14.01.2025
BERATUNG

kobza+collective: Florian Gschwandtner steigt bei Dubai-Consulter ein

Der Runtastic-Gründer ist neben seiner Rolle als Gesellschafter zudem noch als Partner und Mitglied des Advisory Boards tätig.
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kobza+collective
© Pat Domingo/Leaders 21 - Marc Kozba und Florian Gschwandtner.

Kobza+collective ist der Name einer von Marc Kobza neu gegründeten Strategie- und Kreativberatung mit Hauptsitz in Dubai. Das Consulting-Unternehmen fokussiert auf strategische Kommunikationsberatung und kreative Lösungen für internationale und regionale Kunden.

kobza+collective: Durch Phasen des Wandels begleiten

Bereits kurz nach Gründung im September konnte kobza+collective erste Projekte gewinnen, darunter ein Markenberatungsprojekt für ein Handelsunternehmen in den U.A.E. Das Unternehmen definiert sich ausdrücklich nicht als weitere klassische Agentur, sondern als „modernes Consulting-Unternehmen neuen Typs“. Es kombiniert dabei „strategische und kreative Unternehmens- und Markenberatung“. Formulierter Anspruch ist es, mit „der Kraft der Kommunikation“ Unternehmen und Marken unternehmensintern und extern durch Phasen des Changes bzw. des Wachstums zu begleiten. Der Markenbegrif Collective bezieht sich dabei auf Kooperation, Co-Creation und Kollaboration als Grundprinzip jeder Zusammenarbeit.

Durch die Wahl von Dubai als Headquarter soll es der Agentur möglich sein, Einblicke in unterschiedliche Märkte zu gewinnen und ihre Services individuell anzupassen: „Im letzten Jahr war Dubai unter den bestplatzierten Agenturstandorten in Cannes vertreten und Dubai im internationalen Vergleich unter den Top 10 kreativsten Städten der Welt“, erklärt Kobza seine Entscheidung. „Es herrscht eine dynamische, unternehmerische Energie, die Talente aus aller Welt anzieht, weshalb wir diesen Standort bewusst gewählt haben. In Verbindung mit unserer Erfahrung aus Europa wollen wir für Unternehmen und Marken ein starker Partner sein und neue Sichtweisen einbringen.“

Gschwandtner auch im Advisory Board

Um den Digital-, Technologie- und Innovationsaspekt bestmöglich abzudecken, konnte der Founder Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner sowohl als Gesellschafter und Partner, als auch als Mitglied des Advisory Boards für sich gewinnen.

„Wir freuen uns, Florian mit seiner Expertise und seinem Netzwerk an Bord zu haben, unser strategisches Angebot zu erweitern und unsere Kunden noch umfassender zu begleiten“, sagt Kobza.

Gschwandtner dazu: „Der Name Kobza steht für Qualität und Kreativität über Österreichs Grenzen hinaus. Es freut mich daher mit Marc in einer Partnerschaft zu sein und so meine positiven Erfahrungen mit der Familie Kobza aus unserer erfolgreichen Zusammenarbeit in der Vergangenheit auf internationaler Bühne weiterzuführen.“

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Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

Dort, wo Technik und Unternehmertum zusammenkommen, kann Großes entstehen. So auch an der TU Wien im „Extended Study on Innovation“-Programm, wo sich das Gründer-Trio, bestehend aus Roman Öfferlbauer, Lukas Hückel und Jonathan Buchinger, zum ersten Mal begegnete. Parallel dazu gründete Öfferlbauer 2023 in seinem Heimatort in Niederösterreich eine Energiegemeinschaft, zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema noch jung und „technisch schwierig abzuwickeln“ war, so Öfferlbauer.

Aus improvisierten Tools und selbst geschriebenen Mini-Scripts für den Eigenbedarf wurde ein Jahr später sonnnig. Eine White-Label-Lösung für Abrechnung, Mitgliedermanagement und Datenanalyse von mittlerweile 30 Energiegemeinschaften in ganz Österreich.

Wenn Strom aus der Nachbarschaft kommt

„Unser Blick war eigentlich immer auf Endverbraucher und Verbraucherinnen fokussiert. Also Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden“, erklärt Öfferlbauer im Interview. Eine Mission, die über die letzten zwei Jahre tausende Haushalte in ganz Österreich erreicht hat. Mittlerweile kann man über sonnnig den generierten Strom auch als Mitarbeiter:innen-Benefit oder Spende abgeben. „Im letzten halben Jahr hat sich da aber auch ziemlich viel auf der anderen Seite, also bei den Energieversorgungsunternehmen, getan“, verrät der Co-Founder.

Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem. In der Regel verbraucht die Kundschaft ihren Strom nach einem Standardprofil, mit dem der jeweilige Versorger seine Stromeinkäufe prognostiziert. Sind die Abnehmer:innen aber Teil einer Energiegemeinschaft, verschiebt sich dieses Profil radikal: Ein großer Teil des Energiebedarfs wird jetzt von der Energiegemeinschaft gedeckt und nur noch die Restmengen werden durch den Energieversorger geliefert. „Der Energieversorger hat die Energiemenge aber schon im Vorhinein eingekauft“ – und müsse sie kurzfristig wieder verkaufen, erklärt Öfferlbauer. Ein teures Ausgleichsenergie-Problem, das mit wachsendem Energy-Sharing-Anteil immer größer wird.

Sonnnig als potenzieller Partner für Energieversorger

Genau hier setzt das neue Produkt an, für das sonnnig gerade die dritte Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten hat: eine White-Label-Lösung zum Energy Sharing, die Energieversorger direkt in ihr eigenes Kund:innenportal einbinden können. Im Hintergrund liefert sonnnig die Restlastprognose auf 15-Minuten-Basis, damit Versorger gezielter am Großhandel einkaufen können.

Möglich macht das die Prognosefähigkeit, die sonnnig über Jahre mit echten Energiegemeinschaften aufgebaut hat. Ziel ist es, Versorgern einen besseren Einblick in ihre Stromverläufe zu geben und ihnen zu helfen, selbst ein Geschäftsmodell rund um Energy Sharing aufzubauen, auch als Beitrag zur Kund:innenbindung, erklärt Öfferlbauer. Am Markt kommt das gut an: „Energieversorgungsunternehmen spüren das Problem und sind zunehmend auf der Suche nach Lösungen und neuen Geschäftsmodellen im Energy-Sharing-Bereich, deshalb reden sie auf einmal mit uns“, sagt der Co-Founder. Davor sei die Beziehung eher einseitig gewesen. Zwei Pilotbetriebe hat sonnnig für das geförderte Projekt bereits akquiriert und zeigt sich offen für weitere Kooperationen.

Von First bis Seed: Der aws-Weg

Möglich wurde diese Entwicklung durch drei aufeinanderfolgende aws-Förderungen. Mit aws First Incubator, einem Programm für sehr junge Teams, teils noch vor der Firmengründung, kam das Startup zu ersten Beratungsleistungen und Mentoring. Mit aws Preseed – Innovative Solutions wurde zunächst die inhaltliche und wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens überprüft und der Proof of Concept entwickelt. Darauf aufbauend unterstützt aws Seedfinancing – Innovative Solutions die Weiterentwicklung bis zum Markteintritt sowie die ersten Skalierungsschritte. In diesem Rahmen werden nun der Aufbau und der Launch des neuen B2B-Produkts finanziert.

Erwarteter Boom durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

Als besondere Meilensteine nennt Öfferlbauer Referenzprojekte mit bekannten Unternehmen wie Hartl Haus, der Nationalbank-Tochter IG Immobilien oder der Volkshilfe Wien sowie die wiederholte Verdopplung des Jahresumsatzes. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die geteilte Energiemenge, die über sonnnig abgewickelt wurde, laut eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Investor:innen hat das fünfköpfige Team bislang bewusst keine an Bord geholt, da laufende Umsätze und eine halbe Million Euro an lukrierten Entwicklungsförderungen das Team organisch tragen.

Rückenwind kommt bald auch auf politischer Ebene: Im Oktober tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft, das Energy Sharing über bilaterale Peer-to-Peer-Verträge statt über eine juristische dritte Instanz wie einen Verein oder eine GmbH erlaubt. Für sonnnig eine freudige Entwicklung: „Das baut natürlich extrem viele Hürden ab. Und deswegen erwarten wir auch einen ziemlichen Boom an neuen Mitgliedern und das nehmen auch Energieversorgungsunternehmen wahr.“


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws).

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