11.11.2025
AWARD

KI-Plattform aus NÖ holt sich European AI Innovation Award 2025

Das niederösterreichische KI-Unternehmen ecoHubX hat sich den European AI Innovation Award 2025 geholt. Was dessen Tool kann und was hinter dem Award steckt.
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Verleihung des European AI Innovation Award 2025 im Willy-Brandt-Haus Berlin mit Preisträger Stefan Krajczar von ecoHubX (2. von rechts) | Foto: Marjam Sadegh

Seit Juni 2025 ist es offiziell in der niederösterreichischen Gemeinde Pressbaum gemeldet: Das KI-Unternehmen ecoHubX. Die KI-Lösung des Unternehmens wurde nun mit dem European AI Innovation Award 2025 in Berlin ausgezeichnet. Gegründet wurde ecoHubX Green Solutions GmbH von Stefan Krajczar und Manfred Rieger.

EcoHubX entwickelt Tool gegen Greenwashing

EcoHubX analysiert mit seiner Plattform Monitoring-Reports, Satellitendaten, Medien und Blockchain-Register. Damit kann man die „Echtheit von CO2-Zertifikaten“ prüfen, deren Nachvollziehbarkeit erhöhen und Greenwashing-Risiken frühzeitig erkennen, heißt es per Pressemeldung. Die Plattform betreibt also eine KI- und Blockchain-gestützte Analyse, um „Transparenz in den freiwilligen CO2-Markt zu bringen.“

Mit der Lösung – der sogenannten „AI Climate-Firewall“ – soll es Unternehmen und öffentlichen Stellen möglich sein, „die Wirksamkeit von Klimaschutzprojekten zu prüfen und Investitionen wirksam zu steuern“, wird das Unternehmen in einer Aussendung zitiert.

Transparenz und Kapital für „Wirksamkeit“

„Transparenz schafft Vertrauen und lenkt Kapital in die wirksamsten Klimaschutzprojekte“, erklärt Stefan Krajczar, Co-Gründer und CEO von ecoHubX. „Wir zeigen, dass innovative Technologie aus Österreich den globalen Klimamarkt nachhaltig verändern kann“, meint der CEO weiter.

Vergeben wurde der Award von der Arbeitsgemeinschaft Selbstständige in der SPD (AGS) im Rahmen des „AGS-Innovationspreises 2025“. Die Organisation der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) vertritt Anliegen von Selbstständigen, Unternehmer:innen und Manager:innen innerhalb der Partei.

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RobCos Industrieroboter "Alfie" © RobCo

Sechs Jahre nach der Gründung in München hat RobCo den Unicorn-Status erreicht. Das teilte das Unternehmen heute per Presseaussendung mit. Innerhalb von nur neun Monaten konnte das Startup seine Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln.

Dieser Sprung erfolgte im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, die neue Investments mit einem Secondary Share Sale kombiniert. Dadurch erhalten langjährige Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Unternehmensanteile zu veräußern.

Cherry Ventures & European Tech Collective steigen ein

An der Transaktion beteiligen sich bestehende Kapitalgeber wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield und Promus Ventures. Neu auf dem Cap Table sind unter anderem Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, ein Netzwerk erfolgreicher europäischer Gründer:innen.

Roman Hölzl, Co-Founder und CEO von RobCo, ordnet die Finanzierung wie folgt ein: „Es gab eine starke Nachfrage, in RobCo zu investieren, und wir haben diesen Moment genutzt, um das Unternehmen zu stärken.“ Die Milliardenbewertung sei zwar ein Meilenstein, der Fokus liege nun aber auf der Auslieferung der neuen Roboter-Generation.

In seinem heutigen LinkedIn-Post weist er zudem nochmals auf die ambitionierte Mission des Unternehmens hin: „RobCo in jeder Fabrik“.

Industrieroboter „Alfie“ startet im März 2027

Hinter der Bewertung von RobCo steht ein Geschäftsmodell, das auf Hard- und Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie basiert. Das Unternehmen entwickelt Robotik-Systeme, die dem Fachkräftemangel und Kostendruck in der Produktion entgegenwirken sollen. Im Zentrum der aktuellen Produktstrategie steht der Industrieroboter „Alfie“, dessen offizieller Marktstart für März 2027 geplant ist.

Das System ist darauf ausgelegt, durch KI-Integration unstrukturierte und sicherheitskritische Fabrikaufgaben selbstständig zu übernehmen. Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia, kommentiert den technologischen Ansatz: „RobCo baut für eine Zukunft, in der KI nicht nur denkt und generiert, sondern auch in der physischen Welt agiert.“

US-Expansion im Gange

Für die künftige Skalierung baut das Startup seine Präsenz in den USA aus, die bereits jetzt als der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens gelten. Neben dem Sitz in München betreibt RobCo mittlerweile Fertigungsanlagen in Austin (Texas) sowie ein Entwicklungslabor in San Francisco. Um das US-Geschäft und die dortige Expansion direkt operativ zu steuern, verlegt CEO Hölzl seinen Standort in die Vereinigten Staaten.

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