21.01.2025
SAAS

LeadMetrics: Wiener Startup launcht Marketing-Tool zur zentralen Verwaltung

LeadMetrics hat es sich zum Ziel gesetzt, das Problem der fragmentierten und unübersichtlichen Daten bei der Marketingarbeit zu lösen und Beteiligten mehr Effizienz zu ermöglichen.
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LeadMetrics
(c) LeadMetrics - (v.l.) Valentin Zetter, Daniel Kalcher und Alexander Kaulich von LeadMetrics.

LeadMetrics ist ein Startup aus Wien, das mittels eines Tools Marketingagenturen, Freelancer und Performance-Marketer unterstützen möchte. Die Software wurde entwickelt, um alle Marketing-Kennzahlen zentral zu verwalten, „eine 100-prozentige Tracking-Genauigkeit bei der Leadgenerierung zu gewährleisten und datenbasiertes Wachstum sowie gezielte Optimierungen zu ermöglichen“.

LeadMetrics: Agenturen und Freelancer als Zielgruppe

Hinter LeadMetrics stehen die Gründer Alexander Kaulich und Valentin Zetter, die bereits Erfahrung aus der Performance-Marketing-Agentur AdOnly besitzen. Ergänzt wird das Team durch Daniel Kalcher, der als CTO und technischer Kopf die Umsetzung der Software verantwortet.

Das Startup richtet sich gezielt an Agenturen, Freelancer und Marketer, die mit der Herausforderung kämpfen, fragmentierte Daten effizient zu nutzen. Es verspricht, dass das hauseigene Tool alle relevanten Kennzahlen in einem zentralen System bündelt und Funktionen bietet, die direkt aus den Anforderungen der Branche abgeleitet wurden. Darunter: KPI-Dashboards inklusive dem Visualisieren aller wichtigen Kampagnen-Kennzahlen auf einen Blick, Budget Alerts, die automatisch bei Budgetabweichungen oder -überschreitungen warnen, dem Creative Hub, der eine zentrale Verwaltung und Analyse von Werbematerialien bietet, dem Event Setup-Tool, das ein einfaches Setup und Tracking von Kampagnen-Events ermöglichen soll und Funnel Insights, die die gesamte User-Journey abbilden und Insights zu den Website- bzw. Funnelbesuchern ermöglichen.

„Lücke schließen“

„LeadMetrics ist ein Produkt, das aus der Praxis heraus entstanden ist. Uns war klar, dass viele Agenturen, aber auch Marketer, mit fragmentierten und unübersichtlichen Daten kämpfen. Wir wollten ein Tool schaffen, das diese Lücke schließt und ohne komplizierte Implementierung funktioniert“, so die Founder.

Dabei geht das Startup bewusst einen unabhängigen Weg, hat die Software ohne externe Investoren entwickelt und vollständig eigenfinanziert. „Wir wollten von Anfang an unabhängig bleiben“, sagen Kaulich und Zetter, „und uns auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell konzentrieren, das von unseren Kunden getragen wird.“

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Strom gegen Muskelschwund: Warum die ESA auf der ISS einen Tiroler EMS-Anzug testet

Wer monatelang in der Schwerelosigkeit lebt, verliert Muskeln und Knochenmasse. ESA-Astronautin Sophie Adenot hat auf der Internationalen Raumstation getestet, ob elektrische Muskelstimulation das tägliche Pflichttraining verbessern kann. Der Anzug dafür kommt von EasyMotionSkin mit Zentrale in Reith bei Seefeld.
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© ESA/NASA

Astronaut:innen trainieren auf der Internationalen Raumstation (ISS) täglich bis zu zweieinhalb Stunden, um dem Abbau von Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken: Laufband, Ergometer und ein eigens entwickeltes Widerstandsgerät gehören zum Pflichtprogramm. Ob elektrische Muskelstimulation (EMS) dieses Training wirksamer machen kann, untersucht das Experiment „EasyMotion-2″ der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Charité Berlin. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot trägt dafür einen Trainingsanzug von EasyMotionSkin, einem Unternehmen mit operativer Zentrale in Reith bei Seefeld in Tirol.

Sechs Wochen Training mit Elektroden

Adenot hat am 17. Juli 2026 im Rahmen ihrer Langzeitmission „εpsilon“ begonnen, mit dem Anzug auf der ISS zu trainieren. Das war der Startschuss für ein sechswöchiges Programm zur Stärkung ihrer Skelettmuskulatur. Der Anzug gibt über integrierte Elektroden niederfrequente Impulse an die Muskulatur ab und soll so den Trainingseffekt der regulären Einheiten erhöhen. Für den Einsatz im All wurde das System von der OHB System AG angepasst und qualifiziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité, das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt das Experiment.

Das Ziel reicht über die ISS hinaus: Die Daten sollen laut DLR dazu beitragen, EMS-Training fest in den Alltag von Astronaut:innen zu integrieren und damit künftige Reisen zum Mars sicherer zu machen. Eine solche Mission würde rund zwei Jahre dauern, wobei die Crew nach etwa neun Monaten Flug in Schwerelosigkeit den Planeten selbstständig betreten und dort arbeiten müsste. Muskelschwund auf dem Hinweg ist dabei eines der zentralen medizinischen Probleme.

Zweiter Anlauf nach Matthias Maurer

Es ist nicht der erste Einsatz des Anzugs im All. Während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021 bis 2022) trainierte der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits mit dem System, brutkasten berichtete damals. „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion-2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können“, sagt Julia Weis, LEO (Anm. Low Earth Orbit) & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA.

Adenot, Jahrgang 1982, ist Hubschrauberpilotin der französischen Luftwaffe und Luftfahrtingenieurin. Seit November 2022 gehört sie dem Europäischen Astronautenkorps an, ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab.

Was auf der Erde davon bleibt

Die Erkenntnisse aus dem All sollen auch in Trainings-, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde einfließen, von der Rehabilitation bis zur Prävention altersbedingter Veränderungen. Das ist auch die Perspektive von Christian Jäger, dem Tiroler Unternehmer und Investor hinter EasyMotionSkin: „Entscheidend ist für mich aber ebenso der Nutzen auf der Erde: EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“

EasyMotionSkin wurde von Dirk Fritzsche gegründet. Jäger, 2023 auch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen, war zunächst mit einem kleinen Investment eingestiegen, bevor er die Firma gänzlich übernahm. Heute ist EasyMotionSkin nach eigenen Angaben Teil der deutschen milon group.

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