04.12.2020

kauft-im.shop: NÖ-Online-Shop für wirklich regionale Produkte

Aus zwei Unternehmen entstand ein neues: kauft-im.shop aus Hollabrunn verkauft regionale niederösterreichische Produkte vom Speck bis zu E-Bike online.
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riz up: kauft-im.shop-Co-Founder Andreas Spindler mit riz up-Berater Gerhard Supper
(c) riz up: kauft-im.shop-Co-Founder Andreas Spindler mit riz up-Berater Gerhard Supper

Andreas Spindler und Alexander Schmidt sind beide schon länger Unternehmer. Spindler hat mehrere Online-Shops, darunter den Pflanzenversand GartenGarten aufgebaut. Schmidt betreibt mit W4IT ein IT-Unternehmen. Vor einigen Monaten fanden die beiden zusammen und gründeten gemeinsam eine weitere Frima: kauft-im.shop.

kauft-im.shop: Unternehmer ergänzen einander

„Andreas hat mich wegen IT-Problem angerufen. Wir haben das gelöst und sind dann ins Reden gekommen. Er hatte eine Idee, regionalen Produzenten eine Plattform zu geben – also einen Online-Shop mit Produktsuche, nicht nur ein Register für bestehende Shops“, erzählt Schmidt bei einer virtuellen Betriebsbesichtigung mit NÖ-Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und riz up-Geschäftsführerin Petra Patzelt. Das habe ihn sofort überzeugt. „Wir hatten davor selbst eine sehr ähnliche aber niemanden, der die Logistik übernommen hätte. Das kann Andreas. Er übernimmt bei kauft-im.shop Geschäftsführung und Warehousing, wir übernehmen Webshop und Technik“.

Und Spindler hat – wie oben angedeutet – bereits einiges an Erfahrung in dem Bereich: „Ich habe mir vor drei Jahren das vielleicht schwerste Produkt im Online-Shop-Business ausgesucht: lebende Pflanzen“, erzählt er. Über einen anderen Shop vertreibe er Obst und Gemüse. „Wenn du das verschicken kannst, kannst du alles verschicken“, sagt der Gründer.

Alle Produkte im eigenen Warenhaus

Mit kauft-im.shop werden momentan noch ausschließlich Produkte vertrieben, die mindestens sechs Monate lang haltbar sind und aus den zwei Bezirken stammen, in denen das Startup aktiv ist. Das liegt auch am System, das die Unternehmer gewählt haben. „Es wäre bei so einem Shop ja nicht sinnvoll, wenn ein Kunde zehn Produkte bestellt und dann fünf Packerl bekommt, weil so viele Produzenten involviert sind. Daher ist unser Zugang: Wir übernehmen Warehousing, Artikellistung und Content Management. Wir nehmen die Ware auf Kommissionsbasis in unsere Lager. Die Produzenten werden monatlich ausbezahlt“, so Spindler. Auf diese Weise würden etwa auch alle Artikellistings im gleichen Design erstellt, was professioneller und für Endkunden deutlich übersichtlicher sei.

In Guntersdorf im Bezirk Hollabrunn gestartet, betreibt man mittlerweile ein zweites Warenhaus in Gars am Kamp im Bezirk Horn, wo es auch eine Abholstation gibt. „Wir borden täglich neue Lieferanten an. Momentan strecken wir unsere Arme in dieser Hinsicht auch noch weit aus“, sagt Spindler. So fahre etwa jeden Mittwoch ein Lieferbus des Unternehmens aus, der waren einsammelt. „Wie müssen Relevanz bekommen – das machst du nur mit Warendruck“, sagt der Gründer. In Zahlen bedeutet das: momentan sind 450 Produkte aus Hollabrunn und Horn mit Foto und Beschreibung online. Weitere 450 von 80 Anbietern sind bereits in Bearbeitung und sollen in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Noch im Dezember erhoffe man sich eine weitere Verdopplung.

Vom Speck bis zum E-Bike

Dabei bietet kauft-im.shop völlig unterschiedliche Produkte an – von Lebensmitteln über Kunsthandwerk zu Konzerttickets. „Wir haben sogar E-Bikes von einer Manufaktur aus dem Bezirk im Angebot – die allerdings nicht auf Kommission“, erzählt Alexander Schmidt. „Und wie können etwas, das Amazon und Co nicht können: Man kann bei uns Weinflaschen und Konzertticket im selben Warenkorb bestellen. Die Anbieter der Tickets können dann auch mit einer App etwa deren Gültigkeit checken, oder Anbieter von Gutschein-Zehnerblöcken diese abhaken“.

Geliefert wird nach ganz Österreich. Wachsen will man aber vorerst sehr regional. „Man kann im Webshop nicht nur nach Produkten sondern nach Regionen und Lieferanten suchen. Das ist uns sehr wichtig“. Das behutsame Wachstum betrifft vor allem die Anbieter-Seite. „Die nächste Vision ist, schrittweise auf ganz Niederösterreich auszudehnen und dann auch über Österreich hinaus zu liefern“, erklärt Andreas Spindler. Um den Prinzipien treu zu bleiben und kurze Anlieferzeiten für die Produzenten zu gewährleisten, brauche es pro Bezirk ein Warenhaus und Belegschaft. Großes Interesse bestehe etwa schon in Korneuburg. Ein weiterer Bezirk pro Quartal wäre ein mögliches Ziel, er wolle aber nichts versprechen, sagt der Gründer.

Sehr geholfen habe in der Entwicklung bisher riz up. „Beim riz up tut man alles, was in der aktuellen Lage möglich ist“, erzählt Spindler. So habe es neben einer Pressekonferenz etwa einen Video-Dreh und umfassende Beratung zu Fördermöglichkeiten gegeben.

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Manuel Prohaska ist Gründer von MPC² | (c) LA-Cinematics / MPC²

Es ist eines dieser Themen, mit denen sich Normalverbraucher:innen im Alltag zwar nicht beschäftigen, die aber letztlich indirekt alle betreffen: Korrosionsprüfung. Oder sehr vereinfacht gesagt: Rohre müssen leckagefrei sein und bleiben, vor allem dort, wo nicht nur sinnbildlich mit Hochdruck gearbeitet wird.

Doch die Überprüfung der Korrosionsbeständigkeit kritischer Komponenten bei bestehenden Anlagen ist mit dem derzeitigen Standard-Prozedere schwierig bis schlicht unmöglich. „Die regelmäßige Korrosionsprüfung ist in manchen Märkten und Anwendungen verpflichtend, kann jedoch verlässlich nur im Labor durchgeführt werden. Dazu müssen Bauteile ausgebaut werden, was teilweise einfach nicht möglich ist. Daher behilft man sich oft mit separaten ‚Qualifizierungsstücken‘, vor allem während der Fertigung der Komponenten. Und dann dauert die Überprüfung im Labor mindestens eine, oftmals bis zu sechs Wochen“, sagt Manuel Prohaska, Gründer des steirischen Startups MPC².

Korrosionsprüfung direkt vor Ort in Stunden statt Wochen

Mit dem patentierten System „Corrosion Ray“ arbeiten er und sein Team an einer Lösung. „Wir versuchen, die Korrosionsprüfung zu revolutionieren, indem wir sie zum Kunden bringen, anstatt der Kunde die Proben zu uns ins Labor“, sagt Prohaska. Mit dem mobilen Gerät lassen sich Rohre und insbesondere deren Schweißnähte ohne Beschädigung direkt vor Ort prüfen. „Wir nutzen dazu elektrochemische Methoden und liefern Ergebnisse, die qualitativ und vor allem quantitativ Laborergebnissen entsprechen“, so der Gründer.

Nicht nur die Überprüfungszeit lasse sich damit von Wochen auf Stunden reduzieren. „Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Wir sparen mit der Methode im Vergleich zur konventionellen Auslagerungsprüfung 99 Prozent der Energie, brauchen kaum Chemikalien und deutlich weniger Wasser“, sagt Prohaska. Für Kunden sei aber der finanzielle Aspekt am entscheidendsten. „Bei großen Anlagen bedeutet ein Tag Ausfall sechs- bis siebenstellige Einbußen“.

„Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit“

Prohaska weiß sehr genau, wovon er spricht. In seinen früheren beruflichen Stationen baute der studierte Werkstoff- und Korrosionswissenschaftler nicht nur genau die fachliche Expertise auf, die er jetzt mit MPC² umsetzt. Als Geschäftsführer von Betrieben mit mehreren Hundert Mitarbeiter:innen lernte er auch die betriebswirtschaftliche Seite genau kennen.

(c) LA-Cinematics / MPC²

Aktuell befindet sich „Corrosion Ray“ aber noch im fortgeschrittenen Prototypen-Stadium. Die Technologie dahinter nicht: Schon jetzt setzen mehrere Stahlkonzerne, Komponenten-Hersteller und Chemie-Riesen, die auch die Zielgruppe für das neue System sind, auf die bestehenden Korrosionsprüfungs-Angebote von MPC² – teilweise mit sechsstelligen Auftragseingängen. „Wir haben einen speziellen Prüfstand, mit dem wir unsere Methode auch mit konventionellen Korrosionsprüfungen vergleichen. Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit, als mit den alten Methoden, die lange dauern und gleichzeitig relativ ungenau sind“, so Prohaska.

Mit Predictive Maintenance auf den Weltmarkt

Momentan ist das Angebot mit diesem Prüfstand noch der lukrativste Geschäftsbereich des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll sich das ändern. Bis 2035 will MPC² auf 60 Millionen Euro Jahresumsatz anwachsen. Davon soll „Corrosion Ray“ laut Plan 65 bis 70 Prozent bringen. Technologisch soll dann der Bereich Predictive Maintenance im Zentrum stehen. „Wir können Kunden schon jetzt sehr genau sagen, wo es in ein paar Jahren Probleme beim Material geben wird. Mit den Daten, die wir jetzt dazu sammeln, wollen wir diese Lebensdauer-Vorhersage mit Hilfe von KI künftig noch deutlich präziser machen“, erklärt Prohaska.

Um diese Ziele umzusetzen, will das vierköpfige Team in einem ersten Schritt 600.000 Euro Investment-Kapital aufnehmen, mit dem die Kleinserienfertigung von „Corrosion Ray“ aufgebaut werden soll. „Wir halten schon jetzt Ausschau nach strategischen Investoren. Noch wichtiger werden die, wenn es in einigen Jahren an die große Produktion geht“, sagt der Gründer. Dann sei auch eine größere Kapitalrunde geplant.

aws als größter Fördergeber – „sonst wären wir nicht so weit gekommen“

Bislang finanziert sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen und aus Förderungen. Dank der hohen Auftragseingänge werden kommendes Jahr die Unternehmenseinnahmen erstmals den Förderbetrag übersteigen. Dennoch sei man noch auf die Fördergelder angewiesen. „Den mit Abstand größten Anteil beim Fördervolumen hatten die Programme aws Preseed und aws Seedfinancing – Deep Tech“, erzählt Prohaska. „Das war extrem wichtig, sonst wären wir nicht so weit gekommen.“ Dabei betont der Gründer auch das Service: „Wenn man etwas gebraucht hat, waren sie immer da.“


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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AI Summaries

kauft-im.shop: NÖ-Online-Shop für wirklich regionale Produkte

  • Andreas Spindler und Alexander Schmidt sind beide schon länger Unternehmer.
  • Spindler hat mehrere Online-Shops, darunter den Pflanzenversand GartenGarten aufgebaut.
  • Schmidt betreibt mit W4IT ein IT-Unternehmen.
  • Vor einigen Monaten fanden die beiden zusammen und gründeten gemeinsam eine weitere Frima: kauft-im.shop.
  • In Guntersdorf im Bezirk Hollabrunn gestartet, betreibt man mittlerweile ein zweites Warenhaus in Gars am Kamp im Bezirk Horn, wo es auch eine Abholstation gibt.
  • „Wir haben sogar E-Bikes von einer Manufaktur aus dem Bezirk im Angebot – die allerdings nicht auf Kommission“, erzählt Alexander Schmidt.

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  • Andreas Spindler und Alexander Schmidt sind beide schon länger Unternehmer.
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  • Andreas Spindler und Alexander Schmidt sind beide schon länger Unternehmer.
  • Spindler hat mehrere Online-Shops, darunter den Pflanzenversand GartenGarten aufgebaut.
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  • „Wir haben sogar E-Bikes von einer Manufaktur aus dem Bezirk im Angebot – die allerdings nicht auf Kommission“, erzählt Alexander Schmidt.

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