17.01.2019

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

Die nächste Revolution der Arbeitswelt ist im Gange und künstliche Intelligenz spielt dabei eine wesentliche Rolle. Stehen wir vor einer Krise oder einer riesigen Chance?
/artikel/ki-wie-sich-arbeit-veraendert
Arbeit, KI, AI, Künstliche Intelligenuz, Artificial Intelligence
(c) zapp2photo/ fotolia.com

Digitalisierung – ein Wort das viele Menschen verzückt, anderen hingegen den Schweiß den Nacken hinuntertreibt. Die Welt war stets von Veränderung geprägt, Paradigmenwechsel gab es viele und das tägliche Leben erlebte immer wieder Wandel. Auch die Arbeitswelt war nie frei von Veränderungen; mal rascher, mal schleichend. Mit der fortschreitenden Technologisierung unserer Gesellschaft verändert sich die Arbeit aber weiter. Für einige Personen eine Entwicklung voller „Opportunities“, andere fürchten, durch künstliche Intelligenz ersetzt zu werden. Es spielen viele Faktoren mit hinein, die man beachten muss, um aktuelle und zukünftige Entwicklungen zu verstehen und dafür gerüstet zu sein.

+++ Xing New Work Sessions: Wie sieht die Arbeitswelt von Morgen aus? +++

„Es werden sich Jobs ändern, Jobs wegfallen und neue Jobs entstehen“

Sepp Hochreiter ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Er ist Leiter des Instituts für Bioinformatik an der Johannes-Kepler-Universität (JKU) in Linz. Seit 2017 steht er im Linz Institute of Technology dem AI Lab vor. Er sagt: „Es werden sich Jobs ändern, Jobs wegfallen und neue Jobs entstehen.“ Der Erfinder der LSTM-Technik, einer Methode zur Verbesserung der Entwicklung künstlicher Intelligenz, sieht bereits jetzt Ansätze veränderter Arbeitswelten bzw. das Ersetzen von Menschen durch Maschinen, z.B. bei Chatbots, automatisierten Livetickern bei Fußballspielen, Tweets im Trump-Wahlkampf oder Beschwerdeservices.

Weitere Bereiche, in die AI zeitnah Einzug halten wird, seien unter anderem Telefonservices, Sales, Marketing, Mobility, Security, Kochen und Lektorat. „Jobs, bei denen durch KI leicht zu automatisieren ist“, präzisiert er. Die Quintessenz seiner Einschätzung ist, dass repetitive Jobs wegfallen. Hochreiter sieht darin jedoch keine Neuerung in der Arbeitsgeschichte. Denn solche Entwicklungen habe es immer schon gegeben. „Man denke nur an den Landwirt, der früher 20 Mitarbeiter hatte. Dann kamen Traktoren und Maschinen. Heutzutage hat der Landwirt ein bis zwei Mitarbeiter“, so der Experte weiter.

+++ Studie: Künstliche Intelligenzen nehmen doch keine Arbeitsplätze weg +++

Ähnlich sieht es Klaudia Bachinger von WisR, einer Internetplattform, die Unternehmen und Pensionisten zusammenbringt. „Repetitive Prozesse werden ersetzt werden, allerdings nicht im Servicebereich, da Maschinen Kontext und Empathie nicht können. Es mangelt ihnen an emotionaler Intelligenz“, sagt sie. In diesem Sinne bringt Hochreiter ein Beispiel aus den USA, das stellvertretend für die Problematik von AI in der Arbeitswelt gesehen werden kann: Dort wurde als Experiment einer AI aufgetragen, Gerichtsurteile vorherzusagen. Als Basis dazu diente eine Datenbank alter Urteile. „Am Anfang lief es gut, doch als eine Variable, die Hautfarbe der Beklagten, von Weiß auf Schwarz geändert wurde, stieg auch das Strafmaß. Ähnlich beim vorhergesagten Gehalt für diverse Berufe, als man das Geschlecht auf weiblich änderte: Es sank“, erklärt Hochreiter. Die AI habe menschliche Fehler übernommen.

Intelligent Designer

Was Bachinger im Gespräch menschliche Skills und Storytelling nennt, kann man mit Hochreiters Begriff des Intelligent-Designers vergleichen, betrachtet man die Arbeitswelt in ein paar Jahren. Zukünftige Jobs in Bereichen, in denen der Mensch unerlässlich bleibt, drehen sich alle um Daten und Design. Hochreiters Aufzählung gibt einen kleinen Aus- und Einblick darin, welche Professionen fürs Arbeiten Seite an Seite mit künstlicher Intelligenz vonnöten sein werden. Er nennt Data Evangelist, Data Scientist, Robotics, Digital Knowledge Manager, AI-Design und Robot-Psychologie als essenzielle Felder, die im Entstehen sind.

Zudem werde es noch weitere Probleme geben, die weiterhin von menschlicher Hand gelöst werden müssten. Selbstfahrende Autos etwa werden über kurz oder lang Taxifahrer und Chauffeur ersetzen. Man müsse aber klären, so Hochreiter, welche Auswirkungen dies im Straßenverkehr habe. „Heute hat man als Fußgänger Blickkontakt mit dem Fahrer, der einen dann über die Straße lässt. Das selbstfahrende Auto muss zu erkennen geben, dass es den Passanten gesehen hat. Wie macht es das? Es geht vor allem um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine“, sagt der AI-Pionier.

Bachinger hat in diesem Zusammenhang fehlende emotionale Intelligenz, kritisches Denken und Kreativität (laut dem World Economic Forum drei der wichtigsten Skills im Jahr 2030) als Knackpunkte genannt, wieso der Mensch durch AI nicht komplett ersetzt werden kann. Hochreiter geht weiter und nennt es „Weltwissen“, welches sich künstliche Intelligenz erst aneignen müsse. „Körperliche und monotone geistige Tätigkeiten werden verschwinden, dafür wird die Arbeit interessanter“, denkt der AI-Experte. „Die Maschine wird zum Lehrbuben.“

„Human Robot-Interaction“

Bis sie aufhöre, den Menschen als „Lehrer“ nötig zu haben und es eine AGI (Artificial General Intelligence), die selbstständig lernt, gebe, würden noch 20 Jahre vergehen, wie Clemens Wasner, CEO von Enlite.ai und Organisator der AAIC (Applied Artificial Intelligence Conference), zu diesem Thema erwähnt: „Alle Expertenmeinungen sehen das frühestens bis 2040. Keiner der aktuellen Ansätze kann bis zu einer AGI skalieren und wir stehen, was neue Methoden betrifft, noch ganz am Anfang, vergleichbar mit der Situation von neuronalen Netzen in den1980ern“, sagt er. Bemerkenswerte Entwicklungen gebe es jedoch heute bereits, so Wasner weiter. „In der Robotik zeichnen sich bereits wesentliche Fortschritte durch selbstlernende Systeme ab, die nicht nur zu neuen Graden der Automatisierung führen. Auch die Zusammenarbeit von Robotern und Menschen wird dadurch erst wirklich möglich, sogenannte ‚Human-Robot-Interaction‘. Dies wird sich zuallererst in der Produktion, etwa von Autos, bemerkbar machen, wo bisher Roboter und Menschen getrennt gearbeitet haben. Auch im Delivery-Center von Amazon wird es diese Art der Kollaboration sehr bald flächendeckend geben, Stichwort Packaging.“

Laut dem Report des Marktforschungs- und IT Analyse-Unternehmens Gartner werden bis 2020 durch AI 1,8 Millionen Jobs vernichtet, dafür 2,3 Millionen geschaffen werden. Wasner meint, dass es Technologieverlierer immer gebe; die eigentliche Frage sei, ob Gesellschaft, Politik und Wirtschaft dies als gottgegeben hinnehmen oder aktiv Schritte setzen, um die Folgen abzufedern. „Die Auswirkungen werden sich hier aber sehr stark regional unterscheiden. Beispiel Handel in Österreich: Laut Statistik arbeiten rund 360.000 Personen im Einzelhandel, viele davon sind Frauen. Man muss kein Hellseher sein, um vor allem in diesem Bereich eine große Automatisierungswelle bis 2030 vorherzusagen“, so Wasner.

Lebenslanges Lernen als Credo

Während im Startup-Bereich Begriffe wie Digitalisierung, Arbeitszeitflexibilisierung und AI mit offenen Armen willkommen geheißen werden, würde der Niedriglohnsektor die Veränderung drastisch spüren.

„Das Gegenbeispiel zum Handel sind klassische Männerberufe wie etwa Fernfahrer in Emerging Markets. Aufgrund des Mangels an qualifizierten Fernfahrern sind europäische Lkw Hersteller sehr darum bemüht, so schnell wie möglich autonom fahrende Lkws herzustellen. Dies hat für Westeuropa einen positiven Impact, wirkt sich aber auf Emerging Markets, wo es noch eine sehr hohe Zahl an Fernfahrern gibt, fatal aus“, sagt Wasner. Der allgemeine Tenor dabei: Wer nicht bereit ist, sich umzustellen, wird abgehängt. Als Begriff wird hier von Expertenseite „lebenslanges Lernen“ eingeworfen, was bei der Betrachtung der nahenden Neo-Arbeitswelt wiederum weitere Aspekte öffnet: Umschulung, Fachkräfte, bedingungsloses Grundeinkommen und Arbeitspsychologie.

Nach der bisherigen Aufzählung neuer Jobs, die kommen mögen, und Rahmenbedingungen, die eine Gesellschaft braucht, um auf den digitalen Wandel zu reagieren, ist ersichtlich, dass Neuorientierungen und Umschulungen Faktoren sein werden, ohne die ein geregelter Übergang nicht möglich sein wird.

+++ Live Interview: CEO und Founder von JobRocker im LIVE Gespräch +++

„Die neuen Technologien werden in allen Arbeitsbereichen Einzug halten und es wird immer wieder Neues dazukommen. Weiterbildung wird in manchen Bereichen notwendiger sein, um in der neuen Zeit mithalten zu können. Es müssten theoretisch jetzt schon erste Umschulungen stattfinden, damit die Gesellschaft in zwei, drei Jahren bereit ist für Neues“, sagt der CEO des Headhunting-Startups JobRocker, Günther Strenn. „Gerade diejenigen, die nicht bereit sind, sich zu ändern, werden verlieren und auf der Strecke bleiben. Da die technischen Fortschritte immer schneller und größer werden, sind lebenslanges Lernen und ständige Weiterbildung nicht nur notwendig, sondern unbedingt erforderlich. Es gibt keine Garantie mehr, bis zur Pension im selben Job zu sein.“

Umdenken zu Migration nötig

Ein weiterer immer wieder gehörter Begriff, wenn Digitalisierung zum Thema wird, ist der Fachkräftemangel. In Deutschland etwa steht 2025 eine Pensionierungswelle bevor, die einen weiteren Mangel an Spezialisten erzeugt, der ohne Automatisierung kaum geschlossen werden kann. In Japan sind aufgrund restriktiver Immigrationspolitik der Pflege und Gesundheitsbereich stark betroffen.

„In beiden Fällen bedeutet dies – auf Wunsch – längere Beschäftigung im Unternehmen bei gleichzeitigen Bemühungen zu mehr Automatisierung. Österreichwirkt in dieser Diskussion oft etwas unbeholfen, um nicht zu sagen unaufrichtig: So wird oft im selben Atemzug über den großen Fachkräftemangel und zu hohe Immigration geklagt, was für ein reiches Land ein Widerspruch in sich sein sollte“, sagt Wasner zu diesem Thema. „Hier ist ein Umdenken, was Ausbildung, Einstellung zu Migration und Qualifikation betrifft, dringend notwendig, da unser bestehendes System viel zu träge für die immer kürzer werdenden Zyklen ist. Erst, wenn dieses Umdenken stattgefunden hat, werden wichtige Initiativen wie Coding Ausbildung auch auf die notwendige Akzeptanz stoßen.“

Klaudia Bachinger sieht einen Weg, diesem Mangel entgegenzutreten, darin, Pensionisten wieder in den Arbeitsmarkt zu holen. „Rund 50 Prozent im DACH-Raum wollen wieder arbeiten“, sagt sie. Dabei stützt sie sich auf Studien von Leopold Stieger, Gründer von Seniors4sucess und Autor des Buchs „Pension – Lust oder Frust?“. Darin heißt es: Während 2014 rund ein Drittel der Rentner nach der Pensionierung noch Lust aufs Arbeiten gehabt hätte, wäre dieser Wert 2016 bereits bei rund der Hälfte der rund 2,7 Millionen Pensionisten im Land gewesen. Davon sehen sich zwei Drittel in einem Ehrenamt, ein Drittel in der bezahlten Arbeit. „Der Grund dafür ist die Wertschätzung beim Ausüben einer sinnvollen Tätigkeit, das soziale Gefüge, das man unter Kollegen spürt, und die mentale Bestätigung, die man erhält. Zudem hält Arbeit Menschen länger fit – geistig und körperlich. Das haben auch die Japaner in ihrem ‚Silver Human Resources Center‘ in einer Langzeitstudie belegen können“, erklärt Bachinger. Die Lücke, die durch Fachkräftemangel entstehe, ließe sich durch Frauen, Migranten und Pensionisten gut schließen, meint sie.

„Junge schneller, Ältere mit Abkürzung“

Auch JobRocker CEO Strenn sieht in dieser Idee einen Mehrwert, wenn er sagt: „Die Jungen sind schneller, aber die Alten kennen die Abkürzung. Das Knowhow der älteren Generation ist wertvoll, und das Ziel sollte sein, ihr Wissen mit den neuen Technologien zu vereinen. Gerade im Dienstleistungsbereich, in dem die Digitalisierung noch nicht überhandgenommen hat, kann man Pensionisten in den Arbeitsmarkt integrieren.“

Laut der WKO wird es hierzulande bis zum Jahr 2030 rund 3,9 Millionen über 50Jährige geben, und bis 2050 mehr als 4,4 Millionen Menschen, die das halbe Jahrhundert an Lebensjahren überschritten haben werden. „Die Babyboomer Generation geht in Pension. In Deutschland etwa werden rund acht Millionen Menschen am Arbeitsmarkt fehlen, das sind 20 Prozent der gesamten Arbeitskräfte“, sagt Bachinger, die aus Erfahrung weiß, dass ältere Semester für projektbezogene Arbeit im Sinne der Gig-Economy oder auch für Teilzeit berufe empfänglich sind.

Flexible Arbeit

Während Gedanken hinsichtlich des Fachkräftemangels um Immigration und „Demographic Aging“ kreisen, wird die zukünftige Arbeitswelt auch stark von dem umstrittenen Begriff Arbeitszeitflexibilisierung geprägt sein. Der Zwölfstundentag hat enorme Kritik ausgelöst, aber auch Befürworter gefunden. Globaler Konkurrenzdruck wird von Unternehmern gerne ins Feld geführt, wenn es darum geht, gesetzliche Freiheiten zu haben, um Mitarbeiter nach Bedarf länger einzusetzen.

Dazu nennt Bernhard Niesner vom sozialen Netzwerk für Sprachenlernen busuu die Formel 996 aus China als Beispiel des harten Wettbewerbs. „In China praktizieren manche Firmen das sogenannte ‚996‘, ‚working 9 a. m. to 9 p. m., 6 days a week‘. Natürlich ist dies nicht im Sinne der Arbeitnehmer und wirkt sich sicherlich mittel- bis langfristig auch extrem negativ auf die Kultur in einer Firma und auf die Effizienz – Stichwort Burnout – aus. Aber dies ist leider die Realität, wenn man mit solchen hoch aggressiven Firmen im Wettbewerb steht“, sagt er und betont deutlich, dass er kein Befürworter einer „100-Stunden- Arbeitswoche“ sei, ein wenig mehr Flexibilität teilweise jedoch nicht schaden würde, „um es Firmen und Mitarbeitern zu ermöglichen, wenn es mal wirklich wichtig ist und ums Überleben der Firma geht, auch mal mehr zu arbeiten“.

Auch Strenn schlägt in eine ähnliche Kerbe, wenn er sagt: „Wenn Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben wollen, ist die Flexibilität der Unternehmen und der Mitarbeiter gefragt. Dadurch, dass Fließbandarbeit immer mehr ersetzt wird und outputbezogene Arbeit kaum messbar ist, müssen auch Unternehmen umdenken. Gerade durch Technologien ist ein effizienteres Arbeiten möglich, und es sollte projektbezogen und zielorientiert gedacht und gearbeitet werden.“ Bachinger spricht sich zudem dafür aus, dass flexiblere Arbeitszeit in Absprache mit Arbeitnehmern zu implementieren ist. Sie weiß, dass es in manchen Branchen nötig ist, flexibel zu sein, und denkt nicht, dass es sich heutzutage Arbeitgeber – wie befürchtet – leisten können, ihre Angestellten auszunützen und damit ihrer Arbeitgebermarke („Employer Brand“) maßgeblich zu schaden. Durch die Transparenz mit Kununuu, Glassdoor, LinkedIn und Co. wissen die Bewerber ganz genau, wie Arbeitsklima und Leadership eines Unternehmens sind.

Information ≠ Wissen

Aus unternehmerischer Sicht scheint die Übereinkunft zu herrschen, dass mit dem globalen Markt, der Digitalisierung, dem Konkurrenzdruck und Phasen, in denen mehr Arbeitskraft benötigt wird, die eingeführte Flexibilisierung Unternehmen mehr Spielraum gewährt, um zu agieren und zu reagieren, wo es verlangt ist. Aus arbeitspsychologischer Sicht spielen da noch andere Punkte hinein, wie Mario Schuster, Founder von Mental Synergy, Mentaltrainer sowie auch Berater bei arbeitspsychologischen Fragestellungen, erzählt. Er arbeitet mit CEOs und Managern großer Konzerne (darunter Personen aus der Automobilindustrie) zusammen und hilft dabei, mentale Kompetenzen zu steigern. „Die Digitalisierung löst bei Manchen Ängste aus und ist nur schwer greifbar. Digitalisierungsprozesse an sich gibt es bereits seit über 20 Jahren, dennoch braucht es jetzt Orientierung und Aufklärung, da der Mensch mit der technologischen Entwicklung teilweise nicht mehr mitkommt“, sagt er.

Da man heutzutage einen unendlichen Zugriff auf Information habe, finde ein „Information-Overload“ statt, der nicht automatisch zur Generierung von mehr Wissen führe. Schuster nennt es das „Crackberry-Phänomen“, welches beschreibt, dass man den inneren Zwang hat, immer und überall erreichbar sein zu müssen und seine Nachrichten zu checken.

Arbeit, AI, KI
(c) Google – Ein „Informations-Overload“ – wie es ihn heutzutage gibt – führt nicht automatisch zur Aneignung von mehr Wissen.

Ähnlich einer Sucht

Schuster erkennt auch im Arbeitsbereich eine übertriebene Smartphone-Nutzung und ein exzessives Verhalten, das beinahe einer Sucht gleichkommt. Rückbezogen auf die Arbeitszeitflexibilisierung bringt der Psychologe den Vergleich eines Marathonläufers A, der jeden Tag zehn und am vierten Tag zwölf Kilometer läuft, während Person B den Marathon an einem Tag bewältigt. „Beim zweiten Fall ist die individuelle Beanspruchung deutlich höher und die notwendigen Erholungsphasen sind überproportional länger“, sagt er. Ähnlich verhalte es sich beim Arbeiten.

„Nach sieben, acht Stunden steigt das Unfallrisiko deutlich an und Erschöpfung setzt ein. Bei einer Arbeitszeit von viermal zwölf Stunden in der Woche reichen drei Tage Erholung nicht aus, um die Belastung dieser Zeit abzubauen“, so Schuster weiter. Der Mensch sei zwar kein fragiles Wesen und könne über kurze Zeiten ein solches Arbeitspensum durchaus aushalten, jedoch benötigt er auch sinnvolle Belastungs- und Regenerationszyklen, um Leistungseinbußen oder gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Die Konsequenz sei, dass es dann immer schwerer falle, nach der Arbeit abzuschalten.

Cybertariat

Auch dadurch, dass Arbeit und Freizeit und zeitliche und räumliche Dimension verschmelzen – etwa Arbeiten aus dem Zug per Laptop –, werden Erholungsprozesse gehemmt. Andrea Birbaumer, ihres Zeichens stellvertretende Obfrau der Gesellschaft kritischer Psychologen und Psychologinnen, Fachabteilung A&O Psychologie, möchte in dieser Hinsicht ebenfalls nicht schwarzmalen, führt aber den Begriff „Cybertariat“ von Ursula Huws, Professorin an der University of Hertfordshire, ins Feld.

Der Begriff ist an das Wort Prekariat angelehnt und beschreibt die neue Arbeitsorganisation. „Menschen sind permanent ‚on‘ und suchen sich online Arbeit. Die Gig-Economy erzeugt Spannung, das Stresslevel steigt. Es gibt keine Absicherung“, sagt sie. „Aus gesellschaftlicher und gesundheitlicher Sicht muss man sagen, dass nicht jeder es schafft, sich ständig neu zu orientieren und zu netzwerken, um sich Arbeit zu beschaffen.“

Auch die Psychologin sagt, dass es Tendenzen der Digitalisierung bereits es seit zwei Jahrzehnten gebe; das sei nicht neu, jedoch führe das ständige Arbeiten-Können-und-Müssen zu einer Reihe von Nachteilen. Es fehle an Regenerationsphasen, was zu gastrovaskulären oder Herz- Kreislauf- Beschwerden führen könne.

Allerdings sei die Anpassung auch eine Generationsfrage. Junge Menschen seien durch ihre Sozialisierung mit neuer Technologie anpassungsfähiger, jedoch gebe es dazu noch keine konkreten Daten. „Tendenzen zeigen aber, dass all das nicht folgenlos bleibt“, so Birbaumer.

Die Psychologin denkt zudem, dass Arbeit künftig wegen der Technologisierung auch von einem großen Kontrollaspekt geprägt sein wird. Permanentes Dokumentieren und Eingeben von Daten könne zu einem Super-GAU führen, wenn sich die Frage stellt, wann die eigentliche Arbeit getan werde. Besonders Führungskräfte würden zukünftig stark gefordert sein. Zwischen Vorgaben der Politik und Unternehmenskonzepten müssten sie auch gleichzeitig Mitarbeiter stützen. „Dies könnte die Qualität der Arbeit steigern, etwa bei Transparenz und dem Vergleich, ist aber zugleich auch stark branchenabhängig“, so Birbaumer.

Digitalisierung der Arbeit, Fachkräftemangel, Demographic Aging, Arbeitspsychologie, Arbeitsplatzvernichtung vs. Neue Jobs, Umdenken und Umschulung – all diese Begriffe, die in ein paar Jahren wesentliche Themen des gesellschaftspolitischen Prozesses sein werden, deuten bereits heute an, dass es bald passende Rahmenbedingungen braucht.

BGE als „Power“

Ein Punkt, der alle genannten Faktoren umfasst und immer wieder ins Spiel gebracht wird, ist das bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Kritiker sehen darin eine soziale Hängematte, die das Ende der Arbeit einläutet. Andere möchten damit den Druck auf die Arbeitnehmer mindern. Clemens Wasner dazu: „Am BGE wird kein Weg vorbeiführen. Die Erklärung hierfür ist simpel: Mit zunehmender Geschwindigkeit, in der sich neue Technologien und Methoden im Berufsalltag ausbreiten, wird es unumgänglich, den Bürgern auch die Zeit einzuräumen, diese zu erlernen. In dem Zusammenhang finde ich es kurios, dass etwa die internen Trainingsprogramme und Mitarbeiterfreistellungen im Silicon Valley allseits gelobt werden, gleichzeitig aber auf die Bildungskarenz, die ein noch weitaus progressiveres Instrument ist, geschimpft wird“, sagt er. „Arbeit als soziale Bedeutung heißt, Anerkennung erfahren, den Sinn darin sehen und Motivation besitzen – und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Wenn man aber nur ums Überleben kämpft, fehlt es an Qualität“, sagt Birbaumer. Kreativität hätte unter einem BGE Platz, bei dem es nicht darum ginge, dass man sich die nächste vom Staat finanzierte Villa leisten könne, sondern den Druck des Alltags entferne. „Die Leute hätten mehr Energie für Engagement. Ich sehe darin keine Hängematte, sondern Power.“ Jedoch müsse man differenzieren, für welche Gruppe es bestimmt sei. Und die Frage der Höhe gelte es ebenfalls abzuklopfen.

„Innovation durch Erholung“

Auch Mario Schuster erkennt im BGE ein sensibles Thema. „Tätigkeiten mit geringerer, aber auch mittlerer Qualifikation fallen weg, dafür wird es mehr Spezialisten brauchen. Bei 300.000 Arbeitslosen heißt das aber nicht, dass daraus 300.000 neue IT-Techniker werden“, so Schuster. Der Arbeitspsychologe nennt dazu drei psychologische Grundbedürfnisse des Menschen, die bei diesem Thema richtungsweisend sein könnten und das Killerargument „faule Haut“ etwas entkräften: Das Individuum brauche nach der Self-Determination-Theory der Forscher Edward L. Deci und Richard M. Ryan (erstmals 1985 an der University of Rochester vorgestellt) Anerkennung, Weiterentwicklung und Autonomie. In ihrem Paper heißt es zudem, „Menschen, die über ihre Tätigkeit frei entscheiden können, sind wesentlich motivierter“. Dabei soll diese Freiheit nicht als „frei von Pflichten und Arbeit“ verstanden werden, sondern als „frei von Überlebenskampf und Druck“, was zugleich als Entspannungsfaktor in einer veränderten Arbeitswelt mit hohen Anforderungen gelten kann. Denn Schusters Worten nach verhält es sich so: „Innovation entsteht nicht durch mehr Arbeit, sondern durch Erholung.“

Dieser Beitrag erschien in gedruckter Form im brutkasten Magazin #7 “Die Welt in 5 Jahren”


 

Deine ungelesenen Artikel:
16.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Scaleups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Scaleups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-scaleups
16.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Scaleups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Scaleups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-scaleups
Die diesjährigen Nominierten des "Innovator of the Year" in der Kategorie Scaleups. | © brutkasten

Erfolgreiche Skalierung ist das Ziel jedes Startups. Bekanntlich schaffen das bei weitem nicht alle, doch auch hierzulande wird die Gruppe jener, denen der Sprung zum starken Wachstum gelungen ist, immer größer – und das auch unter bekanntlich teils widrigen Bedingungen.

Auch dieses Jahr schafften wieder einige heimische Unternehmen den Schritt vom Startup zum Scaleup und legten beeindruckende Wachstumsstorys vor. Und einige bereits etablierte Scaleups zeigten eindrücklich, dass ihre Wachstumsambition ungebrochen ist.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Scaleups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Scaleups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Startups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Scaleups wird durch Polestar unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Scaleups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).

Jetzt voten!

Poll Maker

Emerald Horizon

Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Auffallen ist gewiss eine der Stärken des Grazer Scaleups Emerald Horizon – sei es mit ausgerechnet diesem Produkt, Small Modular Reactors, im traditionell extrem atomkraftkritischen Österreich, mit Personalentscheidungen wie Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer oder mit dem dieses Jahr erfolgten ungewöhnlich frühen Börsengang. An der Wiener Börse wird das Unternehmen jedenfalls mittlerweile seit Monaten jenseits der Milliarden-Euro-Grenze bewertet und kann damit – je nach Definition – als Österreichs jüngstes Unicorn gesehen werden. Für die Entwicklung des Unternehmens gewiss noch entscheidender: Im August verkündete man, gemeinsam mit dem niederländischen Partner VDL Groep in die nächste Entwicklungsstufe des Small Modular Reactors zu gehen.

Enpulsion

Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion
Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion

Das niederösterreichische SpaceTech-Scaleup Enpulsion rund um Gründer Alexander Reissner liefert Antriebssysteme für Nano- und Mikrosatelliten. Zu Jahresbeginn sicherte sich das Unternehmen eine 22,5 Millionen Euro schwere Series-B-Finanzierung, um die Produktionskapazitäten am Standort Wiener Neustadt deutlich zu erhöhen. Im August 2026 verkündete Enpulsion zudem die geplante strategische Übernahme der britischen Lift Me Off Ltd, um das eigene Produkt-Portfolio um chemische Antriebe für besonders agiles Manövrieren im Weltraum zu erweitern. Zusätzlich steht für diesen Herbst ein zentraler Meilenstein an: ein Orbit-Test der neuartigen Antriebstechnik an Bord des heimischen Satelliten AT-Astra.

fiskaly

fiskaly - das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly
fiskaly – das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly

Das 2019 gegründete Wiener Unternehmen fiskaly von Johannes Ferner, Simon Tragatschnig und Patrick Gaubatz macht Kassentransaktionen cloudbasiert und gesetzeskonform. Die Zahlen sprechen für sich: 60 Prozent Wachstum im vergangenen Geschäftsjahr, profitabel, mehr als 150 Mitarbeitende, rund 1.900 B2B-Kund:innen mit über einer Million POS-Systemen in acht EU-Ländern und Marktführerschaft in Deutschland. Im September folgte der nächste Schritt vom Scaleup zum Infrastrukturanbieter: Mit David Feichter holte fiskaly den Ex-CEO von orderbird als Co-CEO an Bord, ausgerechnet jenen Mann, der 2019 als allererster Kunde den Deal mit Ferner verhandelt hatte. Feichter verantwortet den operativen Betrieb, Ferner konzentriert sich auf Partnerschaften und weitere Akquisitionen in Europa.

Flinn AI

Das Founder-Team von Flinn | © Flinn
Das Founder-Team von Flinn | © Flinn

Das 2023 gegründete Scaleup von Gründer Markus Müller entwickelt eine KI-gestützte Software, die regulatorische und qualitative Prozesse für MedTech- und Pharmaunternehmen automatisiert. Im Februar 2026 sorgte das Unternehmen mit einem Series-A-Investment von 20 Millionen Dollar für Aufsehen. Mit dem frischen Kapital treibt das Scaleup in diesem Jahr die gezielte Expansion auf dem US-Markt voran, um sich weltweit als Standard für regulatorische KI-Prüfungen im Gesundheitsbereich zu etablieren. Zudem plant man eine erste eigene Kund:innenkonferenz, die über 200 internationale MedTech-Entscheider:innen nach Wien bringen soll.

fonio.ai

fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath (CEO, l.) und Matthias Gruber (CTO) | (c) fonio.ai

Wenn bei einem KMU niemand ans Telefon geht, übernimmt fonio.ai: Die KI-Agenten des erst 2024 gegründeten Wiener Startups von Daniel Keinrath und Matthias Gruber führen inzwischen rund zwei Millionen Anrufe pro Monat für über 7.000 Kund:innen. Im Juni schloss man eine Seed-Runde über 14,6 Millionen Euro ab, angeführt vom Londoner Fonds 20VC bei einer Bewertung von 120 Millionen Euro, ohne offiziellen Fundraise und ohne Pitch Deck. Im August knackte fonio.ai die Marke von zehn Millionen Dollar ARR – später folgte im Oktober die Marke von 15 Millionen Dollar. Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt laut Keinrath inzwischen von außerhalb der DACH-Region, im September eröffnete das Startup unter anderem sein Büro in Barcelona als Hub für Südeuropa.

Helferline

v.l.: Die Helferline-Gründer Clemens Schmidgruber und Alexander Niederhofer mit CTO Janko Glavić | (c) Helferline

Es ist eine Geschichte, wie sie nur die Startup-Welt schreiben kann: Vor mehr als zehn Jahren gegründet, konnte Helferline über lange Zeit zwar eine ganze Zahl namhafter Referenzen vorweisen, der wirtschaftliche Durchbruch blieb aber aus. Das änderte sich im Laufe der vergangenen Monate drastisch: Vor etwas mehr als einem Jahr stieg Hansi Hansmann als Investor ein. Seitdem holte man Großaufträge vom deutschen Telekom-Riesen O2, von Asus, von Starlink und weiteren. Aktuell befindet sich das Wiener Scaleup auf einem steilen Wachstumskurs und macht nach eigenen Angaben monatliche sechsstellige Gewinne.

Neoh

v.l.n.r.:  Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh
v.l.n.r.: Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh

Das Wiener Scaleup von Manuel Zeller konnte mit Süßigkeiten, die auf dem selbst entwickelten, kalorienarmen Zuckerersatzstoff Zero+ basieren, mittlerweile eine große Fangemeinde aufbauen, die auch über die Grenzen Österreichs hinausgeht. Auch machte, Stand April 2026, das B2B-Geschäft bereits rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus, mit steigender Tendenz, wie Zeller erklärte. Dies und auch die Entwicklung einer gelungenen Bueno-Alternative sorgten dafür, dass eine Investmentgesellschaft aus Luxemburg namens Teseo Capital ins Scaleup einstieg. Dahinter steht die italienische Familie Ferrero, die mit Marken wie Nutella, Kinder und Ferrero Rocher den Süßigkeitenmarkt dominiert.

ParityQC

Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

Das Innsbrucker Quantenunternehmen ParityQC von Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser hat allein im heurigen Jahr einen 35-Mio.-Deal für den Bau eines mobilen Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium ergattert und im Rahmen der „EUREKA-Ausschreibung Deutschland-Israel“ eine Kooperation mit dem israelischen Quantensoftware-Spezialisten Classiq gestartet. Zudem lieferte es im April einen deutlichen Beleg dafür, dass europäisches Quantencomputing den Sprung aus dem Labor in die Industrie geschafft hat. Gemeinsam mit IBM stellte man einen neuen Weltrekord bei der Quanten-Fourier-Transformation (QFT) auf. Konkret wurde dabei die bislang größte jemals gemessene QFT auf einem IBM-Quantum-Heron-Prozessor realisiert, mit 52 supraleitenden Qubits statt der bisherigen 27 Ionenfallen-Qubits.

Reploid

Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz

Kein anderes heimisches Scaleup schaffte es dieses Jahr, in einer derartigen Regelmäßigkeit für Schlagzeilen zu sorgen. Das seit 2025 an der Wiener Börse gelistete Welser Insektenzucht-Unternehmen baute seine Führungsebene aus, eröffnete neue Expansionsmärkte, präsentierte neue Kund:innen, verkündete eine Übernahme und holte sich einen achtstelligen Wachstumskredit. Wiewohl die Geschäftszahlen bei genauerer Betrachtung etwas komplexer sind, als vom Scaleup dargestellt, steht fest: Reploid ist weiter voll auf Wachstumskurs. 

waterdrop

Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop
Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop

Das Wiener Scaleup waterdrop von Henry Murray, Martin Murray und Christoph Hermann holte sich im Mai ein 100-Millionen-Euro-Investment. Zu den Investor:innen dieser Runde zählten Aspeya, Atlantic Grupa und der alpine Ski-Weltcup-Champion Aleksander Aamodt Kilde. Schon im Jänner dieses Jahres verkündete das Scaleup seine Profitabilität. Zudem übernahm Jristian Cruz Limsico die Rolle des Global Creative Director, der seit 2017 die visuelle Identität des Modehauses Karl Lagerfeld prägte. Er verantwortet nun die weltweite Markenidentität des Unternehmens.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Neue Arbeitswelten durch KI: Wie sich Arbeit in den nächsten Jahren verändert