12.07.2021

Kari Kapsch löst BusinessCom aus der Kapsch Group

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Kari Kapsch @Kapsch/ www.peterrigaud.com
Kari Kapsch @Kapsch/ www.peterrigaud.com

Das österreichische Familienunternehmen Kapsch Group stellt sich für den nächsten Generationenwechsel neu auf. Im Zuge der Umstrukturierung scheidet die Kapsch BusinessCom mit Kari Kapsch aus der Group aus. Kari Kapsch bleibt Aufsichtsratsvorsitzender und Franz Semmernegg und Jochen Borenich bleiben Vorstände. Mit der Invest AG (Raiffeisen) soll bei der BusinessCom ein neuer Partner an Bord kommen. Die Neuordnung sei aber eben erst gestartet worden und noch vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen, heißt es von Kapsch. Man rechne in einigen Monaten mit einem Abschluss.

„Mit Blick auf die nächste Generation der Familie Kapsch und um später zu gegebener Zeit einen reibungslosen Übergang auf die nächste Generation gewährleisten zu können, ist geplant, die Unternehmensgruppe neu aufzustellen“, teilte das Unternehmen per Aussendung mit. Kapsch wurde vor 130 Jahren gegründet und wird derzeit in der vierten Generation der Familie geführt.

Neuer CFO für Kapsch TrafficCom

In der Kapsch Group bleiben die Kapsch AG und die TrafficCom. Die Gruppe bleibt in dieser Zusammensetzung unter der Führung von Georg Kapsch und mit Elisabeth Kapsch im Aufsichtsrat. Mit 1. Juli hatte die TrafficCom die Position des CFO mit Andreas Hämmerle neu besetzt.

Die Umstrukturierung habe keine Auswirkungen auf die Beteiligungsverhältnisse der Group an der TrafficCom. Der gesamte Prozess habe auch keine Auswirkungen auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Kundinnen und Kunden. Weltweit beschäftigen die Unternehmen der Kapsch Group derzeit rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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deltaVision beschäftigt heute 125 Mitarbeitende © deltaVision

Das 2022 gegründete Münchner Unternehmen deltaVision hat in seiner ersten Finanzierungsrunde 10,2 Millionen Euro eingesammelt. Wie das Startup mitteilt, wird die Runde von KT Ventures und Valemount Capital angeführt. Zudem beteiligen sich Futury Capital sowie weitere private Investor:innen über ein Investitionsvehikel.

Skalierung im Münchner Werk

Nach eigenen Angaben wirtschaftet deltaVision seit der Gründung profitabel und beschäftigt mittlerweile 125 Mitarbeitende in einem ehemaligen Siemens-Werk in der Münchner Innenstadt. Das frische Kapital soll vor allem in den Kapazitätsausbau fließen, um die Produktion von Ventilen und Antriebskomponenten auf 5.000 Einheiten pro Jahr zu steigern. Parallel dazu will das Unternehmen Technologien für das orbitale Betanken von Raumfahrzeugen weiterentwickeln.

„Wir setzen auf ein offenes und interoperables Ökosystem für In-Orbit-Services, statt auf ein Modell, bei dem am Ende ein einzelner Anbieter den gesamten Markt beherrscht.“, wird CEO und Mitgründer Alex Plebuch in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. Ein offenes Ökosystem vergrößere den Gesamtmarkt erheblich, wovon alle Akteure profitierten, heißt es weiters.

Expansion nach Frankreich und in die USA

Neben der Kapazitätserweiterung in Deutschland plant das Startup den Aufbau von Forschung und Produktion in Frankreich über eine neu gegründete Tochtergesellschaft. Kurzfristig soll zudem eine eigene Ventilproduktion in den USA entstehen, um den dortigen Markt direkt zu bedienen.

Das Unternehmen beliefert laut eigenen Angaben mehr als 60 Kund:innen weltweit, darunter die Europäische Weltraumorganisation (ESA) für das Mondlander-Projekt „Argonaut“. Johannes Pichler von Lead-Investor KT Ventures begründet den Einstieg wie folgt: „Wir investieren nicht in ein Versprechen, sondern in ein profitables Geschäftsmodell mit enormem Rückenwind und internationalen Wachstumschancen.“

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