelt. Als nächstes werden Bankanweisungen für gängige Finanzdienstleister erstellt, die man ins Netbanking importieren muss. Danach können nach Bedarf Buchungen direkt an die Steuerberater gesendet werden. So könnten, laut Lohnbot, die Kosten bis zu 75 Prozent im Vergleich zur manuellen Lohnverrechnung gesenkt werden.

Lohnbot-Gründer: „Endlich Kontrolle über Entlohnung“

Nachdem die Gründer alle notwendigen Gesetzesvorgaben digitalisiert und in das Systemeingebaut haben, verlässt das Produkt nun die „Stealth-Phase“ und konnte in den letzten Wochen bereits hunderte Firmen gewinnen, wie Hapala sagt: „Uns ist wichtig, dass Unternehmer:innen endlich Kontrolle über die Entlohnung ihres Personals haben. Man sollte nicht bei jeder An- und Abmeldung von Mitarbeiter:innen seine/n Steuerberater:in kontaktieren müssen – das sollte mit einem Klick gehen und kein Geld kosten.“

„Uns war auch die Planbarkeit für Gründer:innen enorm wichtig“, fügt Rut hinzu. „Es gibt nirgendwo bei der ÖGK oder dem Finanzamt eine Vorschau, wie hoch die Mitarbeiterkosten im nächsten Monat ausfallen werden. Bei Lohnbot sehe ich – auch bei Sonderzahlungen – sofort, wieviel Geld ich für mein Personal im nächsten Monat zur Seite legen muss.“

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Der Alpike ist aus Carbon gefertigt und wiegt 5,5 Kilogramm © Alpike

Ein Bergaufstieg, wie er im Buche steht: In der Ferne sind noch Kuhglocken zu hören und es sind nur noch wenige Schritte bis zum langersehnten Gipfelkreuz. Doch während die Anstrengung des Aufstiegs langsam vom euphorischen Gipfelgefühl abgelöst wird, schleicht sich ein anderer, weniger angenehmer Gedanke ein: Und jetzt das alles wieder runter. Die Knie schmerzen schon beim bloßen Gedanken, die Motivation lässt nach, und die Vorstellung des langweiligen Forstwegs zieht sich in Gedanken schon in die Länge. Genau damit soll dank Alpike jetzt Schluss sein: Mit dem Scooter am Rücken soll der Spaß am Berg, wenn es nach Lukas Jungmann und seinem Partner Edwin Meindl geht, beim Abstieg erst richtig losgehen.

Vom eigenen Bedürfnis zum Produkt

Lukas Jungmann führt das Designbüro Aberjung, Edwin Meindl das Konstruktionsbüro Micado und beide zieht es fast jedes Wochenende auf einen der unzähligen Berge ihrer Heimatregion Osttirol. „Ich glaube, die schönsten Storys entstehen, wenn du selber eigentlich das für dich baust“, erzählt Jungmann. Die erste Skizze des Alpikes lässt sich auf das Jahr 2021 datieren. Über die Jahre ist ein komplett aus Carbon gefertigtes Gefährt entstanden, das knapp fünf Kilogramm wiegt und sich am Gipfel in wenigen Sekunden aufbauen lässt. Zum Vergleich: Fünf Kilo entsprechen in etwa einer ausgewachsenen Hauskatze oder einem kleinen Hund, etwa einem Mops.

© Alpike

Fahrgefühl jenseits der Forstwege

Der Alpike grenzt sich bewusst von bisherigen, oft sperrigen Konzepten ab. Er kommt ohne Motor und ohne Sattel aus, was den Rider:innen ein besonderes Sicherheitsgefühl geben soll: Man steht dicht über dem Boden und könnte bei Hindernissen jederzeit sicher abspringen. Jungmann beschreibt den technischen Ansatz so: „Wir sind eine Mischung aus Fahrrad und Roller, ohne Motor. Es soll jetzt nicht nur eine Krücke sein, damit man irgendwie den Berg runterkommt, sondern es ist ein Performance-Gerät, was Spaß machen soll.“

Zudem soll das kompakte Design völlig neue Routen abseits breiter Wege eröffnen. „Wenn es steigiger wird, dann wirst du nicht das Mountainbike schultern und tragen“, erklärt Jungmann. Mit dem Alpike ließen sich hingegen auch schmale Steige bewältigen und Felspassagen durch leichtes Tragen überwinden, was mit dem Mountainbike schlichtweg unmöglich wäre.

Der geschulterte Alpike © Alpike

Skitourengeher:innen als potentielle Zielgruppe

Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf dieses Premium-Geräts, das für 3.900 Euro netto die Besitzer:in wechseln soll. Die ideale Zielgruppe sieht der Gründer in gut verdienenden Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, die im Beruf stehen und bereit sind, nennenswerte Summen in hochwertige Sportausrüstung zu investieren. Von denen gäbe es in Osttirol einige, erklärt der Gründer.

Ein besonderes Potenzial liegt hierbei in einem aktuellen Markttrend: Da die Winter kürzer werden und der klassische Skitourenmarkt droht nach und nach einzubrechen, positioniert sich der Alpike als Sommer-Alternative. „Die Skitourengeher:innen investieren relativ fest in ihren Sport und haben eigentlich keine Alternative im Sommer. Die Leute haben mit dem Alpike dann trotzdem das Gefühl, rauf zu gehen und runter zu fahren, wie sie das vom Skitouren gewohnt sind“, so Jungmann.

© Alpike

Motorisierte, urbane Produktabwandlung

Neben der antriebslosen Sport-Variante bietet Alpike laut Website auch die „Urban“-Edition an – eine elektrische Last-Mile-Lösung für den städtischen Alltag. Sie wiegt zehn Kilogramm, leistet bis zu 1,8 kW und erreicht laut Unternehmen eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h sowie eine Reichweite von 25 Kilometern. Der 260-Wh-Akku ist herausnehmbar und soll in 30 Minuten vollständig aufgeladen sein. Wie die Sport-Version lässt sich auch die Urban-Edition werkzeugfrei in 15 Sekunden zusammenfalten.

Launch für nächstes Frühjahr geplant

Bislang haben die Gründer die Entwicklung weitgehend ohne externes Kapital vorangetrieben und rund eine Million Euro, maßgeblich in Form von unbezahlten Arbeitsstunden, investiert. Derzeit laufen Verhandlungen, um einen externen Investor an Bord zu holen, der den finalen Go-to-Market-Schritt finanzieren soll.

Frisches Kapital wird nun für das Marketing, den Bau von großen Werkzeugen für die Serienfertigung sowie den Zusammenbau benötigt. Aktuell will man das Gerät als Mountainbike klassifizieren lassen. Im Frühjahr des nächsten Jahres soll der Alpike offiziell in den Handel kommen.

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