04.01.2017

JoomBoos TV: Styria will mit neuem Corporate Startup mehr Jugendliche erreichen

Nach dem großen Erfolg in Kroatien holt die Styria Media Group das Format JoomBoos nach Österreich und startet den Youtube-Channel Joomboos TV mit Größen der österreichischen Youtuber-Szene.
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Screenshot: JoomBoos TV

Über 90.000 Subscriber konnte der kroatische Youtube-Channel JoomBoos innerhalb eines Jahres gewinnen. Für das südliche fast-Nachbarland ist diese Zahl beachtlich. Das Konzept ist schnell erklärt: Einige der erfolgreichsten Youtuber des Landes kümmern sich jeweils um eine Rubrik des Channels und versorgen die Abonnenten mit unterschiedlichem Content. Zusammen ergibt sich ein facettenreiches (Jugend-)Magazin im Vlog-Stil.

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Stärkere Positionierung im Bereich Bewegtbild

Geht es nach der Styria Media Group, soll der Erfolg nun in Österreich wiederholt werden. Seit Mitte Dezember ist der Channel JoomBoos TV auf Youtube online. Man will damit beim Styria-Verlag das Medienangebot erweitern, um eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. „Mit diesem Schritt positionieren wir uns noch stärker im Bereich Bewegtbild“, heißt es von den Projektleitern Stefan Weger und Alessandro Kurzidim. Wie beim kroatischen Vorbild gibt es Rubriken, die von Stars aus der Youtube-Szene betreut werden. Dazu wurden mehrere bekannte österreichische Youtuber gewonnen.

Bislang fünf Rubriken

Maximilian Ratzenböck, bekannt für seine Videos bei Nachspielzeit und aus der TV-Serie Köln 50667, betreut den Bereich Comedy & Show. „Special-Guest“ Anna-Laura Kummer postet alle zwei Wochen ein Video. Die Burgenländerin ist mit über 200.000 Abonnenten auf YouTube und 112.000 Abonnenten auf Instagram eine der bekanntesten österreichischen Influencer. Marco Wagner, der es zuletzt mit seinem Song „Boyfriend“ in die Charts schaffte und auf Facebook mehrere Hunderttausend Abonnenten hat, soll mit seinen Video-Kommentaren für Unterhaltung sorgen. Der Bereich Beauty & Fashion wird von den „miss BFF’s“ Anja und Claudia abgedeckt. Daniel Grin schließlich, betreut das Thema Lifehacks.

Weitere Youtuber gesucht

Bei diesem Angebot soll es natürlich nicht bleiben. In den nächsten Wochen gehe es darum, den Channel inhaltlich weiterzuentwickeln und die Anzahl der Abonnenten sowie die Reichweite zu steigern, sagt JoomBoos TV-Produzent Alexander Scheucher. Zudem sucht man weiterhin nach Youtubern, um das Programm zu erweitern. Man solle sich einfach mit ein paar Zeilen über sich und einem kurzen Video melden, wenn man mitmachen wolle, heißt es auf der Homepage.

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DiLT Analytics
© DiLT Analytics

DiLT Analytics hat eine siebenstellige Finanzierungsrunde abgeschlossen. Sie setzt sich aus einem Equity-Investment von Noctua Science Ventures und einer Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) im Rahmen des Programms Seedfinancing – Deep Tech zusammen. Mit dem Geld möchte das 2021 gegründete Spinoff der TU Graz sein Team ausbauen und FaciliMind, seine Software zur automatisierten Fehlerdiagnose in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, zu weiteren Betreibern großer Gebäudeportfolios bringen

DiLT Analytics: „Substanziell wachsen“

Noctua Science Ventures ist ein Wiener Deep-Tech-Fonds und ein Joint Venture von Speedinvest und den Technischen Universitäten Österreichs. Der Fonds investiert gezielt in Ausgründungen, deren Produkt auf langjähriger Forschung beruht.

„Die aws-Förderung ergänzt das Investment und ist auf genau diese Phase zugeschnitten: den Schritt von einer erprobten Technologie zu einem Produkt, das sich über viele Standorte hinweg ausrollen lässt“, heißt es per Aussendung. Um im Sinne des Programms aws Seedfinancing – Deep Tech als Deep Tech zu gelten, muss das Vorhaben auf einer „anspruchsvollen technologischen und wissenschaftlichen Herausforderung“ basieren und einen klaren Technologiesprung gegenüber bestehenden Lösungen oder rein inkrementellen Weiterentwicklungen ermöglichen.

„Mit Noctua Science Ventures haben wir einen Partner gefunden, der beides kennt: die technischen Herausforderungen eines Deep-Tech-Produkts und den Weg in die Kommerzialisierung. Für ein junges Spinoff ist das der Best Case. Dass parallel auch die aws-Förderung zugesagt wurde, bestätigt uns, dass FaciliMind und unser Team auf dem richtigen Weg sind. Jetzt geht es darum, substanziell zu wachsen“, sagt Theresa Kohl, CEO von DiLT Analytics.

Philipp Stangl, Managing Director von Noctua Science Ventures, ergänzt: „Von unseren vielen Gesprächspartnern erhielten wir ein sehr einheitliches Bild zu DiLT: ein glaubwürdiger, technisch differenzierter Ansatz, umgesetzt von einem Team, mit dem Immobilienprofis gerne zusammenarbeiten. Genau diese Kombination aus Forschungsvorsprung und starker Kundenorientierung ist es, wonach wir in der Pre-Seed-Phase suchen.“

2021 gegründet

DiLT Analytics wurde Ende 2021 von Franz Wotawa und Gerald Schweiger als Spinoff des Instituts für Softwaretechnologie der TU Graz gegründet und ging aus der Forschungsgruppe „Intelligent Systems“ hervor. Erstes größeres Projekt war „Inframonitor“, eine herstellerunabhängige IoT-Datenplattform für den Campus Inffeldgasse der TU Graz.

Seither ist DiLT an mehr als 20 Forschungsprojekten mit über 15 Partnern beteiligt, einige davon FFG-gefördert und gemeinsam mit österreichischen und europäischen Universitäten. Die Ergebnisse fließen über den Forschungszweig DiLT Research direkt in die Produktentwicklung. Geführt wird das Unternehmen heute von Theresa Kohl (CEO), Christopher Gray (Business Development & Strategy), Thomas Hirsch (CTO), Reinhard Pertschy (CPO) und Thomas Schwengler (Head of Software).

Die entwickelte Software FaciliMind analysiert Betriebsdaten von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, erkennt dabei versteckte Fehler und Optimierungspotenziale und liefert Technikteams eine nach Dringlichkeit sortierte Maßnahmenliste, so der Claim. Die Software von DiLT Analytics arbeitet herstellerunabhängig und lässt sich über ein einzelnes Gerät an die bestehende Gebäudeleittechnik anbinden. Dank eines knowledgegraphbasierten Softwarestacks soll sie das digitale Abbild komplexer Anlagen weitgehend automatisiert innerhalb weniger Tage statt monatelanger Handarbeit erstellen können. Zielgruppe sind Betreiber großer Gebäudeportfolios, etwa in der öffentlichen Hand, an Flughäfen sowie in Industrie und Gesundheitswesen.

DiLT Analytics erhielt Preise

Zu den Kunden zählen u.a. die Technischen Universitäten Graz und Wien, Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), IG Immobilien Management GmbH und Industriekunden. 2025 wurde DiLT Analytics mit dem DREA Award und dem ÖGUT Umweltpreis ausgezeichnet. Und ist seit September 2026 nach ISO 27001 zertifiziert.

„Wissen über Anlagenbetrieb soll im Unternehmen bleiben“

Neben der Verstärkung des Teams und dem geplanten Rollout möchte DiLT Analytics künftig ein Übersetzungswerkzeug für den BACtwin-Standard als Open Source veröffentlichen und die Diagnose künftig auf weitere Technologien wie Wärmepumpen, Photovoltaik und Batteriespeicher ausweiten

„Ein Gebäudeportfolio überdauert seine Dienstleister und oft auch seine erfahrensten Mitarbeitenden“, sagt Kohl. „Unser Ziel ist, dass das Wissen über den Anlagenbetrieb im Unternehmen bleibt und dass Entscheidungen auf verifizierter Datengrundlage statt auf Bauchgefühl und Erinnerung beruhen.“

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