08.08.2016

Leitl: 2016 als Rekordjahr für Neugründungen in Österreich

Die Zahl der Firmengründungen nimmt weiterhin zu. Primär handelt es sich dabei um Einpersonenunternehmen (EPU). Im ersten Halbjahr 2016 wurden 16.324 Unternehmen neu gegründet. Das entspricht einem Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015.
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Im ersten Halbjahr 2016 wurden mehr als 16.000 Unternehmen neu gegründet. Das ist Rekord. Christian Schwier - fotolia.com

Der Startup-Hype hält weiterhin an. 16.324 Unternehmen wurden im ersten Halbjahr 2016 neu gegründet. Der Berufszweig der selbständigen Personenbetreuer ist dabei nicht eingerechnet. Österreichs Gründercommunity hat somit bereits für 39.000 Jobs gesorgt.

+++Mehr zum Thema: 185 Millionen Euro Startup Paket der Regierung+++

Gewerbe und Handwerk als Spitzenreiter

(c) wko.at
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Die meisten Gründungen entfallen auf die Sparte Gewerbe und Handwerk (42,9 Prozent), gefolgt vom Handel (26,4 Prozent) sowie Information und Consulting (16,6 Prozent). „Noch nie zuvor haben so viele Menschen in Österreich den Weg in die Selbstständigkeit gewagt“, so Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leil am Sonntag in einer Aussendung.

„Noch nie zuvor so viele Selbstständige in Österreich.“

44 Prozent der Gründer sind weiblich

Von all den neu gegründeten Unternehmen sind 77 Prozent Einpersonenunternehmen. Der durchschnittliche Neo-Unternehmer ist 37,5 Jahre alt. 2015 war er im Vergleich 37,2 Jahre alt. 44 Prozent der Jungunternehmer sind weiblich. Erfreulich sei auch das Verhältnis zwischen Insolvenzen und Gründungen: „Auf jeden Sterbefall kommen sechs unternehmerische Geburten“, so Leitl.

+++Mehr zum Thema: WKÖ-Präsident Leitl findet Gründen ist cool+++

„Motivation sein eigener Chef zu sein“

Hauptmotivation für den Weg in die Selbständigkeit ist für Österreichs Gründerinnen und Gründer der Wunsch, „ihr eigener Chef zu sein“ – 65 Prozent nannten dies gemäß Motivumfrage des Gründerservice der WKÖ als Beweggrund. Die von den Gründern am häufigsten gewählte Rechtsform war jene des nicht eingetragenen Einzelunternehmers (76,5 Prozent). Für eine GmbH entschieden sich 12,6 Prozent.

 

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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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