05.05.2026
INVESTMENT

Kroatische Atlantic Grupa investiert 11 Millionen Euro in waterdrop

Die aus Kroatien stammende Atlantic Grupa beteiligt sich mit 11 Millionen Euro an dem Wiener Unternehmen waterdrop und wird damit zum neuen Minderheitsaktionär.
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Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop
Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop

Das österreichische Scaleup waterdrop setzte auf eine Omni-Channel-Strategie und konnte damit 2025 deutlich wachsen: „Die ausgerufenen Ziele für Wachstum und Profitabilität wurden über alle Regionen und Kanäle hinweg weitgehend erfüllt bzw. teilweise übertroffen und haben uns in die Größenordnung des zuletzt kommunizierten Umsatzziels von rund 150 Mio. Euro geführt“, hieß es damals vom Scaleup – brutkasten berichtete.

Waterdrop: Neuer Investor mit Sitz im Komitee

Nun hat die kroatische Atlantic Grupa, aufbauend auf ihrer Vertriebspartnerschaft mit waterdrop in ganz Österreich, Kroatien, Serbien und Slowenien, entschieden, diese Schlüsselzusammenarbeit weiter zu vertiefen. Konkret investierte man elf Millionen Euro und sicherte sich damit eine Minderheitsbeteiligung, sowie einen Sitz im Investmentkomitee des Unternehmens. Dies soll der Gruppe ermöglichen, direkte Einblicke in das Geschäft zu gewinnen, während sie „aktiv die zukünftige Entwicklung und das Wachstum“ der Marke unterstützt.

Lada Tedeschi Fiorio, Group Vice President, Corporate Strategy and Investments bei Atlantic Grupa zum Investment: „Wir sind sehr begeistert, unsere Partnerschaft mit waterdrop zu vertiefen. Unsere Kollaboration hat sich stark entwickelt über unsere europäischen Kernmärkte hinweg, wo wir bedeutendes Potenzial sehen, die Marke weiter zusammen zu expandieren. Diese Investition reflektiert unsere Überzeugung in waterdrop und unsere Ambition, sein fortgesetztes Wachstum in Europa und darüber hinaus zu unterstützen.“

Stay tuned…

Martin Donald Murray ergänzt: „Wir sind erfreut, Atlantic Grupa als Partner und Aktionär willkommen zu heißen. Wir haben zusammen ein starkes Fundament über wichtige europäische Märkte hinweg gebaut, und dieser nächste Schritt erlaubt uns, diese Kollaboration noch weiter zu vertiefen. Atlantic bringt umfangreiche Expertise und eine geteilte Denkweise rund um das Bauen von Marken mit langfristigem Einfluss“, so der CEO per Aussendung.

Zu exakten Details und auf brutkasten-Nachfrage erklärt Murray, dass er sich vorerst nicht äußern möchte, deutet aber weitere Neuigkeiten in den nächsten Tagen an.

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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