26.05.2020

kokojoo: Das erste Erfrischungsgetränk aus Kakaobohnenschalen

Das Berliner Startup kokojoo rund um den Gründer Dayog Kabore hat ein Erfrischungsgetränk aus Kakaobohnenschalen auf den Markt gebracht. Ziel ist eine ganzheitlich-nachhaltige und genussvolle Verwertung der Kakaofrucht.
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kokojoo
(c) Kokojoo - Ein Erfrischungsgetränk aus Kakaobohnenschalen.

Bei kokojoo handelt es sich um ein prickelndes Erfrischungsgetränk auf Basis von Kakaobohnenschalen. Das Getränk wird vom gleichnamigen Startup rund um den Gründer Dayog Kabore hergestellt, der eine klare Mission verfolgt, nämlich eine ganzheitlich-nachhaltige und genussvolle Verwertung der Kakaofrucht.


Anm.: In der Zwischenzeit gab es Betrugsvorwürfe gegen den Gründer von Kokojoo. Alle Hintergründe dazu hier.


In der Schale liegt die Kraft

Die Kakaofrucht bietet nämlich viel mehr als die Bohnen, die als Hauptzutat für die Schokolade herangezogen wird. So können auch die Schalen, die über viel Vitamine verfügen, weiterverarbeitet werden. Kleine Randnotiz: Derzeit werden zirka 80 Prozent der Kakaofrucht weggeworfen. Und genau hier möchte kokojoo ansetzen, das die Schalen, die sonst keinen Nutzen haben, in ein Erfrischungsgetränk umwandelt.

Dabei verfolgt das Startup zwei Ziele mit einem klar definierten Impact. Erstens soll so ein Zeichen gegen die „Wegwerfmentalität“ gesetzt und zweitens die „Förderung von lokaler Wertschöpfung“ forciert werden.

kokojoo in zwei Varianten

Derzeit ist kokojoo in zwei unterschiedlichen Varianten erhältlich. Einmal mit Koffein und ohne Koffein, auch als „Orignal“ bezeichnet. Eine 4er-Box kostet aktuell 7,56 Euro und kann über einen Online-Shop bestellt werden. Zudem gibt es eine 20er-Box für 36,15 Euro. Der Versand ist derzeit nach Deutschland, Österreich und Frankreich möglich.

Expertise in Sachen Nachhaltigkeit

Das Startup verfügt über eine Menge Expertise in Sachen Nachhaltigkeit. So war Dayog unter anderem im Jahr 2018 als Berater des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) zur Einführung nachhaltiger Wertschöpfungsketten im Kakaosektor tätig. Zudem arbeitet das kokojoo eng mit lokalen Bauern in Westafrika zusammen und versucht auf möglichst viele Zwischenhändler zu verzichten. 
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Das Gründerteam von refinq (l.n.r.): Lukas Fischer, Franziska Walde, Markus Berger | © refinq

Die Hitze hatte Europa in diesem Sommer fest im Griff. Die EU-Kommission möchte daher im Oktober einen Rahmen für Klimaresilienz vorlegen und 100 der am stärksten gefährdeten Gebiete Europas benennen. Das Wiener Unternehmen refinq ist bereits einen Schritt voraus und stellt seit heute eine Liste zur Verfügung, die alle 1.165 Regionen der 27 EU-Länder nach ihrer klimatischen Exposition reiht. Österreichische Gebiete sind ab Rang 294 zu finden.

„Wir veröffentlichen das vollständige Ranking und die Methode dahinter, nicht nur die Top 100. Jede und jeder kann nachsehen, wo die eigene Region steht und wie wir dorthin gekommen sind“ sagt refinq-Co-Founder und Co-CEO Lukas Fischer. Refinq bewertet dabei vier Gefahren: Hitze, Wasserknappheit, Waldbrand und Hochwasser. Diese Gefahren werden zu einem kombinierten Wert zusammengefasst, der durch einen einfachen Mittelwert auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt wird. Die Kennzahlen beschreiben den Zeitraum von 2066 bis 2085 in einem Hochemissionspfad.

Die Karte zeigt, „was physisch auf dem Spiel steht“

„Die Kommission wird sagen, welche Gebiete gefährdet sind. Unsere Karte zeigt, was dort physisch auf dem Spiel steht. Das sind zwei verschiedene Fragen, und Europa braucht auf beide eine Antwort“, erklärt Franziska Walde, Co-Founder und Managing Director. Dabei betont refinq, dass Exposition nicht dasselbe ist wie Vulnerabilität. Das refinq-Ranking misst, wie stark die vier Klimagefahren in einer Region ausgeprägt sind. Es misst nicht, wie gut diese Region darauf vorbereitet, finanziert oder geschützt ist. Die kommende Bewertung der Kommission bezieht die Vulnerabilität mit ein.

Italien am gefährdetsten

Italiens Region Ferrara belegt auf dieser Liste von refinq den unbeliebten ersten Platz. Die norditalienische Region kommt auf 97,4 von 100 möglichen Punkten, wobei die Hitze das führende Risiko ist. Insgesamt liegen 40 italienische Regionen in den Top 100. Mit Spanien und Griechenland stellen diese drei Länder fast drei Viertel der exponiertesten 100 Regionen dar. Österreich höchstplatzierte Region ist das Weinviertel. Bis 2080 steigt dort die Hitzeexposition um zwei Stufen auf der fünfstufigen Skala von refinq, die Wasserknappheit um eine Stufe auf die zweithöchste.

Die Karte zeigt die Top 100 exponiertesten Regionen Europas, wobei das größte Risiko der Region mit einer eigenen Farbe markiert ist (Orange: Hitze, Violett: Wasserknappheit, Rot: Waldbrände, Türkis: Hochwasser). | © refinq

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