30.11.2022

Leaders21 lukriert 7-stelliges Investment – Calm/Storm Ventures neu dabei

Zwei Monate nach dem Launch der digitalen Plattform zur Weiterentwicklung von Führungskräften und Mitarbeiter:innen holt sich das oberösterreichische Startup Leaders21 ein siebenstelliges Investment. Neben den bestehenden Investoren, wie unter anderem Hansi Hansmann, Alfred Luger und Walter Koch, kommen jetzt neue Kapitalgeber dazu.
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21Leaders, Hansmann, Gschwandtner
(c) Leaders21 - Thomas Kleindessner (l.) und Florian Gschwandtner, Gründer von Leaders21.

Bei der aktuellen Finanzierungsrunde konnte das Leaders21-Team Calm/Storm Ventures, Claudio de Sanctis, Reinhold Baudisch, Michael Doberer, Franz und Monika Humer, Markus Aschauer, Lisa Pallweber und Felix Staeritz als neue Investoren gewinnen.

Überzeugt hat die neuen Geldgeber:innen unter anderem der Ansatz, nicht ausschließlich Führungskräfte, sondern auch Mitarbeiter:innen ohne Personalverantwortung mithilfe einer einzigen Plattform – die sowohl am PC als auch mobil verwendet werden kann – weiterzuentwickeln.

Leaders21-Investor Hansmann: „Nur solche Unternehmen erfolgreich“

„Leadership ist neben dem fachlichen Wissen die wichtigste Eigenschaft von Mitarbeitern in Führungsrollen, wird aber sehr oft (wenn überhaupt) nur im obersten Management geschult“, weiß Hansi Hansmann. „Leaders21 bietet die Chance, Leadership breit in der Unternehmenshierarchie zu schulen und zu verankern. Nur solche Unternehmen werden in Zukunft erfolgreich sein.“

In diesem Sinne: Laut einer aktuellen globalen Studie von McKinsey sehen 41 Prozent der darin Befragten mangelnde Förderung im Job als Hauptgrund, diesen zu wechseln.

„Nicht nur deshalb sind wir der festen Überzeugung, dass es nicht nur ein Nice-to-have, sondern ein Must-have sein sollte, die eigenen Mitarbeiter:innen und Führungskräfte ‚besser‘ zu machen und inhouse weiterzuentwickeln“, betont Leaders21-CEO Thomas Kleindessner

Calm/Storm Ventures an Bord

Mit genau diesem USP möchte die digitale Plattform punkten: „Maximal 45 Minuten Investment
pro Woche vermitteln 21st Century Skills durch theoretische Inhalte und, noch viel wichtiger,
durch praktische Übungen“, so die Idee der beiden Founder Kleindessner und Florian Gschwandtner.

„Eine gute Crew kann jeden Sturm überstehen. Leaders21 besteht nicht nur aus einem großartigen Gründerteam, sondern hilft auch anderen Teams, sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Wir freuen uns sehr, Thomas und sein Team auf diesem Weg unterstützen zu können“ erklärt auch Calm/Storm Ventures-Gründer Lucanus Polagnoli seine Beweggründe für ein Investment in Leaders21.

Wissenserwerb

So geht’s: Aufbauend auf einem Self-Assessment bekommen User:innen auf der Plattform jene 21st Century Skills vermittelt, bei denen sie jeweils das größte persönliche Entwicklungspotenzial haben. Praktische Übungen, wie eine Bedienungsanleitung für sich selbst zu schreiben, schließen an dieses erworbene Wissen direkt an. Der Austausch mit dem Team über diese Tasks und eine kurze persönliche Reflexion sollen den Micro-Learning-Impuls abrunden.

Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, die digitale Plattform mit persönlichen Coachings und Trainings in einem „Blended Learning“-Ansatz zu kombinieren.

Leaders21 als One-Stop-Shop

Leaders21 möchte sich mit diesem Mix an Services als „One-Stop-Shop“ für persönliche und berufliche Weiterentwicklung im Kontext der „New World of Work“ positionieren.

Das aktuelle Investment wird künftig für die Weiterentwicklung der Development-Plattform verwendet werden.

„Wir sehen sehr viel Potential und haben unzählige Ideen, wie wir mit der Plattform unseren Kund:innen einen Mehrwert in der Personalentwicklung bieten können“, so Gschwandtner zum künftigen Plan.

Mitarbeiter:innen-Ausbau in Planung

Dazu brauche es zusätzliche Teams aus Entwickler:innen und UI/UX Designer:innen, um den Ausbau der digitalen Plattform voranzutreiben. Weitere Ressourcen werden ins Marketing und den Aufbau des Vertriebs fließen.

Zu den bisherigen Plattform-Kund:innen des Leaderships-Startups zählen unter anderem die „Hecht Technologie GmbH“, Tractive, Mantlik Kainz und E-conomix aus Linz.

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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