19.07.2021

Kritik von US-Präsident Biden – Ist Facebook schuld an geringer Impfbereitschaft?

Das Ziel 70 Prozent der US-Amerikaner bis Anfang Juli geimpft zu sehen, wurde von der neuen US-Regierung nicht erreicht. Für den US-Präsidenten sind die sozialen Medien schuld. Allen voran: Facebook.
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(c) Biden/FB - Trägt Facebook Schuld an einer hohen Impf-Ablehnung?

Übers Wochenende kam es in den USA zum Schlagabtausch zwischen US-Präsident Joe Biden und Mark Zuckerbergs sozialem Netzwerk Facebook. Das Ziel der neuen Administration lautete bis zum vierten Juli eine Impfquote von 70 Prozent erreicht zu haben. In den Vereinigten Staaten wurden bislang 186.038.501 COVID-19 Erstimpfungen durchgeführt (Stand: 18.07.2021). Dies entspricht einer Impfquote bei den Erstimpfungen von rund 55 Prozent. Vollständig geimpft sind knapp 48 Prozent der Bevölkerung. Das klare Verfehlen des ausgerufenen Ziels führte zu einem Angriff auf den US-Tech-Giganten, dem der erste Mann im US-Staat – aufgrund der hohen Anzahl an Desinformation auf der Plattform – schuld an der geringen Impfbereitschaft gab.

„Fake News killen Leute“

Konkret sagte Biden, dass die Verbreitung von Falschinformationen auf Plattformen wie Facebook Menschen umbringe. Die Pandemie in den USA wäre eine „Pandemie der Ungeimpften“. Der Sanitätsinspekteur der Vereinigten Staaten Vivek Murthy betonte auf CNN, dass falsche Geschichten über die Impfstoffe eine gefährliche Gefahr für die Gesundheit geworden sind: „Diese Plattformen müssen erkennen, dass sie eine wichtige Rolle bei der Zunahme der Geschwindigkeit und des Umfangs gespielt haben, mit dem sich Fehlinformationen verbreiten.“

Dabei wurde, wie die New York Times beschreibt, festgestellt, dass konservative und rechtsextreme Outlets und Figuren die tägliche Liste der „Top Ten“-Facebook Beiträge aus der Plattform dominieren. „Fox News“-Posts waren durchweg die Top-Performer auf Facebook. Eine Analyse von Media Matters For America kam zu dem Schluss, dass eine Mehrheit der „Fox News On-Air“-Inhalte im Juni und Juli die Impfbereitschaft „unerbittlich untergrabe“.

Facebook zur Impfbereitschafts-Debatte: „Fingerzeigen sein lassen“

Facebook selbst reagierte mit einem Blog-Post und rief dazu auf, das „Finger Pointing“ sein zu lassen: „Zu einer Zeit, in der die COVID-19-Fälle in Amerika ansteigen, hat die Biden-Administration beschlossen, eine Handvoll amerikanischer Social-Media-Unternehmen dafür verantwortlich zu machen. Obwohl soziale Medien eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen, ist es klar, dass wir einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz brauchen, um diese Pandemie zu beenden. Und Fakten – nicht Behauptungen – sollten bei diesen Bemühungen helfen. Tatsache ist, dass die Impfstoffakzeptanz unter Facebook-Nutzern in den USA gestiegen ist. Diese und andere Fakten erzählen eine ganz andere Geschichte als die, die von der Regierung in den letzten Tagen verbreitet wurde.“

Seit Jänner, so im Eintrag weiter, sei die Impfstoffakzeptanz seitens der Facebook-Nutzer in den USA um zehn bis 15 Prozentpunkte gestiegen: „Die Daten zeigen, dass 85 Prozent der Facebook-Nutzer in den USA gegen COVID-19 geimpft wurden oder sich impfen lassen wollen. Das Ziel von Präsident Biden war, dass 70 Prozent der Amerikaner bis zum 4. Juli geimpft sind. Facebook ist nicht der Grund dafür, dass dieses Ziel verfehlt wurde.“

Auch in anderen Bereichen, so der US-Konzern, habe man seinen Teil in der Pandemie beigetragen. Seit Beginn der Corona-Krise hätten mehr als zwei Milliarden Menschen maßgebliche Informationen über COVID-19 und Impfstoffe auf Facebook angesehen. Dazu würden mehr als 3,3 Millionen Amerikaner gehören, die das hauseigene „Impfstoff-Finder-Tool“ nutzen, um herauszufinden, wo sie einen COVID-19-Impfstoff erhalten und einen Termin dafür vereinbaren können.

Ein psychologischer Effekt für Impfbereitschaft?

Weiters hätten mehr als 50 Prozent der US-Amerikaner auf Facebook gesehen, dass jemand die COVID-19-Impfstoff-„Profil-Frames“ verwendet hat, die die US-Firma in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium und der CDC entwickelt hat. Dies soll laut dem Unternehmen einen derartigen psychologischen Effekt haben, der zu einem größeren Vertrauen in die Impfung führe. Weil User sehen, dass ein Freund geimpft wurde und dies auch teilt.

Neben dem „Spin“ sich mit der Betonung auf die positiven Aspekte zu verteidigen, ging Facebook auch konkret auf die Vorwürfe ein. Seit dem Beginn der Pandemie habe das soziale Netzwerk über 18 Millionen COVID-19-Fehlinformationen entfernt. Und darüber hinaus mehr als 167 Millionen COVID-19-Inhalte gekennzeichnet, die von ihren „Fact-Checking“-Partnern als „misleading“ entlarvt worden sind.

„99 Prozent der Corona-Toten ungeimpft“

US-Immunologe Anthony Fauci sagte in diesem und einem allgemeinen Zusammenhang, dass mehr als 99 Prozent der Menschen, die im Juni an Covid-19 gestorben sind, nicht geimpft waren. Und auch Sanitätsinspekteur Murthy lenkte den Diskurs etwas weg von Schuldzuweisungen und stieß eine Warnung an News-Konsumenten der sozialen Plattformen aus: „Wir müssen erkennen, dass manchmal die vertrauenswürdigsten Stimmen nicht die sind, die die meisten Follower in den sozialen Medien haben.“

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Beim WeAreDevelopers World Congress 2025. (c) Warda Network

Die Plattform WeAreDevelopers und die WKÖ Außenwirtschaft Austria haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, österreichischen Gründer:innen den Weg in den US-amerikanischen Technologiemarkt zu erleichtern. Im Rahmen des sogenannten „Startup Landing Zone“-Programms der Kampagne „GoUSA Silicon Valley 2026″ werden zwölf heimische Startups für einen vollständig unterstützten Markteintritt in der San Francisco Bay Area ausgewählt.

Zugang zu VCs und internationalen Tech-Bühnen

Das Programm richtet sich gezielt an Startups, die skalieren wollen, und vermittelt direkte Kontakte zu Venture Capitalists, Business Angels und zentralen Akteur:innen des Silicon Valley-Ökosystems. Ein wesentlicher Bestandteil der Reise, die im September 2026 stattfindet, ist die Präsenz der Startups auf drei der einflussreichsten Tech-Veranstaltungen der Welt. Die Teilnehmer:innen erhalten exklusiven Zugang zum WeAreDevelopers World Congress North America (23. bis 25. September 2026 in San José), zur San Francisco Tech Week sowie zur TechCrunch Disrupt.

Darüber hinaus umfasst das Angebot für die ausgewählten Gründerteams hochkarätige Keynotes, praxisorientierte Workshops & individuelle Coaching- und Mentoring-Sessions.

Laut Michael Dobersberger, dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten in San Francisco, soll das Programm heimische Entrepreneur:innen dabei fordern, größer zu denken, schneller zu agieren und sich auf internationaler Bühne wettbewerbsfähig zu positionieren.

Acht Plätze verbleiben für heimische Tech-Gründer:innen

Für WeAreDevelopers, die ihr Flaggschiff-Event in diesem Jahr erstmals nach Nordamerika bringen, ist der Zeitpunkt kein Zufall. Co-Founder Benjamin Ruschin betont, dass man sicherstellen wolle, dass die nächste große Innovation nicht unbemerkt bleibt, nur weil sie in Österreich gestartet ist. Die Kooperation soll Gründer:innen einen kosteneffizienten und strukturierten Zugang in diesen stark umkämpften Markt bieten.

Von den zwölf verfügbaren Plätzen im Programm sind derzeit bereits vier an Startups vergeben. Interessierte Tech-Gründer:innen haben die Möglichkeit, sich für einen der acht verbleibenden Plätze zu bewerben. Die Einreichung erfolgt über die Veranstaltungsseite der WKÖ.


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit WeAreDevelopers




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