11.11.2015

Klima im Zeitraffer: NASA zeigt Erderwärmung per “Climate Time Machine”

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Die globale Erwärmung betrifft Mensch und Tier.

Trauriger Rekord für die Erde: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die globale Durchschnittstemperatur dieses Jahr um ein Grad höher liegen, als in vorindustriellen Zeiten. Treibhausgas-Emissionen, durchaus aber auch temporäre Wetterphänomene seien daran schuld. Auf der NASA-Seite “Climate Time Machine” kann man nun die Klimaveränderungen im Wandel der Zeit betrachten. 

Das warme Herbstwetter als Vorbote? In diesem Jahr könnte die globale Temperatur der Luft und der Meere im Durchschnitt über ein Grad Celsius höher liegen, als zu jener Zeit, als es noch keine Fabriken, Autos oder Flugverkehr gab. Das berichtet der britische Wetterdienst Met Office, der Daten der Universität von East Anglia ausgewertet hat.

Unbequeme Wahrheit

Zweifler können sich ihr eigenes Bild machen: Via “Climate Time Machine” von der US-Raumfahrtbehörde NASA kann man per Zeitschieber die Auswirkungen der Klimaveränderung im Laufe der Zeit beobachten. Vier Kategorien (Meereis, Meeresspiegel, Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und globale Durchschnittstemperatur) belegen eindrucksvoll den Rückgang des Eis am Nordpol oder die globale Erderwärmung.

Hier geht es zur “Climate Time Machine”

15-11-12 um 00.16.11
© NASA: Auswirkungen der globalen Erderwärmung

Quelle

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41-Stunden-Woche Industriellenvereinigung IV Dominik Perlaki
brutkasten-Redakteur Dominik Perlaki | (c) brutkasten / Hintergrund (c) Murtaza Vora via Unsplash

Neumayer: “Es ist schrecklich. Die wollen alle nichts arbeiten. Die Diskussion geht komplett in die verkehrte Richtung.” Knill: “Aber ich habe doch eh schon gesagt, dass die 4-Tage-Woche geradezu absurd und brandgefährlich wäre. Das müssen sie doch verstehen.” Neumayer: “Das reicht nicht. Wir brauchen eine Gegenforderung!” Knill: “Eine 6-Tage-Woche? Da zerreißen uns ja sogar die unsrigen dafür.” Neumayer: “Oder stell dir die Gesichter vom Nehammer und vom Kocher vor, wenn wir eine 50-Stunden-Woche fordern. Im Wahljahr.” Knill: “Köstlich! Aber so wollen wir ja nicht sein. Weißt’ was? Nehm’ ma 41 Stunden. Es geht ja nur ums Prinzip.”

So ähnlich kann man sich wohl den internen Diskussionsprozess bei der Industriellenvereinigung (IV) vorstellen, der dem aktuellen Vorschlag zu einer 41-Stunden-Woche vorangegangen ist. Dieser sei “auch als bewusstes Signal” zu verstehen, meinte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer dazu. Und die Reaktionen darauf waren erwartbar: Die SPÖ sieht einen “Anschlag auf Arbeitnehmer:innen”. Für die Gewerkschaft der Privatangestellten ist der Vorschlag ein “Affront”. Auch von der FPÖ-Sozialsprecherin kommt per Aussendung eine “klare Absage”. Einzig die ÖVP ist – wenig überraschend – “offen dafür”.

Der Facepalm sitzt zu fest

Otto Normalverbraucher fällt es derweil schwer, die Sache zu kommentieren. Zu fest sitzt der Facepalm im Gesicht. Gut, für viele wäre die 41-Stunden-Woche eine willkommene Arbeitszeitreduktion. Bei so manchem ginge sich damit – ganz entgegen der Intention – sogar gut eine 4-Tage-Woche aus. Für all jene, die ohnehin nur die Hälfte ihrer Arbeitszeit wirklich arbeiten, würde sich wohl nicht viel ändern.

Natürlich gibt es auch heute noch Jobs mit Stechuhr. In den meisten Branchen sieht die Realität aber anders aus. Für die einen würde eine Erhöhung der Normalarbeitszeit auf 41 Stunden bedeuten, dass sie wöchentlich eine Überstunde weniger schreiben könnten – eine Einbuße, aber eine verkraftbare. Für die anderen wäre die Erhöhung dank Überstundenpauschale-Konstrukten gänzlich irrelevant. Diejenigen, für die die Neuerung wirklich schlagend werden würde, könnten in den meisten Fällen täglich noch einen Kaffee trinken, bevor sie ausstempeln, und hätten die 60 Minuten pro Woche damit zusammen.

Ebenso wie die meisten politischen Forderungen nach der 4-Tage-Woche ist auch jene nach der 41-Stunden-Woche vor allem eines: Populismus. Da können alle mal wieder ordentlich auf den Tisch hauen. Wie gut im Wahljahr.

Warum nicht 42 Stunden?

Nach dieser Feststellung bleibt nur die Frage: Liebe IV, warum nicht 42 Stunden? 42 lässt sich zwar auch nicht glatt durch fünf teilen, aber zumindest ist es, wie nicht nur Fans von “Per Anhalter durch die Galaxis” wissen, die Antwort auf die endgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Insofern wäre das Befriedigungspotenzial vielleicht viel höher.

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