15.07.2020

League of Legends European Championship: Erste Group wird Hauptsponsor

Die Erste Group engagiert sich im Bereich E-Sports und wird ein Hauptsponsor der League of Legends European Championship (LEC) Playoffs.
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(c) Riot Games / League of Legends

Der Erfolg von E-Sports ist nach wie vor ungebrochen. Und der 2009 veröffentlichte Gratis-Spieltitel League of Legends zählt mit mehr als 100 Millionen monatlichen Spielern zur Spitze dieser Entwicklung. Nun engagiert sich auch die Erste Group im Bereich des E-Sports und wird ein Hauptsponsor der League of Legends European Championship (LEC) Playoffs. 

Die LEC-Playoffs umfassen die wichtigsten Ligaspiele in der höchsten europäischen Spielklasse des Riot Games-Titels League of Legends.  Die LEC-Playoffs der Sommer-Saison 2020 werden Ende August stattfinden. Sie dienen als Sprungbrett für die teilnehmenden Teams, um sich für die „Worlds“, der Weltmeisterschaft in League of Legends, zu qualifizieren. 

Erste Group kooperiert mit Riot Games

Mit Fokus auf Zentral- und Osteuropa ist die Erste Group eine der ersten großen Marken, die die wachsende Popularität des E-Sports erkannt hat. Dabei wird mit dem Spieleentwickler und E-Sports-Turnierveranstalter Riot Games zusammengearbeitet, um das Wachstum von E-Sports in den Kernmärkten der Bankengruppe zu unterstützen. „Wir wollen als Hauptsponsor der LEC dazu beitragen, das Potential von E-Sports den Menschen in unserer Region besser zugänglich zu machen“, sagt dazu Peter Bosek, CEO der Erste Bank Oesterreich.

LOL-Kooperation trotz Corona

Die Erste Group hat sich zu dieser strategischen Partnerschaft entschieden und auch die Corona-Pandemie hat nichts daran geändert. „Wir stehen zu unseren Partnern und sind überzeugt, dass E-Sports ein Megatrend ist, der immer stärker wird. Erstmals setzen wir mit unseren Tochterbanken ein so großes und strategisch wichtiges Sponsoring gemeinsam um“,  betont Martin Radjaby-Rasset, Leiter Markenstrategie und Kommunikation der Erste Group.

„Mit der Erste Group als innovativste Bankengruppe Österreichs und der CEE-Region haben wir einen großartigen Partner an Bord geholt, der gemeinsam mit uns E-Sports in der Region stärken und verankern will – nicht nur durch Werbemaßnahmen, sondern auch als starker Infrastrukturpartner“, so Alban Dechelotte, Head of Partnerships and Business Development EMEA bei Riot Games.

Siegeszug des E-Sports…

Die Popularität von E-Sports hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Rund um E-Sports haben sich professionelle Teams, Ligen, Strukturen, Medien und völlig neue Wirtschaftszweige entwickelt. Die Gesamtzahl der E-Sports-Zuschauer umfasst heute über 490 Millionen Fans weltweit (mit einer Wachstumsrate von 11,7% im Jahr 2020), davon allein über 50 Millionen in Europa.

Entgegen weit verbreiteter Missverständnisse befinden sich in der größten einzelnen Altersgruppe unter den E-Sports-Fans Menschen im Alter zwischen 21 und 35 Jahren. Diese machen 38% der Gesamtzuschauerzahl aus. Darüber hinaus sind fast 40% der Fans Frauen.

Die vielfältige und attraktive Demografie der Millionen von Fans, die E-Sports in Live-Streams und Stadien verfolgen, hat auch zu wachsendem Sponsoringinteresse internationaler Marken wie McDonald’s, BMW, Mercedes-Benz oder Louis Vuitton geführt.

…und trotzdem Akzeptanzprobleme

Dennoch müssen Gamer nach wie vor mit Akzeptanzproblemen kämpfen. Das reicht von den Eltern und ihren Anordnungen, man solle doch „etwas Vernünftiges mit seinem Leben machen“ über Nerd-Mobbing in der Schule bis zum Fakt, dass jeder einzelne Twitch-Streamer in der Anfangszeit um Anerkennung und Aufmerksamkeit kämpft.

Die Erste Group hat daher einen emotionalen Imagefilm produzieren lassen, der das #glaubandich-Motto der Erste Bank markenadäquat in den E-Sports-Bereich übersetzt. Das Video macht den Zuschauer mit den Zweiflern und Kritikern bekannt, mit denen sich E-Sports als junger Sport regelmäßig konfrontiert sieht. Außerdem werden die emotionalen Hürden veranschaulicht, mit denen sich junge E-Sports-Profis konfrontiert sehen. Gleichzeitig unterstreicht der Film den Glauben der Erste Group an E-Sports und ermutigt die junge Generation von Spielern, an sich selbst zu glauben.

Darüber hinaus wird die Erste Group ein zusätzliches Edutainment-Angebot bereitstellen, dessen Social Media-basierte Inhalte sich in erster Linie an E-Sports-Fans richten. Durch die Bereitstellung von Hintergrundinformationen soll jedoch auch die breite Öffentlichkeit mit E-Sports in Kontakt kommen.

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Female Start-up Funding Index - vlnr.: Lisa Fassl, Natascha Fürst und Florian Haas | (c) Viktoria Waba/brutkasten / Martina Trepczyk / brutkasten
vlnr.: Lisa Fassl, Natascha Fürst und Florian Haas | (c) Viktoria Waba/brutkasten / Martina Trepczyk / brutkasten

Es ist wieder soweit: Die halbjährliche Trilogie der EY-Reports zur Startup-Finanzierung in Österreich wird mit der gewohnten Hiobsbotschaft komplettiert. Während die allgemeine Investment-Statistik Zyklen unterliegt, die sich in der langfristigen Betrachtung durchaus aufwärts bewegen, zeigt sich beim Female Startup Funding Index, den EY gemeinsam mit Female Founders und Fund F herausbringt, immer das gleiche Bild: Verbesserungen und Verschlechterungen passieren im Prozentpunkt-Bereich auf konstantem Keller-Niveau.

94,9 Prozent des Kapitals an rein männliche Teams

Die konkreten aktuellen Zahlen: Von den statistisch erfassten 472 Millionen Euro Risikokapital für österreichische Startups im ersten Halbjahr 2026 flossen 94,9 Prozent an rein männliche Founding-Teams, gemischte Teams erhielten 4,8 Prozent des Kapitals und rein weibliche Teams lediglich 0,3 Prozent; der Frauenanteil unter den Gründer:innen von Startups mit Investment im ersten Halbjahr liegt bei nur 13 Prozent; nur drei der 95 für den Index analysierten Startups mit Finanzierung haben ein ausschließlich weibliches Founding-Team; und bei Finanzierungen über zehn Millionen Euro gibt es kein einziges Gründungsteam mit weiblicher Beteiligung.

Fassl: „Der Aufschwung hat ein Geschlecht“

„2026 ist das Kapital zurück: 472 Millionen Euro Risikokapital für Österreichs Startups, mehr als eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr, und so viele Finanzierungsrunden wie nie zuvor. Bei Frauen ist davon nichts angekommen. Während rein männliche Teams fast das gesamte Volumen einsammelten, gingen 0,3 Prozent des Geldes an rein weibliche Teams – rund 1,4 Millionen Euro im gesamten Halbjahr. Damit ist klar: Der Aufschwung hat ein Geschlecht“, kommentiert Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F und Co-Gründerin von Female Founders.

Dass die Schieflage auch in einem starken Marktumfeld bestehen bleibt, habe mehrere Gründe, analysieren die Studienautor:innen: Große Finanzierungsrunden würden häufig von etablierten Venture-Capital-Fonds getragen, die auf bestehende Netzwerke, frühere Investmenterfolge und bekannte Muster zurückgriffen. Gleichzeitig zeige sich seit Jahren, dass Gründerinnen insbesondere beim Zugang zu Investorennetzwerken und großen Wachstumsfinanzierungen häufiger auf Hürden stoßen. Genau diese späten Finanzierungsphasen hätten jedoch den größten Einfluss auf die Verteilung des investierten Kapitals. „Das Problem beginnt nicht erst bei der Finanzierung, wird dort aber besonders sichtbar“, kommentiert Florian Haas, Head of Startup bei EY Österreich.

Fürst: „Die Zahlen widerlegen ein bequemes Narrativ“

Wie oben erwähnt, liegt der Frauenanteil unter den Gründer:innen jener Startups, die erfolgreich eine Finanzierung erhalten haben, bei rund 13 Prozent (31 von insgesamt 248 Gründer:innen). Eine weitere Aufschlüsselung: Von den insgesamt 95 erfassten Startups mit Investment im ersten Halbjahr, deren Gründungsteam bekannt ist, haben 72 ein ausschließlich männliches Founding-Team (76 Prozent), weitere 20 ein gemischtes Team (21 Prozent) und lediglich drei ein rein weibliches Gründungsteam (3 Prozent). Dabei handelt es sich um Factorymaker, Faund Social Dating Club und Recruitiverse.

Natascha Fürst, CEO von Female Founders, leitet daraus ab: „Die Zahlen widerlegen ein bequemes Narrativ: Es gründen genug Frauen – das Problem ist, wer von ihnen ans Kapital kommt.“ Die Studie zeige kein Problem an der Gründungsbasis, sondern ein strukturelles Versagen des Kapitalmarkts. „Und das lässt sich nicht wegdiskutieren“, so Fürst.

Lisa-Marie Fassl legt nach: „Noch nie saßen so viele Frauen in finanzierten Gründungsteams wie jetzt: 13 Prozent. Und trotzdem floss fast das komplette Kapital an rein männliche Teams. Mehr Frauen am Tisch heißt offensichtlich nicht mehr Geld für Frauen. Wer glaubt, dass das der nächste Aufschwung von selbst reguliert, hat die letzten vier Jahre die Augen zugemacht. Es wird Zeit, dass wir aufhören, eine rationale, wirtschaftliche Diskussion emotional zu führen. Denn als Standort lassen wir Rendite auf dem Tisch liegen, nachweislich, Jahr für Jahr.“

Keine Frau in Gründungsteams mit Investments über 10 Mio. Euro

Konkret lag bei Startups mit Finanzierungen bis zu einer Million Euro der Gründerinnenanteil bei 17 Prozent. Bei Finanzierungen zwischen einer und zehn Millionen Euro waren acht der insgesamt 75 Gründer:innen Frauen (11 Prozent). Bei allen analysierten Finanzierungen über zehn Millionen Euro bestanden die bekannten Gründungsteams ausschließlich aus Männern.

„Dass Gründerinnen bei kleineren Runden sichtbar sind, bei größeren Tickets aber praktisch verschwinden, zeigt sehr deutlich, wo die größte Herausforderung liegt: beim Zugang zu Wachstumskapital. Dort entscheidet sich letztlich, welche Unternehmen zu internationalen Champions werden“, analysiert Florian Haas.

Health-Sektor sticht positiv heraus

Deutliche Unterschiede beim Gender Investment Gap zeigen sich übrigens auch im Branchenvergleich: Hier sticht vor allem der Health-Sektor heraus, in dem insgesamt 17 Startups eine Finanzierung erhielten. Dort lag der Frauenanteil bei knapp 23 Prozent. Unter den insgesamt 48 Gründer:innen dieser Unternehmen befanden sich elf Frauen. Demgegenüber weisen mehrere technologieintensive Bereiche keine einzige Gründerin unter den finanzierten Startups auf, darunter SpaceTech/NewSpace, FinTech/InsurTech, Education, DefenseTech sowie ClimateTech/GreenTech/CleanTech.

„Gerade der Bereich Health zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn unterschiedliche Perspektiven in Gründungsteams zusammenkommen“, kommentiert Natascha Fürst. „Vielfalt ist kein Selbstzweck, sondern ein Innovationsfaktor. Unterschiedliche Erfahrungen und Blickwinkel führen zu besseren Produkten, neuen Märkten und nachhaltigeren Unternehmen.“

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League of Legends European Championship: Erste Group wird Hauptsponsor

  • Der Erfolg von E-Sports ist nach wie vor ungebrochen. Und der 2009 veröffentlichte Gratis-Spieltitel League of Legends zählt mit mehr als 100 Millionen monatlichen Spielern zur Spitze dieser Entwicklung.
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  • Die Popularität von E-Sports hat in den letzten Jahren massiv zugenommen: Die Gesamtzahl der E-Sports-Zuschauer umfasst heute über 490 Millionen Fans weltweit, davon allein über 50 Millionen in Europa.

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