16.04.2026
REBRANDING

Lean-Coders: „Wir machen auch den langweiligen Scheiß – nur halt besser. Das sieht man jetzt auch“

Das Wiener Startup Lean-Coders hat nach über zehn Jahren Unternehmensgeschichte ein umfassendes Rebranding vollzogen. Ziel ist es, die gewachsene Rolle am Markt sichtbarer zu machen und den nächsten Entwicklungsschritt konsequent einzuleiten, wie Board Member Markus Kirchmaier erklärt.
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Lean-Coders
© Lean-Coders

Ein 200.000 Euro-Ausfall konnte das Wiener Startup Lean-Coders im Zuge der KTM-Insolvenz nicht stoppen – brutkasten berichtete. Nun hat das auf Custom-Software spezialisierte Unternehmen, das Unternehmen bei der Umsetzung und dem Betrieb digitaler Produkte unterstützt, nach über einem Jahrzehnt ein Rebranding vollzogen.

Lean-Coders: Team gewachsen

„Wir machen auch den langweiligen Scheiß – nur halt besser. Das sieht man jetzt auch“, sagt CEO und Founder Christoph Ott zur Neuausrichtung.

Lean-Coders wuchs seit seinem Bestehen von einem Einzelunternehmen zu einem aktuell 30-köpfigen Team. „Wir haben namhafte Kunden gewonnen und Projekte umgesetzt, auf die wir wirklich stolz sind. Irgendwann merkt man jedoch: Das, was du nach außen zeigst, spiegelt nicht mehr wider, wer du geworden bist“, erklärt Markus Kirchmaier, Prokurist und Board Member DACH. „Der konkrete Auslöser war technischer Natur – unser altes Logo hatte ein Quadrat um das ‚L‘, was dazu führte, dass die Schrift daneben immer zu klein und zu filigran wirkte. Es ist schlicht untergegangen. Das zehnjährige Bestehen war der richtige Moment, um das grundlegend zu ändern.“

Die Erkenntnis

Doch das ist nicht der einzige Grund für das Rebranding: Hinter dem visuellen Problem steckte eine tiefere Erkenntnis des Teams: „Wir sind etabliert, wir haben bewiesen was wir können. Wir müssen uns nicht verstecken. Die alte Marke war ‚brav‘, hat nicht angeeckt, um keine Kunden zu verschrecken. Das war für die Phase des Entstehens die richtige Entscheidung. Inzwischen haben wir uns vielfältig weiter entwickelt“, präzisiert Kirchmaier.

Dies gelte für jede Technologieentscheidung, die man für Kunden treffe – „kein Feature ohne klaren Zweck, kein Layer ohne Funktion“. Beim Rebranding habe man genau diese Logik auf sich selbst angewendet: „Was dabei entstanden ist: ein klares Bild davon, wer wir sind. Tone of Voice, Markenversprechen, Brand Character Traits – sogar ein neues Maskottchen (Anm.: Neal der Waschbär)“, erklärt Kirchmaier. „Das klingt vielleicht nach Marketing-Workshop, aber der Punkt dahinter ist ernst und wichtig: Wenn du weißt, wofür du stehst, weißt du auch sofort, was rausfliegt. Wir haben jetzt einen neuen Nordstern. Alles, was nicht auf die Glaubwürdigkeit unsere Marke einzahlt, hat bei uns keinen Platz mehr.“

In diesem Sinne sind bei Lean-Coders einige Dinge „gestanzt“ worden: Lean-Forge (Product/Engineering-Unit) wurde geschlossen, während Lean-Hive (IT-Talents-Vermittlung) in die Marke Lean-Coders eingegliedert wurde.

Lean-Coders und die DNA

Eine der ehrlichsten und unbequemsten Erkenntnisse während diesem Prozess hatte das Team jedoch rund um das eigene Firmenverständnis und die Kommunikation nach außen. „Wir konnten nicht artikulieren, was unsere DNA ausmacht“, gesteht Kirchmaier. „Das klingt absurd für ein Unternehmen, das seit fast zehn Jahren besteht – aber es war so. Es hat mehrere Monate und viele Gespräche gebraucht, bis wir wirklich auf den Punkt bringen konnten, wofür Lean-Coders steht. Unser eigenes Fazit war: Abwicklung von Softwareprojekten – Yay. In der Darstellung nach außen – Nay. Das war unbequem, aber es war notwendig. Denn wenn du es selbst nicht klar formulieren kannst, kann es dein Gegenüber erst recht nicht.“

Sieben Millionen Umsatz

Allgemein geht es dem Startup verhältnismäßig gut: 2025 konnte ein Umsatz von über sieben Millionen Euro erreicht werden, der Kundenmix sei bewusst aufgebaut. Eine Handvoll großer Kunden mit langfristigen Projekten stehe dem Großteil von mittelgroßen Kunden gegenüber, die sich mit ein paar Kleinstkunden zur Zwischenauslastung ergänzen. „Das gibt uns eine Stabilität, die wir in unsicheren Zeiten zu schätzen wissen.“

Neue Ziele

Kirchmaier erklärt, dass man die größten Kunden nicht nennen dürfe, es handele sich aber um „zwei große Player“ aus der Industrie – einer davon aus den USA. „Zu unseren Kunden zählen zudem noch die Vienna Capitals (neue Webseite gebaut), der Wiener Tourismus Verband (langjährige Zusammenarbeit) und die Schweizer Tageszeitung Nau.ch. Wir haben auch in der Vergangenheit für die Wien Energie, die Post und Wien IT zugeliefert.“

Zu den nächsten Zielen gehört es, gezielt in Richtung Web und Mobile auszubauen und AI-Coding-Workshops für Entwicklerteams zu starten. „Wir haben unsere Services gerade in ein neues Framework gegossen, das wir ‚Lean Transformation‘ nennen – drei Domänen: Lean Operations, Lean Stability und Lean Evolution“, erklärt Kirchmaier. „Das ist kein Rebrand von Leistungen, die wir ohnehin schon erbringen, sondern eine klarere Sprache dafür, wie wir mit Kunden arbeiten. Das Thema AI hat bei unseren Entwicklern längst Einzug gehalten – wir schauen, wo es tatsächlich Sinn macht, und helfen Teams, es produktiv einzusetzen.“

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Die Dotbite-Co-Founder Emir Selimovic und Christoph Sprenger leiten auch whoranks | (c) whoranks
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2024 von Dotbite-Co-Founder Emir Selimovic gemeinsam mit Storebox-Co-Founder Johannes Braith gestartet (brutkasten berichtete damals), ist aus dem Side-Project whoranks vergangenes Jahr eine FlexCo geworden. Anfang 2026 verkündete man einen Relaunch und ein sechsstelliges Investment. Nun folgte der Launch von „whoranks for Teams“.

whoranks: Performance analysieren

Die Plattform für messbare LinkedIn-Performance und Personal-Brand-Rankings richtet sich mit dem neuen Produkt erstmals gezielt an Unternehmen, die LinkedIn nicht länger nur als Social-Media-Kanal, sondern als strategischen Reichweiten-, Employer-Branding- und Sales-Kanal verstehen. Über whoranks for Teams können Unternehmen die LinkedIn-Performance ihrer Mitarbeiter:innen in einer gemeinsamen Ansicht analysieren, Personal Brands miteinander vergleichen, Watchlists erstellen und über Rollen- und Berechtigungsmodelle steuern, wer welche Daten sieht.

„In vielen Unternehmen entsteht die stärkste Reichweite längst nicht mehr nur über die Corporate Page, sondern über Menschen: Founder, Sales-Leader, Expertinnen, Führungskräfte oder Mitarbeitende, die konstant sichtbar sind. Genau diese Wirkung machen wir mit whoranks for Teams messbar“, sagt Emir Selimovic, Co-Founder von whoranks.

Side-by-Side-Vergleiche

Das neue Produkt bietet unter anderem Team Analytics, Side-by-Side-Vergleiche von Personal Brands, Watchlists für ausgewählte Gruppen sowie Rollen- und Rechteverwaltung. Damit sollen Unternehmen erkennen können, welche Personen tatsächlich Reichweite, Engagement und Wachstum erzeugen – und wo noch ungenutztes Potenzial liegt.

Parallel dazu öffnet whoranks zentrale Analysefunktionen für noch mehr Nutzer:innen: Performance Analytics sind ab sofort kostenlos in jedem Personal-Brand-Plan enthalten. User:innen können dadurch unter anderem verfolgen, wie sich ihr whoranks-Score über die Zeit entwickelt, wie sich Engagement-Qualität, Konsistenz und Wachstumsdynamik verändern und welche Faktoren die eigene Reichweite tatsächlich treiben. Damit möchte das Startup einen weiteren Schritt in Richtung seiner Mission setzen: LinkedIn-Performance transparenter, vergleichbarer und umsetzbar zu machen. Denn ein Score sei erst dann wirklich wertvoll, wenn Nutzer:innen verstehen, was ihn bewegt und wie sie ihre Personal Brand gezielt weiterentwickeln können.

whoranks-Ranking in Österreich & Deutschland

Zum Halbjahr zeigt auch das aktuelle „Juni-2026-Ranking Austria & Germany“ die gleiche Spitze: Mike Leber, Nana Janashia und Leila Gharani halten die Top 3 bereits den fünften Monat in Folge. Gleichzeitig zeigt das Ranking, wie eng das Feld dahinter ist: Neu in den österreichischen Top 10 ist unter anderem Sebastian Kurz, der im Juni auf Platz 5 eingestiegen ist.

In Deutschland hingegen kam wieder Bewegung in das Ranking der reichweitenstärksten LinkedIn-Persönlichkeiten. Bundeskanzler Friedrich Merz stieg neu auf Platz drei ein. Florian Palatini kehrt auf Rang sechs zurück und verfügt mit 704.751 Follower über die größte Community innerhalb der gesamten Top 10. Ebenfalls deutlich verbessern konnte sich Thomas Müller, der auf Platz zwei vorrückte. An der Spitze blieb weiterhin Carsten Maschmeyer, der seine Führungsposition behauptet und seinen Vorsprung auf einen Indexwert von 8,4 ausbaut.

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