09.12.2025
PERSONALIE

Lifshitz und Ruschin werden Präsidenten der Austrian Israeli Chamber of Commerce

WeXelerate-CEO Awi Lifshitz und WeAreDevelopers-Co-Founder Benjamin Ruschin waren bislang Vizepräsidenten der Austrian Israeli Chamber of Commerce (AICC). Nun lösen sie Gabriel Lansky an der Spitze ab. Gleichzeitig verkündet die AICC ein neues Board und eine geschärfte Strategie.
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Awi Lifshitz und Benjamin Ruschin sind neue AICC-Präsidenten | (c) weXelerate / WeAreDevelopers
Awi Lifshitz und Benjamin Ruschin sind neue AICC-Präsidenten | (c) weXelerate / WeAreDevelopers

Erst vor rund einem Jahr wurden weXelerate-CEO Awi Lifshitz und WeAreDevelopers-Co-Founder und Executive Chairman Benjamin Ruschin Vizepräsidenten der Austrian Israeli Chamber of Commerce (AICC), wie brutkasten berichtete. Nun übernehmen die beiden als Doppelspitze die Präsidentschaft. Sie lösen Rechtsanwalt Gabriel Lansky ab.

Neuer Vorstand und neues Advisory Board

Auch der Rest des Vorstands sowie das Advisory Board wurden neu gewählt. Vizepräsidenten werden Hans Lercher, Professor für Innovationsmanagement, und Martin Mössler, General Manager des Science Park Graz und seit 2024 Vorstandsmitglied der AICC. Im Advisory Board sitzen nun Ex-Ministerin Elli Köstinger (e+ ventures) und Kommunikations-Experte Daniel Kapp (Kapp, Hebein & Partner). Michael Wilnitsky (Kathrein Privatbank) bleibt weiterhin in seiner Funktion als Generalsekretär. Im operativen Team übernimmt Mara Weinblatt künftig die Kommunikations-Agenden.

Geschärfte Strategie und Vernetzungsangebot

Zeitgleich mit den Personalien kommunizierte die AICC auch eine geschärfte Strategie. Man richte die strategische Arbeit künftig noch klarer auf die Förderung und Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Österreich aus, heißt es dazu von der Handelskammer. Durch regelmäßige Events, Wirtschaftsinitiativen, Delegationsreisen und Matchmaking-Formate will man österreichische und israelische Firmen zusammenbringen, sie bei Geschäftsanbahnungen unterstützen und den Austausch in Schlüsselbereichen wie Technologie, Innovation, Digitalisierung und Investment fördern. Konkret sollen etwa Investor:innen und Startups vernetzt werden.

„Wollen konkrete Brücken für Kooperationen bauen“

„Israel zählt weltweit zu den innovativsten Ökosystemen. Wir wollen den Austausch zwischen österreichischen und israelischen Unternehmen intensivieren und konkrete Brücken für Kooperationen bauen“, sagt dazu der neue Co-Präsident Lifshitz. Und Ruschin meint: „Gerade in den Bereichen KI und Technologie gibt es branchenübergreifend enorme Potenziale. Unser Ziel ist es, diese Chancen für beide Länder bestmöglich zu nutzen, die richtigen Akteure zu vernetzen und neue Projekte rasch in die Umsetzung zu bringen.“

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Gründer von Fiskaly: Patrick Gaubatz, Johannes Ferner, Simon Tragatschnig (v. l.) | (c) Fiskaly

Das Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien. Mit seiner neuen Softwarelösung Sign CZ will das Unternehmen Händler und Kassensystemanbieter bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Ab 1. Jänner 2027 führt Tschechien die verpflichtende elektronische Umsatzerfassung, kurz EET 2.0, wieder ein. Diese betrifft insbesondere Unternehmen im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor.

Software kann bereits getestet werden

Mit Sign CZ bietet fiskaly eine cloudbasierte Schnittstelle, über die Kassensysteme Umsätze elektronisch an die tschechische Finanzverwaltung übermitteln können. Die Lösung kommt ohne zusätzliche Hardware aus und soll Unternehmen die Einhaltung der neuen gesetzlichen Vorgaben erleichtern. Die Softwarelösung kann bereits vor der Einführung der neuen Registrierkassenpflicht integriert und getestet werden. Diese tritt am 1. Jänner 2027 in Kraft.

Für kleinere Unternehmen bietet die tschechische Finanzverwaltung ab Dezember zudem eine kostenlose Webanwendung namens Moje eet an. Diese ist allerdings auf Betriebe mit maximal zwei Erfassungseinheiten beschränkt. Fiskaly richtet sich mit seiner Lösung hingegen insbesondere an Kassensystemanbieter und Unternehmen, die die elektronische Umsatzerfassung in bestehende Systeme integrieren wollen.

Tschechien führt Registrierkassenpflicht erneut ein

Mit EET 2.0 führt Tschechien die elektronische Registrierkassenpflicht wieder ein. Die ursprüngliche Regelung wurde zunächst während der Corona-Pandemie ausgesetzt und Anfang 2023 schließlich abgeschafft. Die neue Version soll einfacher und weniger bürokratisch sein. So entfällt etwa die Pflicht, gedruckte Kassenbelege auszustellen.

Erfasst werden künftig grundsätzlich Zahlungen vor Ort, unabhängig davon, ob Kunden bar, mit Karte oder per QR-Code bezahlen. Reine Online-Zahlungen sind von der Regelung ausgenommen.

Mit der Wiedereinführung will die tschechische Regierung Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft eindämmen sowie für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen. Das Finanzministerium rechnet durch die Maßnahme mit zusätzlichen Staatseinnahmen von rund 560 Millionen Euro jährlich.

Fiskaly mittlerweile in neun europäischen Märkten aktiv

Mit dem Markteintritt in Tschechien setzt fiskaly seine europäische Expansion fort. Zu den bisherigen Expansionsschritten zählen unter anderem der Markteintritt in Spanien 2023 sowie die Übernahme des schwedischen Anbieters InfraSec im Dezember 2025. „Wir begrüßen Tschechiens Schritt hin zu einer modernen, digitalen Umsatzerfassung und einem faireren steuerlichen Umfeld“, sagt Johannes Ferner, Co-Founder und Co-CEO von fiskaly.

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