kokojoo: Das erste Erfrischungsgetränk aus Kakaobohnenschalen
Das Berliner Startup kokojoo rund um den Gründer Dayog Kabore hat ein Erfrischungsgetränk aus Kakaobohnenschalen auf den Markt gebracht. Ziel ist eine ganzheitlich-nachhaltige und genussvolle Verwertung der Kakaofrucht.
Bei kokojoo handelt es sich um ein prickelndes Erfrischungsgetränk auf Basis von Kakaobohnenschalen. Das Getränk wird vom gleichnamigen Startup rund um den Gründer Dayog Kabore hergestellt, der eine klare Mission verfolgt, nämlich eine ganzheitlich-nachhaltige und genussvolle Verwertung der Kakaofrucht.
Anm.: In der Zwischenzeit gab es Betrugsvorwürfe gegen den Gründer von Kokojoo. Alle Hintergründe dazu hier.
In der Schale liegt die Kraft
Die Kakaofrucht bietet nämlich viel mehr als die Bohnen, die als Hauptzutat für die Schokolade herangezogen wird. So können auch die Schalen, die über viel Vitamine verfügen, weiterverarbeitet werden. Kleine Randnotiz: Derzeit werden zirka 80 Prozent der Kakaofrucht weggeworfen. Und genau hier möchte kokojoo ansetzen, das die Schalen, die sonst keinen Nutzen haben, in ein Erfrischungsgetränk umwandelt.
Dabei verfolgt das Startup zwei Ziele mit einem klar definierten Impact. Erstens soll so ein Zeichen gegen die „Wegwerfmentalität“ gesetzt und zweitens die „Förderung von lokaler Wertschöpfung“ forciert werden.
kokojoo in zwei Varianten
Derzeit ist kokojoo in zwei unterschiedlichen Varianten erhältlich. Einmal mit Koffein und ohne Koffein, auch als „Orignal“ bezeichnet. Eine 4er-Box kostet aktuell 7,56 Euro und kann über einen Online-Shop bestellt werden. Zudem gibt es eine 20er-Box für 36,15 Euro. Der Versand ist derzeit nach Deutschland, Österreich und Frankreich möglich.
Expertise in Sachen Nachhaltigkeit
Das Startup verfügt über eine Menge Expertise in Sachen Nachhaltigkeit. So war Dayog unter anderem im Jahr 2018 als Berater des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) zur Einführung nachhaltiger Wertschöpfungsketten im Kakaosektor tätig. Zudem arbeitet das kokojoo eng mit lokalen Bauern in Westafrika zusammen und versucht auf möglichst viele Zwischenhändler zu verzichten.
Vom digitalen Parkticket zum Millionen-Umsatz: Grazer Scaleup Arivo skaliert ohne Investor:innen
Vor fast 10 Jahren begann das Grazer Scaleup Arivo erste Parkhäuser zu digitalisieren. Heute erwirtschaftet das gebootstrappte Unternehmen mit knapp 100 Mitarbeitenden einen mittleren zweistelligen Millionenumsatz.
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Vor einem halben Jahrzehnt titelte brutkasten: „Nie mehr Parktickets“. Damals trat das 2017 gegründete Grazer Startup Arivo an, um die Schrankenanlagen dieser Welt ins digitale Zeitalter zu holen (hier geht es zum damaligen Artikel). Spult man fünf Jahre vor, hat das Gründer-Duo bestehend aus Dominik Wieser und Philipp Reitter laut eigenen Angaben dieses Ziel weitgehend erreicht und das Geschäftsmodell zusätzlich strategisch weiterentwickelt.
Vom Einzelsystem zum Parking Ökosystem
„Unser Ziel war immer, das Parken digital und einfach zu machen – das haben wir mittlerweile eigentlich schon erreicht“, blickt Wieser im Gespräch mit brutkasten zurück. Das Grazer Unternehmen versteht sich in der Zwischenzeit als Anbieter eines ganzheitlichen Park-Ökosystems. Dabei kombiniert man eigens entwickelte Hardware mit modularen Software-Anwendungen wie digitaler Kundenverwaltung oder Pre-Booking-Lösungen.
Dieser technische Ansatz ermöglicht es Betreiber:innen, vom Hotel bis zum Skigebiet, ihre Flächen effizienter auszulasten und durch datenbasierte Angebote Zusatzumsätze zu generieren. Laut Wieser verzeichnen Kunden dadurch teils bis zu 40 Prozent mehr Umsatz. Auf rund 1.500 Flächen ist die Technologie mittlerweile im Einsatz.
Zweistellige Millionenumsätze & der Schlüssel zum Erfolg
Arivo arbeitet laut eigenen Angaben profitabel und verzeichnet mittlerweile einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich. 70 Prozent davon erwirtschaftet das Grazer Scaleup im Ausland, wobei Deutschland den mit Abstand stärksten Markt bildet.
Das Team ist auf knapp 100 Köpfe angewachsen und belegt im Grazer Headquarter inzwischen zwei Stockwerke. Für Wieser liegt genau hier der größte Lernprozess und der Schlüssel zum Erfolg: „Was sich schon immer wieder bestätigt ist, dass eigentlich alles an den Leuten hängt“. Trotz steigender Mitarbeiterzahlen habe man es geschafft die hands-on-Mentalität nicht zu verlieren.
„Wir suchen Leute, die nicht sagen: Das war immer schon so, sondern die auch hinterfragen und eigenständig Themen übernehmen, ownen und weitertreiben.“, erklärt Wieser. Aktuell hat Arivo einige Stellen im Softwaredevelopment ausgeschrieben und überlegt auch einen zusätzlichen, kleinen Standort in Klagenfurt aufzubauen.
Trotz des starken Wachstums bleibt Arivo weiterhin komplett eigenfinanziert. Anfragen externer Kapitalgeber schlägt das Gründerteam konsequent aus: „Ich glaube, es kommen jede Woche fünf Mails wo irgendwer sagt, er möchte investieren. Aber wir finden es sehr angenehm, nicht von Investoren abhängig zu sein“, gibt sich Wieser im Gespräch pragmatisch.
Die strategische Linie bleibt damit unverändert klar: Das Scaleup plant, den DACH-Raum vorerst aus eigener Kraft weiter zu durchdringen. Lediglich für eine spätere Internationalisierung über diesen Kernmarkt hinaus schließt der Gründer eine Finanzierungsrunde in der Zukunft nicht gänzlich aus.
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