14.08.2018

KPMG KI-Award: „Beste AI-Lösungen mit Corporates zusammenbringen“

Der Beratungsriese KPMG vergibt im September erstmals den "KPMG KI-Award". Damit will das "Big Four"-Unternehmen als Vermittler zwischen kleinen Unternehmen und Konzernen auftreten.
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Updatemi-Gründer und KI-Experte Mic Hirschbrich ist Teil der Jury beim KPMG KI-Award
(c) KPMG: Updatemi-Gründer und KI-Experte Mic Hirschbrich ist Teil der Jury beim KPMG KI-Award
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„Alle reden über KI – trotzdem ist sie noch zu wenig greifbar. Es gibt bereits einige kleinere Unternehmen in Österreich mit tollen spezifischen KI-Lösungen. Wir wollen diesen eine Bühne bieten und sie mit den großen Corporates zusammenbringen und unterstützen“, sagt Thomas Schmutzer, Director bei KPMG Advisory. Die Rede ist vom KPMG KI-Award, der am 20. September erstmals an drei Projekte vergeben wird. Gesucht werden dabei sowohl proprietäre KI-Lösungen als auch innovative AI-Anwendungen auf Basis vorhandener APIs.

+++ Wo steht die Artificial Intelligence wirklich? +++

„Kräfte im KI-Bereich in Österreich bündeln“

„Wir wollen damit aufzeigen, was es im deutschsprachigen Raum in dem Bereich bereits gibt“, sagt Schmutzer. Dabei wolle man auch bislang wenig bekannte Projekte „an die Oberfläche holen“. Voraussetzung ist, dass sie marktfähige Lösungen bieten. Die Adressaten sind dabei die großen Konzerne. Denn als eines der „Big Four“-Unternehmen hat KPMG viele der größten österreichischen Unternehmen als Kunden. „Der Award ist eine super Möglichkeit für die Bewerber neue Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen. Ziel von KPMG ist es, mit dieser Initiative die Kräfte im KI-Bereich in Österreich zu bündeln“, erklärt der Experte.

KPMG KI-Award: Innovationskraft, Kundennutzen und Technologie im Zentrum

Die Jury setzt sich aus Führungskräften großer heimischer Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen, etwa Handel, Industrie, Versicherungen oder Banken, zusammen. Die Einreichungen werden hinsichtlich Innovationskraft, Kundennutzen und Technologie bewertet. Teil der Jury ist auch Updatemi-Gründer und KI-Experte Mic Hirschbrich. Er ist überzeugt: „Um unseren Wohlstand zu halten, ist es notwendig, Intellectual Property im Bereich Künstlicher Intelligenz proprietär zu entwickeln und einzusetzen. Dies bildet die Basis aller künftigen Geschäftsmodelle“.

ESAC sucht besten Investment Case

Neben dem KPMG KI-Award wird auch eine zusätzliche Auszeichnung vom European Super Angels Club (ESAC) für den besten Investment Case vergeben. „Wir suchen gezielt nach Startup-Lösungen, die über die internationalen Netzwerke der ESAC-Partner und Mitglieder aus ganz Europa stark beschleunigt werden können. Der Club bietet neben seiner starken Finanzierungskraft, einem professionellen aktiven Syndikatsfonds-Managements seinen Startups Zugang zu Mittelstands- und Konzernkunden weit über Österreichs Grenzen hinaus. Der Investment Case liegt also dann goldrichtig, wenn unsere Mitglieder das Risiko ihres Investments durch das Netzwerk des Clubs reduzieren und die Wachstumschancen der Startups durch uns deutlich erhöht sind“, sagt ESAC-Vorstand Berthold Baurek-Karlic. Er ist auch Teil der Jury des KI-Awards.

Bewerbung bis 10. September

Einreichen können Startups noch bis zum 10. September. Die Award-Vergabe findet am 20. September statt. Das Gewinnerteam hat die Möglichkeit, sein Projekt am 10. Oktober 2018 bei der 14. Predictive Analytics Konferenz vor einem breiten Publikum vorzustellen. Darüber hinaus erhält es acht Stunden Beratungsleistungen von KPMG (Steuerlicher Fitness Check bzw Investment Readiness Workshops). Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten jeweils vier Stunden.

⇒ Hier geht es zur offiziellen KI-Award-Page mit Bewerbung

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v.l.: Ronald Pranz (COO & CFO), Nikolaus Weber (CEO) und Alexander Ortner (CTO) © 36Agency

Jede Firma sucht nach ihr: Effizienz. Keyvero hilft dabei, diese in Unternehmen zu verbessern. Mit seiner AI Office Solution dokumentiert das Unternehmen, was im Unternehmen passiert und wo Zeit und Qualität verloren gehen. Im vergangenen September beteiligte sich Ronald Pranz mit einem Investment an dem Wiener Startup. Über die Höhe wollte der Investmentbanker aus strategischen Gründen nichts sagen. Nächste Woche stünden Kooperationsverhandlungen mit einem asiatischen Unternehmen an. Nun verlautbarte Keyvero, dass Pranz als COO und CFO bei dem Unternehmen einsteigt.

„Definitiv gut, auch operativ mitzuwirken“

„Bei unserem ersten Auftritt bei Austrian Advantage ist das Produkt sehr gut angekommen und es hat gleich Fahrt aufgenommen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es definitiv sinnvoll ist, auch operativ mitzuwirken“, sagt Pranz gegenüber brutkasten, der auch Inhaber der runprosale GmbH ist, die sich auf Vertriebs- und Finanzstrategien spezialisiert hat. Bei Keyvero lege er seinen Fokus auf die Ausweitung der Marktposition im DACH-Raum und darauf, die nächsten internationalen Wachstumsschritte einzuleiten.

„Eine wesentliche Basis für den gemeinsamen Erfolg bieten die langjährigen Erfahrungswerte seines
Unternehmens, auf die wir in unserer Zusammenarbeit setzen“, sagt Nikolaus Weber, Co-Founder von Keyvero.

Gegründet, um Unternehmen zu entlasten

Keyvero wurde 2026 von Weber und Alexander Ortner gegründet. „Jedes Unternehmen hat Abteilungen, in denen KI heute schon spürbar entlasten könnte. Den meisten Betrieben fehlt jedoch das notwendige Know-how oder die Motivation, um KI in ihre Prozesse zu integrieren. Um diesen Firmen zu helfen, haben wir Keyvero gegründet“, sagt Weber.

Aus den unterschiedlichen Abteilungen in Unternehmen würden unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an KI-Assistenzlösungen resultieren. Die Module von Keyvero arbeiten vernetzt innerhalb des Unternehmens und lernen aus den Informationen der Mitarbeitenden, um diese gezielt zu entlasten. Dabei helfe Keyvero jungen Unternehmen, schneller zu wachsen und etablierten, ihre Marktposition zu stärken.

„Der KI-analytische Ansatz soll unseren Kunden zeigen, wo ein KI-Modul in der Firma überhaupt
Sinn ergibt, um Qualität und Quantität zu optimieren“, heißt es von Keyvero. Pranz ergänzt: „Für die Unternehmen ist es wichtig, sich mit unseren KI-Assistenz-Modulen zu befassen und sie Schritt für Schritt in ihren täglichen Arbeitsablauf einzubauen.“

Keyvero biete auch das Modul Telefonassistenz an, das Wissen über Kundenverhalten strukturiert liefere. Für viele Unternehmen sei das der Einstieg in die Zusammenarbeit mit dem Wiener Startup.

Implizites Wissen nutzbar machen

Ende des Jahres soll der nächste Entwicklungsschritt folgen: Keyvero möchte einen KI-Assistenten auf den Markt bringen, der undokumentierte Arbeitsabläufe und implizites Wissen der Mitarbeitenden nutzbar macht. Dabei würden unterschiedliche unstrukturierte Datenquellen, beispielsweise E-Mails, Gesprächsnotizen oder Dokumente, analysiert werden. Das soll unentdeckte Potentiale sichtbar machen. Ein weiteres Keyvero-KI-Modul könne daraufhin selbstständig Lösungen umsetzen.

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