03.04.2024
PERSONALIE

KI-Expertin Ana Simic wird CEO von Engage Technology

Sie ist Expertin in Marketing Automation, KI, Tech und Digitalisierung. Welche Stationen Ana Simic zu ihrer neuen CEO-Rolle brachten und was die Wiener Digitalagentur Engage nun vorhat.
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Filip Zganjer, Ana Simic, Florian Bauer (c) Engage, Christian Huttar

Die KI- und Digitalisierungsexpertin Ana Simic wird Chief Executive Officer (CEO) der Wiener Agentur Engage Technology, die 2018 von Florian Bauer und Filip Zganjer gegründet wurde. Engage operiert als IT-Firma innerhalb der BarnVentures Gruppe – gegründet 2014 – die Lösungen für Kund:innen im Energie- und Immobiliensektor bereitstellt. Das Unternehmen legt seinen Fokus auf Künstliche Intelligenz – eine der vielen Skills der neuen CEO.

Ana Simic leitet Engage Technology

Neben dem vierten Wiener Gemeindebezirk sitzt die Digitalagentur in der albanischen Hauptstadt Tirana. Das 15-köpfige Team für Projektmanagement, Consulting und Development soll von nun an von Simic geleitet werden.

Bislang hat sich die Expertin auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz mit einem „starken Kundenfokus in Österreich“ spezialisiert. Beruflich war sie zuvor unter anderem bei Henkel, bwin und A1 tätig, „wo sie unter anderem für den internationalen Rollout von Marketing Automation und datengetriebenen Lösungen verantwortlich war“, heißt es in einer Aussendung.

Seit September 2022 war Simic über eineinhalb Jahre als Managing Directress der DAIN Studios Austria tätig. Im deutsch-finnischen Consulting-Unternehmen hat sie sich auf individuelle KI-Strategien für Unternehmen spezialisiert.

Bei DAIN galt Simic als Digital-, KI- und Entwicklungsexpertin – und sprach mit brutkasten unter anderem über die Gradwanderung zwischen Effizienzsteigerung und Kontrollverlust beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Außerdem gab sie Tipps, wie sich der Einsatz von ChatGPT für Unternehmen überhaupt lohnen kann.

Neue CEO baut Digital-, Tech- und KI-Fokus aus

Nun soll Simic in ihrer neuen Position die Wiener Agentur Engage als IT-Dienstleister mit Digital-, Technologie- und KI-Fokus inhaltlich weiterentwickeln und international ausbauen. Der bisherige Geschäftsführer Florian Bauer bleibt dem Unternehmen als Chief Technology Officer (CTO) erhalten. Bauer soll seine Tech- und KI-Expertise ausbauen und die Wettbewerbsfähigkeit der Agentur stärken.

Mitgründer Filip Zganjer soll seinen Fokus auf Eigentümer-Ebene stärken und die Portfolio-Entwicklung der BarnVentures Gruppe verantworten. In Aussicht seien weitere M&A-Operations, um die Expansion der Holding „strategisch voranzutreiben“.

Bislang war das in Wien sitzende Unternehmen als Company Builder von digitalen Unternehmen – konzentriert auf Nischen im IT-Sektor – tätig. Das bestehende Portfolio umfasst Firmen im Tech-, E-Commerce- und DeepTech-Bereich. Erst vor einem Jahr änderte BarnVentures seinen Namen: Zuvor war die Gruppe als „MoonHolding“ tätig (brutkasten berichtete).

Simic will „unter die Top 10“

“Der Wert von KI wird, mit einer guten Strategie, erst durch eine qualitativ hochwertige und schnelle technische Umsetzung spürbar. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam beeindruckende Ergebnisse erzielen und das Unternehmen unter die Top 10 Digitalagenturen in Österreich bringen werden“, sagt Ana Simic zu ihrer neuen Rolle.

Auch der frische CTO Florian Bauer spricht sich positiv über den Führungswechsel aus: „Mit Ana Simic an der Spitze können wir nun unsere Technologiekompetenz mit gebündelter Beratungsexpertise kombinieren, um unsere Kunden langfristig besser zu betreuen.”

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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